Bitkom Länderindex 2024 - Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen

8. Platz

Nordrhein-Westfalen auf einen Blick

  •   Landesregierung: CDU / Grüne
  •   Gemeinden: 396
  •   Bevölkerung: 18.034.454
  •   Bruttoinlandsprodukt pro Kopf: 47.916 Euro

Gesamtwertung

PlatzKategorieIndex
8Gesamtergebnis59.5
8Wirtschaft51.2
7Infrastruktur65.8
5Governance und Verwaltung56.4
9Digitale Gesellschaft64.5
8 Wirtschaft 51.2

Digitale Wirtschaft

IndikatorIndex
IT-Fachkräfte60.2Informatik-Auszubildende78.7Informatik-Studium37.5ITK-Unternehmen62.1Startup-Neugründungen21.4Forschung in Schlüsseltechnologien32.3Vergabe33.0
Gesellschaft

Infrastruktur

IndikatorIndex
5G99.8Glasfaser in Privathaushalten43.0Gigabitversorgung in Privathaushalten83.5Gigabitversorgung in Unternehmen76.3Gigabitversorgung in Schulen80.7Rechenzentren12.0
Governance und Verwaltung

Governance und Verwaltung

IndikatorIndex
OZG-Leistungen44.0Digitalministerium50.0Chief Digital Officer75.0Digitalkabinett100.0Digitalcheck100.0Finanzielle Steuerung50.0IT-Sicherheit81.3Digitalstrategie & Monitoring70.0Digitalisierungsgrad der Gemeinden45.4Nutzung digitaler Behördenleistungen53.5
Gesellschaft

Gesellschaft

IndikatorIndex
Digitalkompetenz67.9Informatikunterricht50.0Internetnutzung93.0Gerätenutzung 66.9Nutzung digitaler Behördenleistungen53.5Einstellung zur Digitalisierung79.3Überforderung48.4

Nordrhein-Westfalen im Länderindex

Jahr
Baden-Württemberg65605468Ø 61.8
Bayern59646265Ø 62.6
Berlin68705662Ø 63.8
Brandenburg45585061Ø 53.6
Bremen59755355Ø 60.6
Hamburg72786269Ø 70.3
Hessen56786358Ø 63.7
Mecklenburg-Vorpommern30604273Ø 51.1
Niedersachsen39725863Ø 58.2
Nordrhein-Westfalen51665665Ø 59.5
Rheinland-Pfalz40635160Ø 53.3
Saarland58625373Ø 61.7
Sachsen40575373Ø 55.6
Sachsen-Anhalt37615457Ø 52.4
Schleswig-Holstein38755267Ø 57.9
Thüringen29515669Ø 51.1
Ø 58,4 Gesamtwertung Der Gesamtwert ergibt sich aus den Indexwerten der vier Kategorien, die jeweils zu gleichen Teilen in die Gesamtberechnung einfließen.
Baden-Württemberg65
3. Platz Digitale Wirtschaft

