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Klimaschutz

Bitkom-Studie „Klimaeffekte der Digitalisierung“

Digitale Technologien können mehr als die Hälfte dazu beitragen, dass Deutschland seine Klimaziele bis zum Jahr 2030 erfüllt. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie des Digitalverbands Bitkom, durchgeführt von Accenture. In den sieben untersuchten Bereichen kann der CO2e-Ausstoß (CO2e = Kohlenstoffdioxidäquivalente) in Deutschland durch den gezielten und beschleunigten Einsatz digitaler Lösungen im Jahr 2030 bereits um 151 Megatonnen reduziert werden. Das entspricht mehr als jeder zweiten Tonne dessen, was Deutschland noch einsparen muss, um die selbst gesteckten Klimaziele zu erreichen. Die größten Potenziale gibt es im Bereich der industriellen Fertigung und in der Mobilität.

Die Studie betrachtet jedoch nicht nur das CO2e-Einsparpotenzial, sondern auch den CO2e-Fußabdruck der digitalen Infrastruktur und berechnet den Netto-Klimaeffekt. Das Netto-Einsparpotenzial bei moderater Digitalisierung beträgt 33 Prozent der notwendigen CO2e-Einsparungen zur Erreichung der deutschen Klimaziele  2030. Bei beschleunigter Digitalisierung liegt das Netto-Einsparpotenzial sogar bei 49 Prozent.

Eine beschleunigte Digitalisierung zahlt nicht nur auf den Umwelt- und Klimaschutz ein, sie verbessert auch die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Digitalisierung kann Wirtschaftswachstum mit Umwelt- und Klimaschutz versöhnen. Nötig sind jetzt eine gezielte und mutige Flankierung durch die Politik und ein entschiedenes Handeln der Entscheidungsträger an der Spitze der Unternehmen.

Zum Download der Studie

Themen

Niklas Meyer-Breitkreutz

Referent Digitalisierung & Nachhaltigkeit
Bitkom e.V.