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IT needs Design
Dortmund, 5. November 2018

Deutschland braucht Gestaltungskompetenz für eine nachhaltige Digitalisierung und erfolgreiche Digitale Transformation

Mit Vertretern aus Wirtschaft und Hochschulwesen hat Bitkom das Rollenideal „Digital Designer“ erarbeitet. Er soll analog zu Architekten im Bauwesen eine führende Gestaltungsrolle in Digitalvorhaben einnehmen und schließt so ein Gestaltungsvakuum, das wir heute in der IT-Branche haben. Ein Digital Designer vereint Gestaltungskompetenz und Wissen um die Möglichkeiten und Grenzen von Technologien der Digitalisierung. So kann er im Spannungsfeld aus Nutzerbedürfnissen, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und technischer Machbarkeit Digitalvorhaben aktiv und nachhaltig gestalten.

Medienecho und Feedback zum Digital Designer waren überwältigend. Wir haben viele Menschen getroffen, die als „Quereinsteiger“ schon heute die Arbeit eines Digital Designers leisten. Wir trafen aber noch viel mehr Menschen, die sagten, dass der Digital Designer genau die Kompetenz ist, die ihnen heute fehlt. Gerade dieses Feedback motiviert uns dazu, den Digital Designer zu einer eigenständigen Profession zu machen.

Hierzu knüpfen wir an das Event „Design meets IT“ aus 2017 an. Es heißt nun „IT needs Design“ und wird am 5. November 2018 den Auftakt der Digitalen Woche Dortmund bilden. Mit dem Titel „IT needs Design“ wollen wir ausdrücken, das Deutschland den Digital Designer in der IT-Branche braucht. Das Event will einen Impuls senden an Vertreter von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, um in einer gemeinsamen Anstrengung Digital Design als Profession zu etablieren. Unsere Botschaften sind im Einzelnen:

  • Digitalisierung ist mehr ist als Technologie. Technologie schafft die Grundlage für Digitalisierung und muss gefördert werden. Aber ohne Gestaltungskompetenz bleibt die beste Technologie nutzlos. Gestaltungskompetenz für Digitalisierung muss daher den gleichen Stellenwert bekommen und genauso gezielt gefördert werden, wie die Entwicklung der technologischen Mittel.
  • Digitalisierung lernt man nicht durch Silcon-Valley-Besuche, man braucht Gestaltungskompetenz. Schon heute vorhandene Gestalter im Unternehmen müssen befähigt und ermächtigt werden, Digitalisierungsvorhaben im Sinne des Digital Design zu führen. Zusätzlicher Bedarf muss durch entsprechend kompetentes Personal gedeckt werden.
  • Digital Design ist eine eigenständige Profession wert. Architektur und Industriedesign kann man heute an entsprechenden Fachbereichen studieren, Digital Design noch nicht. Daher müssen entsprechende Studiengänge, Fachbereiche und Forschungsaktivitäten aufgebaut werden, um diesen Bedarf an hochqualifizierten Digital Designern nachhaltig zu decken.

Unseren Impuls werden wir in Form eines Manifests für Digital Design senden, welches wir bei unserem Event vorstellen und an eingeladene Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Hochschulwesen übergeben. Das Rahmenprogramm gestalten wir natürlich rund um das Thema „Digital Design“. Hierzu wollen wir hochkarätige Sprecher aus dem Design, der Wirtschaft und dem Hochschulwesen gewinnen, die die Notwendigkeit unseres Vorhabens zusätzlich unterstreichen.

Merken Sie sich den 5. November 2018 schon heute vor, wenn es heißt: „IT needs Design“!

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Dr. Frank Termer

Bereichsleiter Software Bitkom e.V.

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