428 Startups wurden 2025 in Baden-Württemberg gegründet.

Bayern59
4. Platz Digitale Wirtschaft

785 Startups wurden 2025 in Bayern gegründet.

Berlin68
2. Platz Digitale Wirtschaft

619 Startups wurden 2025 in Berlin gegründet.

Brandenburg45
9. Platz Digitale Wirtschaft

73 Startups wurden 2025 in Brandenburg gegründet.

Bremen59
5. Platz Digitale Wirtschaft

19 Startups wurden 2025 in Bremen gegründet.

Hamburg72
1. Platz Digitale Wirtschaft

203 Startups wurden 2025 in Hamburg gegründet.

Hessen56
7. Platz Digitale Wirtschaft

247 Startups wurden 2025 in Hessen gegründet.

Mecklenburg-Vorpommern30
15. Platz Digitale Wirtschaft

17 Startups wurden 2025 in Mecklenburg-Vorpommern gegründet.

Niedersachsen39
12. Platz Digitale Wirtschaft

168 Startups wurden 2025 in Niedersachsen gegründet.

Nordrhein-Westfalen51
8. Platz Digitale Wirtschaft

658 Startups wurden 2025 in Nordrhein-Westfalen gegründet.

Rheinland-Pfalz40
11. Platz Digitale Wirtschaft

79 Startups wurden 2025 in Rheinland-Pfalz gegründet.

Saarland58
6. Platz Digitale Wirtschaft

22 Startups wurden 2025 im Saarland gegründet.

Sachsen40
10. Platz Digitale Wirtschaft

120 Startups wurden 2025 in Sachsen gegründet.

Sachsen-Anhalt37
14. Platz Digitale Wirtschaft

33 Startups wurden 2025 in Sachsen-Anhalt gegründet.

Schleswig-Holstein38
13. Platz Digitale Wirtschaft

70 Startups wurden 2025 in Schleswig-Holstein gegründet.

Thüringen29
16. Platz Digitale Wirtschaft

27 Startups wurden 2025 in Thüringen gegründet.

Ø 49,2 Digitale Wirtschaft Um die Innovationskraft und den Digitalisierungsgrad der Wirtschaft beurteilen zu können, wurden die Relevanz der ITK-Branche und des Studien- und Ausbildungsfachs Informatik sowie die Anzahl der Startup-Gründungen, das Vergabewesen und die Anzahl von Forschungseinrichtungen in Schlüsseltechnologien betrachtet.
Baden-Württemberg60
12. Platz Digitale Infrastruktur

30% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Bayern64
8. Platz Digitale Infrastruktur

36% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Berlin70
6. Platz Digitale Infrastruktur

45% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Brandenburg58
14. Platz Digitale Infrastruktur

40% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Bremen75
3. Platz Digitale Infrastruktur

69% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Hamburg78
1. Platz Digitale Infrastruktur

77% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Hessen78
2. Platz Digitale Infrastruktur

38% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Mecklenburg-Vorpommern60
13. Platz Digitale Infrastruktur

42% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Niedersachsen72
5. Platz Digitale Infrastruktur

69% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Nordrhein-Westfalen66
7. Platz Digitale Infrastruktur

43% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Rheinland-Pfalz63
9. Platz Digitale Infrastruktur

37% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Saarland62
10. Platz Digitale Infrastruktur

28% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Sachsen57
15. Platz Digitale Infrastruktur

32% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Sachsen-Anhalt61
11. Platz Digitale Infrastruktur

30% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Schleswig-Holstein75
4. Platz Digitale Infrastruktur

72% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Thüringen51
16. Platz Digitale Infrastruktur

23% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Ø 65,6 Digitale Infrastruktur Für die Beurteilung der digitalen Infrastruktur wurden die Mobilfunk- und Internetversorgung sowie die Anschlussleistung der Rechenzentren in den Bundesländern analysiert.
Baden-Württemberg54
9. Platz Governance und Verwaltung

22% der Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Bayern62
2. Platz Governance und Verwaltung

22% der Bürgerinnen und Bürger in Bayern schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Berlin56
7. Platz Governance und Verwaltung

23% der Bürgerinnen und Bürger in Berlin schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Brandenburg50
15. Platz Governance und Verwaltung

13% der Bürgerinnen und Bürger in Brandenburg schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Bremen53
11. Platz Governance und Verwaltung

26% der Bürgerinnen und Bürger in Bremen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Hamburg62
3. Platz Governance und Verwaltung

20% der Bürgerinnen und Bürger in Hamburg schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Hessen63
1. Platz Governance und Verwaltung

20% der Bürgerinnen und Bürger in Hessen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Mecklenburg-Vorpommern42
16. Platz Governance und Verwaltung

20% der Bürgerinnen und Bürger in Mecklenburg-Vorpommern schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Niedersachsen58
4. Platz Governance und Verwaltung

