Zwei Kinder sitzen am Schreibtisch mit Laptops und Taschenrechnern

Facts & Views: Die E-Rechnung in Wirtschaft und Verwaltung

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Die E-Rechnung in Wirtschaft und Verwaltung

Die Elektronische Rechnung (E-Rechnung)

Die elektronische Rechnung kommt in Deutschland immer schneller voran. Inzwischen versenden 4 von 10 Unternehmen (43 Prozent) E-Rechnungen. 2020 lag der Anteil erst bei rund einem Drittel (30 Prozent), 2018 war es nur jedes Fünfte (19 Prozent). Von einer E-Rechnung wird gesprochen, wenn die Rechnung in einem strukturierten elektronischen Format ausgestellt, übermittelt sowie empfangen wird und das Format eine automatische und elektronische Verarbeitung erlaubt. Die elektronische Rechnungserstellung hat in der Corona-Pandemie ihre Vorteile besonders ausspielen können, auch weil sie sich optimal für das Arbeiten im Homeoffice eignet. E-Rechnungen haben eine Vielzahl weiterer Vorteile: Sie sparen durch die automatisierte Übernahme in bestehende digitale Abrechnungssysteme Zeit und Kosten, sie lassen sich schneller und kostengünstiger zustellen und nicht zuletzt sind sie umweltfreundlicher als ein Versand auf Papier. 

Zur Verbreitung von E-Rechnungen dürfte auch beigetragen haben, dass diese für Lieferanten des Bundes seit November 2020 verpflichtend sind. Unternehmen, die E-Rechnungen in strukturierten Formaten versenden,  greifen dazu am häufigsten auf den EDI-Standard (57 Prozent) zurück, dahinter folgen ZUGFeRD (45 Prozent) und XRechnung (26 Prozent).  Allerdings gibt es weiterhin noch großes Potenzial für die E-Rechnung in Deutschland. So sind unstrukturierte Rechnungsformate wie die digitale Rechnung im PDF-Format (60 Prozent) oder die Papierrechnung (87 Prozent) nach wie vor weit verbreitet. Aus diesem Grund stellt Bitkom nützliche Handlungshilfen zur Verfügung, um Organisationen bei der Einführung der E-Rechnung zu unterstützen.

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