Baden-Württemberg
Baden-Württemberg auf einen Blick
Gesamtwertung
Digitale Wirtschaft
Infrastruktur
Governance und Verwaltung
Gesellschaft
Baden-Württemberg im Länderindex
428 Startups wurden 2025 in Baden-Württemberg gegründet.
17 Startups wurden 2025 in Mecklenburg-Vorpommern gegründet.
658 Startups wurden 2025 in Nordrhein-Westfalen gegründet.
79 Startups wurden 2025 in Rheinland-Pfalz gegründet.
70 Startups wurden 2025 in Schleswig-Holstein gegründet.
30% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.
40% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.
42% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.
69% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.
43% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.
37% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.
30% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.
72% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.
23% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.
22% der Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
22% der Bürgerinnen und Bürger in Bayern schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
23% der Bürgerinnen und Bürger in Berlin schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
13% der Bürgerinnen und Bürger in Brandenburg schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
26% der Bürgerinnen und Bürger in Bremen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
20% der Bürgerinnen und Bürger in Hamburg schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
20% der Bürgerinnen und Bürger in Hessen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
20% der Bürgerinnen und Bürger in Mecklenburg-Vorpommern schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
25% der Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
24% der Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
19% der Bürgerinnen und Bürger in Rheinland-Pfalz schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
18% der Bürgerinnen und Bürger im Saarland schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
19% der Bürgerinnen und Bürger in Sachsen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
25% der Bürgerinnen und Bürger in Sachsen-Anhalt schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
24% der Bürgerinnen und Bürger in Schleswig-Holstein schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
19% der Bürgerinnen und Bürger in Thüringen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
74% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
70% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
70% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
73% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
72% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
72% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
70% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
67% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
73% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
69% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
67% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
73% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
69% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
65% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
69% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
69% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
Best Practice
IPAI
Künstliche Intelligenz (KI) ist ein riesiger Zukunftsmarkt. Zielsetzung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus ist es, mit dem Innovation Park Artificial Intelligence (IPAI) die Kommerzialisierung der Schlüsseltechnologie KI maßgeblich voranzubringen.
Mit dem IPAI in Heilbronn entsteht mit bis zu 50 Mio. € Landesförderung auf einem 30 Hektar großen Campus ein europaweit führendes Wertschöpfungszentrum für KI. Nach dem Spatenstich des IPAI CAMPUS am 21. Oktober 2025 in Anwesenheit des Bundeskanzlers und weiteren hochrangigen politischen Vertreterinnen und Vertretern erfolgte Ende 2025 der Baubeginn. Der IPAI soll die gesamte Wertschöpfungskette abbilden – von der Qualifizierung über die Forschung und Entwicklung bis hin zur Kommerzialisierung. Damit soll er einen wesentlichen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Baden-Württemberg und zur digitalen Souveränität Europas im Bereich KI leisten. Als wirtschaftlich tätiges Innovations- und Wertschöpfungszentrum im Weltklasse-Format soll der IPAI im Sinne eines bestmöglichen Ökosystems so konzipiert werden, dass er sowohl national als auch international etablierte Unternehmen, Start-ups, Forschungsakteure, Fachkräfte, Talente sowie Investoren anzieht. Dazu wird der IPAI unter anderem ein Start-up-Innovation Center mit Coworking-Flächen und passgenauen Beratungsdienstleistungen, ein KI-Reallabor mit Beta-Rechenzentrum, eine KI-Erlebniswelt, ein Schulungs- und Konferenzzentrum sowie ausreichend Flächenangebote für ansiedlungswillige Unternehmen bieten. Ebenso soll der IPAI Maßstäbe setzen mit einer ethisch verantwortungsvollen, menschzentrierten KI sowie bei Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Mithilfe der Landesförderung entsteht eine hochmoderne Infrastruktur, die Unternehmen und Start-ups die Möglichkeit bietet, ihre KI-Projekte voranzutreiben. Das schafft nicht nur Arbeitsplätze, sondern positioniert das Land auch als Vorreiter in der KI-Entwicklung und -anwendung. So sollen im IPAI und um den IPAI herum mittelfristig rund 5.000 Arbeitsplätze entstehen.