25% der Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Nordrhein-Westfalen56
5. Platz Governance und Verwaltung

24% der Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Rheinland-Pfalz51
14. Platz Governance und Verwaltung

19% der Bürgerinnen und Bürger in Rheinland-Pfalz schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Saarland53
10. Platz Governance und Verwaltung

18% der Bürgerinnen und Bürger im Saarland schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Sachsen53
12. Platz Governance und Verwaltung

19% der Bürgerinnen und Bürger in Sachsen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Sachsen-Anhalt54
8. Platz Governance und Verwaltung

25% der Bürgerinnen und Bürger in Sachsen-Anhalt schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Schleswig-Holstein52
13. Platz Governance und Verwaltung

24% der Bürgerinnen und Bürger in Schleswig-Holstein schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Thüringen56
6. Platz Governance und Verwaltung

19% der Bürgerinnen und Bürger in Thüringen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Ø 54,6 Governance und Verwaltung Im Bereich Governance und Verwaltung wurde der Umsetzungsstand bei der Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen betrachtet und untersucht, wie die Digitalpolitik in den Ländern gesteuert wird.
Jahr
Baden-Württemberg68
6. Platz Digitale Gesellschaft

74% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Bayern65
8. Platz Digitale Gesellschaft

70% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Berlin62
11. Platz Digitale Gesellschaft

70% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Brandenburg61
12. Platz Digitale Gesellschaft

73% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Bremen55
16. Platz Digitale Gesellschaft

72% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Hamburg69
5. Platz Digitale Gesellschaft

72% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Hessen58
14. Platz Digitale Gesellschaft

70% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Mecklenburg-Vorpommern73
2. Platz Digitale Gesellschaft

67% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Niedersachsen63
10. Platz Digitale Gesellschaft

73% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Nordrhein-Westfalen65
9. Platz Digitale Gesellschaft

69% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Rheinland-Pfalz60
13. Platz Digitale Gesellschaft

67% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Saarland73
1. Platz Digitale Gesellschaft

73% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Sachsen73
3. Platz Digitale Gesellschaft

69% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Sachsen-Anhalt57
15. Platz Digitale Gesellschaft

65% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Schleswig-Holstein67
7. Platz Digitale Gesellschaft

69% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Thüringen69
4. Platz Digitale Gesellschaft

69% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Ø 64,8 Digitale Gesellschaft Um den Grad der digitalen Teilhabe in den Ländern einschätzen zu können, wurden die digitalen Kompetenzen und die Einstellung der Bürgerinnen und Bürger zur Digitalisierung erhoben und das Angebot von Informatikunterricht in den Ländern bewertet.

Best Practice

NRW.Genius

Das Projekt NRW.Genius dient als zentraler Rahmen zur Einführung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen. ​


Ein besonders sichtbarer, da für die Beschäftigten unmittelbar nutzbarer Bestandteil des Gesamtprojektes, ist die Verwaltungsassistenz NRW.Genius. Diese unterstützt die tägliche Arbeit in den Behörden, etwa bei der Texterstellung, Recherche, Zusammenfassung von Dokumenten oder der Strukturierung von Inhalten.


Ein weiterer, zentraler Baustein des Projekts ist die im landeseigenen Rechenzentrum von IT.NRW betriebene KI-Plattform. ​​
Auf Grundlage der Plattformarchitektur wird im laufenden Jahr zudem der Aufbau eines Angebots „AI as a Service“ vorangetrieben, das wie die Applikation NRW.Genius auf der KI-Plattform aufbaut. Ziel ist es, Behörden die Möglichkeit zu eröffnen, KI-Funktionalitäten – wie z.B. die Nutzung großer Sprachmodelle oder das sogenannte „Embedding“ – niedrigschwellig und standardisiert in eigene Fachverfahren und Anwendungen zu integrieren. ​


Quelle: Die Angaben stammen aus dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, Februar 2026.​

Digitalpolitische Vorhaben in Nordrhein-Westfalen

Digitale Wirtschaft

Förderprogramm „Mittelstand Innovativ & Digital (MID)“ zur Stärkung der digitalen Transformation von KMU
Mit dem Förderprogramm „Mittelstand Innovativ & Digital“ (MID) unterstützt die Landesregierung Nordrhein-Westfalen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der digitalen Transformation, der Entwicklung innovativer digitaler Produkte sowie beim Aufbau digitaler Resilienz gegenüber Cyberangriffen. 


