21.11.2017 Von 3D-Druck bis zum Bio-Lab: hub.berlin zeigt erstmals digitale Kunst

  • Zehn Künstler geben Einblick in ihre Arbeit beim Digital Arts Lab by Retune
  • hub.berlin findet am 28. November in der „Station Berlin“ statt
  • Bitkom erwartet 2.500 Teilnehmer, 500 Start-ups und 130 Sprecher

Berlin, 21. November 2017 - Die digitale Transformation verändert nicht nur Wirtschaft und Gesellschaft, sie spiegelt sich längst auch in der Kunst wider. Künstler greifen die Digitalisierung in ihren Werken auf, zugleich nutzen sie auch die Möglichkeiten digitaler Technologien, um völlig neuartige Werke zu schaffen. Das Digital Arts Lab by Retune präsentiert auf der hub.berlin am 28. November die Arbeiten von zehn Berliner Künstlern. „Von 3D-Skulpturen über Kunst in der virtuellen Reality bis zu KI-gestützten Robotern wollen wir im Digital Arts Lab Eindrücke von dieser neuen Kunstwelt geben“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Dabei zeigen wir nicht nur die fertigen Werke. Die Künstler geben in Workshops Einblick in ihre Arbeit und die Besucher haben die Chance, den kreativen Prozess mitzuerleben.“

Zehn Künstler beteiligen sich am ersten Digital Arts Lab auf der hub.berlin:

  • „Strata“ von Daniel Palacios zeigt, wie sich ortsbezogene Daten in eine physische Form bringen lassen. Sensoren erfassen Informationen zu Temperatur und Lichtverhältnissen von dem Ausstellungsgebäude der hub.berlin, im Anschluss wird daraus eine einmalige 3D-Skulptur erzeugt.
  • „Ceramic 3D Printing“ von The Constitute zeigt, wie sich mit moderner Technologie die klassische Töpferei mit Ton und Keramik erweitern und verbessern lässt. Die Künstler Christian Zöllner, Sebastian Piatza und Alexander Jentsch zeigen dabei einen breiten Überblick über den Status Quo ihrer Experimente und untersuchen die Möglichkeiten, 3D-Druck-Technologien in die Massenfertigung einzubringen. Erstmalig werden die Ergebnisse der Artist-in-Residence mit der Kaiserlichen Porzellan Manufaktur in Berlin ausgestellt.
  • „Sensing Colorspace“ von Michael Sebastian Haas ist eine interaktive Installation, bei der ein Roboter die Geräusche der Umgebung in ein farbiges Linienmuster verwandelt. Die Besucher können mit dem Roboter interagieren und so das Kunstwerk verändern.
  • „AI Style Transfer“ von Gene Kogan nutzt Künstliche Intelligenz um dem Besucher die Möglichkeiten der Bildbearbeitung vor Augen zu führen. So zeigt ein Spiegel nicht das reine Abbild des Besuchers, sondern ein künstlerisch verändertes Spiegelbild. Eine zweite Installation lässt den Besucher zu einem Abbild von US-Präsident Donald Trump werden – und stellt so die Frage nach der Authentizität von Bildern in der digitalen Welt.
  • „DIY Bio Lab“ von Theresa Schubert untersucht die Schnittstellen zwischen Kunst, Biologie und Technologie. Besucher können - digital und analog - mit wachsenden, intelligenten Organismen von Mycomyxetae bis hin zu Pilzen interagieren.
  • „Amygdala“ von Marco Donnarumma ist ein mit Künstlicher Intelligenz ausgestatteter Roboter-Arm, dessen einzige Aufgabe es ist, sich selbst das Ritual des „skin-cuttings“ beizubringen, das bei einigen Stämmen in Papua-Neuguinea, Afrika und Asien verbreitet ist. Der Roboter trainiert verschiedene Arten des Schneidens an seinem eigenen Körper und bringt so moderne Technologie und ein uraltes menschliches Ritual zusammen.
  • „Measurement of Things“ von Nadja Buttendorf ist eine neue Maßeinheit, die auf der hub.berlin präsentiert wird: das Smartphone. Künftig werden wir darüber berichten, dass unser Tisch „9 Smartphones lang und 5 Smartphones breit“ ist. Die Besucher können ihr eigenes Smartphone-Maßband erstellen und sich und die Welt um sie herum in der neuen Maßeinheit vermessen.
  • „VR Creation“ von Sara Lisa Vogl bringt die Welt der Virtual Reality in die Kunst. Besucher können nicht nur Werke, die in der virtuellen Welt entstanden sind, betrachten, sondern kollaborativ VR-Kunstwerke und Skulpturen erstellen.
  • „Soap & Milk“ von Waltz Binaire erlaubt es dem Besucher, Social Media als organische und geradezu überwältigende Erfindung wahrzunehmen. Dazu werden Tweets, die sich auf die Ausstellung beziehen, in mikroskopisch kleine Tröpfchen verwandelt, die Teil des Kunstwerkes werden, mit dem der Betrachter interagieren kann. Zudem zeigen die Künstler in der Ausstellung szenografische Möglichkeiten von Augmented Reality.
  • „What is it like to be a Mouse“ von So Kanno setzt bei der Erkenntnis an, dass wir überall von Computern umgeben sind, die aber nicht mehr als solche erkennbar sind, sondern in unserer Umgebung verschwinden. Der Künstler kombiniert IoT, AI und Virutal Reality und erlaubt es so dem Besucher, selbst Teil dieser Gegenstände zu werden.

Weitere Informationen über die Künstler und ihre Exponate gibt es online unter https://www.hub.berlin/en/digital-arts-lab-retune . Eine Übersicht über die Workshops im Rahmen des Digital Art Lab findet sich in der Programmübersicht zur hub.berlin: https://www.hub.berlin/en/program . Darüber hinaus wird es im Track „Digital Arts“ Vorträge zum Thema geben.

Das Digital Art Lab des Bitkom wird von der Community-Plattform Retune kuratiert. Es findet in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes statt und wird unterstützt von CaseKing and Trotec Laser.

Zur sechsten hub.berlin am 28. November werden 130 Speaker, 500 Start-ups und 2.500 Teilnehmer erwartet. Neben Keynotes und Diskussionen auf sieben Bühnen wird es zwei Bereiche mit praxisorientierten Workshops geben und erstmals eine eigene Policy Arena. Dort werden Themen wie die digitale Gesellschaft, die Demokratie im digitalen Zeitalter sowie die Digitalisierungsprozesse der Globalisierung mit Politikern aus Deutschland und Europa diskutiert. Die hub.berlin wird unter anderem unterstützt von Accenture, Deutsche Telekom und KPMG. Alle Informationen online unter hub.berlin .

Auf der hub.berlin findet auch der Start-up-Wettbewerb Innovators‘ Pitch statt, bei dem Gründerinnen und Gründer ihre Geschäftsideen einer Expertenjury in den Kategorien Digital Health, Internet of Things und Travel & Tourism vorstellen. Alle Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.innovatorspitch.com .

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