07.01.2014 CES-Trends: Das vernetzte Auto

Heute startet die International CES in Las Vegas. Die weltgrößte Messe für Consumer Electronics gibt einen Ausblick auf die wichtigsten Technik-Trends 2014. Auch in diesem Jahr sind wieder viele Auto-Hersteller in Las Vegas vertreten. Bitkom-Verkehrsexperte Johannes Weicksel erklärt heute auf digitalewelt.de, warum die Technologie-Messe CES für die Autobranche wichtiger wird.

Die technische Ausstattung wird beim Autokauf wichtiger

Warum stellen Autohersteller eigentlich auf einer Technologie-Messe wie der International CES aus? Mit der IAA in Frankfurt oder der Motor Show in Detroit hat die Autobranche eigentlich eigene Messen, um Neuheiten zu präsentieren. Die einfache Antwort: Die Informationstechnik spielt eine immer wichtigere Rolle beim Autokauf. Das gilt umso mehr für die jüngeren Autofahrer. Hier gilt immer öfter: Der Smartphone-Anschluss ist wichtiger als die PS-Zahl . Und so entschließen sich viele Autohersteller, ihre Neuheiten aus dem "Infotainment"-Bereich direkt neben neuen Smartphones und Tablet Computern zu präsentieren.

Das Auto wird zum Smartphone auf vier Rädern

Große Touchscreens, App-Stores oder LTE-Mobilfunkverbindungen: Was sich zunächst anhört wie die Beschreibung neuer Smartphone-Modelle, trifft auch auf die Neuheiten der Autohersteller zu. Angetrieben werden die Rechner in den Armaturenbrettern mit Prozessoren wie sie auch in Smartphones und Tablet Computern eingesetzt werden. Für Autofahrer, die Mobilgeräte im Alltag verwenden, werden sich künftige Autos wohl sehr vertraut anfühlen. Dies liegt auch an der eingesetzten Software: Mit Apple und Google versuchen die Anbieter der beiden derzeit erfolgreichsten Mobilbetriebssysteme ihre Plattformen stärker mit dem Auto zu verzahnen . Apple arbeitet hierfür unter anderem mit BMW, Mercedes und sogar Ferrari zusammen. Google hat auf der CES die Gründung der "Open Automotive Alliance" bekannt gegeben, in der sich Audi, General Motors, Honda und Hyundai neben dem Chip-Hersteller Nvidia engagieren. Das Ziel: Die bessere Integration des Mobilbetriebssystems Android in Fahrzeuge. Diese Kooperation steht beispielhaft für die derzeitige Entwicklung.

Enge Kooperation zwischen Fahrzeugherstellern und Technologieunternehmen

Doch nicht nur beim Thema Infotainment findet zunehmend eine Kooperation zwischen den Autoherstellern und ITK-Unternehmen statt. Bei der Frage, was das Auto der Zukunft können soll, spielt Informationstechnologie eine immer wichtigere Rolle. Bestes Beispiel sind selbstfahrende Autos. Mittlerweile kann sich schon mehr als jeder dritte Deutsche vorstellen , künftig ein solches Fahrzeug zu nutzen, auch wenn sich die Entwicklung derzeit noch in einem experimentellen Stadium befindet. Weltweit arbeiten Fahrzeughersteller und Zulieferer am autonomen Fahren. In der Regel forschen sie daran aber nicht alleine. Vielmehr kooperieren sie mit Unternehmen aus der ITK-Branche wie Google, Cisco oder IBM. Wann die selbstfahrenden Autos auch im Alltag auf unseren Straßen unterwegs sein werden, lässt sich derzeit nur schwer einschätzen. Dass im Auto der Zukunft ITK-Technologien entscheidend sein werden, ist aber gewiss.

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Johannes Weicksel

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