Auch in den Jahren 2026 und 2027 bleibt MID ein zentrales Instrument der Landesregierung zur Stärkung der digitalen Wirtschaft. Im Fokus stehen insbesondere die Entwicklung digitaler Produkte und intelligenter Anwendungen, die Stärkung der IT-Sicherheit in Unternehmen sowie der Aufbau digitaler Kompetenzen im Mittelstand. Dazu gehört auch die Unterstützung von Unternehmen beim Einsatz neuer Technologien wie Künstlicher Intelligenz.


KI-gestützte Kollaborationsplattform „KOPLA“ für die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren
Neben der Vereinfachung des Fachrechts ist die Digitalisierung ein wesentlicher Beschleunigungshebel für Planungs- und Genehmigungsverfahren. Mit der in Entwicklung befindlichen Kollaborationsplattform „KOPLA“, zunächst für Verfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG), können Genehmigungsprozesse im Wirtschaftsverwaltungsvollzug Ende-zu-Ende, medienbruchfrei, cloud-gestützt und unabhängig von der Verfahrensart digital abgebildet werden. 


Die Plattform wird landesseitig entwickelt; bundesseitig (etwa zur Bildung einer föderalen Mitnutzungsallianz) bestehen Kooperationen mit BMUKN und BMDS. Zudem wurden in der Entwicklung kontinuierlich die potenziellen Nutzendengruppen aus Behörden und der Wirtschaft eingebunden.

Digitaler Staat

Landeseinheitliches API-Gateway als digitale Verwaltungsinfrastruktur im Land Nordrhein-Westfalen
Mit dem API-Gateway wird in Nordrhein-Westfalen ein Dienst geschaffen, der zwischen Onlinediensten und kommunalen IT-Systemen und Fachverfahren steht und die Datenlieferung vom Datenempfang vollständig entkoppelt. Das API-Gateway übernimmt dabei die Rolle eines standardisierten, sichernden und vermittelnden Intermediärs – das API-Gateway wird zum API-backbone der Verwaltung.


Die Vorteile dieses Ansatzes sind:

  • Zentrale Anbindung statt Punkt-zu-Punkt-Integration
    Kommunen und Fachverfahren binden sich einmalig an die Plattform an. Die Plattform stellt einheitliche, stabile APIs bereit und abstrahiert die Vielfalt fachlicher und technischer Standards auf Seiten der Onlinedienste. Insbesondere auch die unterschiedlichen organisatorischen Anbindungsprozesse einer Verwaltung an verschiedene Online-Dienste wird minimiert.
     
  • Standardisierte Annahme- und Übergabeprozesse
    Die Plattform stellt wohldefinierte APIs auf Basis etablierter Standards (zum Beispiel XÖV, FIT-Connect nach Vorgaben des IT-Planungsrat) bereit und kann zusätzlich marktübliche Schnittstellen integrieren. Eingehende Daten werden validiert, protokolliert und – falls erforderlich – in verwaltungsgeeignete Standards transformiert. Zukünftig besteht die Chance innerhalb des API-Gateways die validierten Daten, zum Beispiel um KI-basierte Bewertungen, anzureichern und so die zukünftige Antragsbearbeitung zu unterstützen.
     
