Bitkom zum European Climate Law und dem Green Deal

Berlin, 4. März 2020 - Die EU-Kommission stellt am heutigen Mittwoch ihren Vorschlag für ein europäisches Klimaschutzgesetz vor. Dazu erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg: 

„Das European Climate Law braucht eine digitale DNA: Der europaweite, klimafreundliche Umbau von Industrie, Energie, Landwirtschaft und Verkehr ist eine Mammutaufgabe. Es ist deshalb wichtig, von Anfang an digitale Lösungen mit zu berücksichtigen. Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2020 muss sich dafür einsetzen, dass die Verordnung zum europäischen Klimaschutz konsequent digital gedacht und gestaltet wird. Die digitale Transformation und der Klimawandel sind die beiden größten Herausforderungen unserer Zeit. Eine Klimaneutralität bis 2050 und eine drastische Reduktion des CO2-Ausstoßes bis 2030 lassen sich nur mit Hilfe digitaler Technologie bewältigen.

Für viele der aktuellen Probleme existieren bereits digitale klimaeffiziente Lösungen: So sorgen etwa in der Industrie 4.0 Sensoren und intelligente Maschinen dafür, dass der Energiebedarf auf ein Minimum reduziert wird, in der Produktion schont 3D-Druck Ressourcen. Im Management sorgen Videokonferenzen dafür, dass auf Flugreisen verzichtet werden kann. Es müssen jetzt sämtliche politischen Mittel ausgeschöpft werden, um klimafreundliche digitale Lösungen in die Fläche zu bringen, statt alte, ineffiziente Strukturen zu zementieren. Dazu benötigen wir nicht nur gezielte Investitionen in CO2-arme Technologien und Produkte – sondern auch verlässliche Anreize für Unternehmen, wirklich nachhaltig und umweltschonend zu wirtschaften. Des Weiteren sollte für Subventionen, etwa im EU-Forschungsprogramm, festgeschrieben werden, dass jeder zweite Euro in digitale Lösungen fließt.