  • API-basierte Entkopplung und Zukunftsfähigkeit
    Onlinedienste, Krankenhausinformationssysteme oder privatwirtschaftliche Anwendungen können ihre Daten über APIs liefern, ohne Kenntnisse über die Zielsysteme der Verwaltung zu benötigen. Die Plattform übernimmt Mapping, Transformation und Weiterleitung – und macht so technologische Weiterentwicklungen austauschbar.
     
  • Ökosystem statt Einzellösung
    Durch die Öffnung standardisierter APIs entsteht ein Plattform-Ökosystem, in dem private Anbieter Mehrwertdienste entwickeln können, während die Verwaltung eine verlässliche Basisinfrastruktur bereitstellt. Die Plattform wird damit vom reinen Transportmittel zum Enablement-Layer für digitale Verwaltungsleistungen.

    Das Schaffen eines zentralen API-Gateway für Nordrhein-Westfalen stellt eine staatliche Infrastrukturentscheidung im Sinne einer Basisinfrastruktur dar, vergleichbar mit Netzen, Registern oder Identitätsdiensten. Digitale Verwaltung setzt voraus, dass digitale Infrastruktur so vorhanden ist, dass sie einmal geschaffen wird und verbindlich ist. Ein zentrales API-Gateway stellt eine nutzbare Datentransport- und Integrationsinfrastruktur dar. Sie bildet die verbindende Schicht zwischen öffentlichen oder privaten Onlinediensten, Fachverfahren der Verwaltung und kommunalen IT-Systemen oder Registern.

Ein zentrales API-Gateway etabliert im Sinne einer Zielarchitektur ein „Hub-and-Spoke-Modell“: Der „Hub“ stellt die zentrale Plattform mit Governance, Sicherheit und Monitoring dar. Die Sphäre „Spokes“ umfasst die Onlinedienste, Fachverfahren und kommunalen Systeme. Die zentralen Funktionen sind der API-Gateway selbst, die Validierung und Transformation von Daten, die Protokollierung und das Monitoring sowie die Versionierung und das Lebenszyklusmanagement. Indem der zentrale API-Gateway auf bestehenden fachlichen und technischen Standards wie die X-Austauschstandards aufsetzt, wird der zentrale Gateway nutzbar und wirksam.


Das API-Gateway wird noch in diesem Jahr für die Nutzung durch die Kommunen bei ausgewählten Verwaltungsangeboten zur Verfügung stehen.

Digitale Gesellschaft

Portal Beteiligung NRW
Das Digitalministerium NRW stellt das Portal Beteiligung NRW allen Landes- und Kommunalbehörden zur Durchführung von Beteiligungsverfahren kostenfrei zur Verfügung. Diese können hierüber eigenverantwortlich formelle und informelle Verfahren der Bürgerbeteiligung durchführen. Für 2026 ist geplant, in Beteiligung NRW nunmehr auch digitale Unterschriften für Einwohneranträge und Bürger- und Volksbegehren zur Erweiterung der digitalen Teilhabe für Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen.


Bislang erfordert die Rechtslage in Nordrhein-Westfalen das Sammeln handschriftlicher Unterschriften für Einwohneranträge und Bürgerbegehren. Diese Vorgehensweise ist sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für die öffentlichen Stellen aufwändig und umständlich.


Die handschriftliche Unterschrift für die Unterstützung von Einwohneranträgen und Bürgerbegehren soll daher durch digitale Zeichnungen ersetzt werden. 
Die dazu notwendigen gesetzlichen Bestimmungen bzw. Änderungen werden gesetzlich umgesetzt. Damit können die genannten Verfahren rechtlich und technisch sicher digital abgebildet werden.

Ihre Ansprechpersonen

MA-Foto Sven Wagner

Sven Wagner

Bereichsleiter Smart City
Bitkom e.V.
Foto von Gianna Nina Albrecht

Gianna Nina Albrecht

Referentin Landespolitik & Internationales
Bitkom e.V.
Porträt Felix Lange

Felix Lange

Senior Data Analyst
Bitkom e.V.