Der Betrieb des IPAI läuft aktuell im ersten eigenen Gebäude des IPAI, den IPAI SPACES. Auf vier Stockwerken und über 6.000 Quadratmetern finden Unternehmen und weitere Akteure eine physische Heimat für ein erstklassiges KI-Ökosystem. Im dort angesiedelten KI-Reallabor können Unternehmen auf einer Fläche von 400 Quadratmetern ihre KI-Lösungen schon in der Frühphase mit potenziellen Nutzenden und der Öffentlichkeit erproben und verbessern und mittels kollaborativer Innovationsprojekte schneller zum Ziel kommen. Darüber hinaus finden Besucherinnen und Besucher sowie Mitglieder des IPAI-Ökosystems hier ein Besucherzentrum, Demonstratorenflächen, Co-Working Spaces und Eventflächen. Zudem bietet beispielsweise ein einjähriges Fellowship Programm – die IPAI Residency –KI-Entwicklerinnen und -Entwicklern die Möglichkeit, ein eigenes KI-Projekt von der Wissenschaft in die Anwendung umzusetzen.
Quelle: Die Angaben stammen vom Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg, Februar 2026.
Digitalpolitische Vorhaben in Baden-Württemberg
Digitale Wirtschaft
Reallabore als Beschleuniger für Innovationen in digitalen Schlüsseltechnologien ausbauen
Reallabore sind ein vielversprechendes Instrument, um Innovationen in digitale Schlüsseltechnologien wie KI und Robotik schnell in die Umsetzung zu bringen und Investitionen in Wachstumsfelder zu steigern. Aufbauend auf erfolgreichen Pilotinitiativen will Baden-Württemberg dieses Potenzial zukünftig noch stärker nutzen und Unternehmen einen besseren Zugang zu physischen und digitalen Test- und Entwicklungsumgebungen ermöglichen. Reallabore bieten eine zeitlich befristete Experimentier- und Lernumgebung unter nahezu realen Bedingungen, um die Praxistauglichkeit auch unter Berücksichtigung regulatorischer Fragestellungen zu testen und für die Anwendung nachzujustieren. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg wird hierzu gezielt Reallabore u. a. in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Industrial Metaverse, Cybersecurity sowie KI-Robotik einrichten und fördern.
Regionale Digitale Hubs als Anlaufstellen für KMU und Motor für regionale digitale Ökosysteme etablieren
Baden-Württemberg wird sein Digital Hub-Netzwerk im Jahr 2026 maßgeblich weiterentwickeln: Einerseits unterstützen die regionalen Digital Hubs als Anlaufstellen vor Ort insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) branchenübergreifend bei der Digitalisierung. Sie dienen als Informations- und Experimentierräume und machen die Chancen digitaler Technologien für KMU greifbar. Andererseits bringen die Hubs regionale Anwender und Anbieter von digitalen Lösungen zusammen und tragen als Motor regionaler digitaler Ökosysteme dazu bei, dass konkrete Digitalisierungsprojekte in die Umsetzung kommen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag, um die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen durch erfolgreiche Digitalisierung zu verbessern.
Sie verknüpfen die vorhandenen Stärken des baden-württembergischen Mittelstands mit den Möglichkeiten neuer digitaler Technologien wie Künstlicher Intelligenz und Metaverse und ermöglichen Unternehmen so, zusätzliche Wertschöpfungspotenziale zu erschließen. Zudem werden die regionalen Digital Hubs mit ihren Angeboten stärker im ländlichen Raum präsent sein, etwa durch zeitlich begrenzte „Pop-up-Formate“. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg fördert zwölf regionale Digital Hubs ab 2026 mit 5,8 Mio. Euro.
Digitaler Staat
Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung soll weiter vorangetrieben werden
So wird mit „F13“ (https://opencode.de/de/software/f-13-ki-assistenz-5250) - eine Sammlung von standardisierten KI-Anwendungen und KI-Basisdiensten für die Landesverwaltung - weiterentwickelt. Dabei sollen eine tiefere Integration in die bestehenden IT-Systeme und der weitere Ausbau als grundlegende Infrastrukturkomponente umgesetzt werden. Unter Berücksichtigung ressortspezifischer KI-Bedarfe sollen fortlaufend und agil weitere Anwendungsgebiete für KI erschlossen werden. Dazu soll eine einheitliche KI-Architektur und -Infrastruktur (vgl. https://gitlab.opencode.de/baden-wuerttemberg/innenministerium/kiva) für die Landesverwaltung mit dem Fokus auf der datenschutzkonformen Entwicklung, der Integration und dem standardisierten Betrieb von KI-Anwendungen geschaffen werden. Redundante Entwicklungen in der Landesverwaltung können so vermieden und gleichzeitig die Grundlagen für ein modernes und innovatives, KI-gestütztes Arbeitsumfeld geschaffen werden. Begleitend soll das KI-Kompetenznetzwerk für die Landesverwaltung Baden-Württemberg „KI Ko BW“ bei der Identifizierung und Umsetzung von relevanten Use Cases unterstützen. Die Beschäftigten der Landesverwaltung sollen für die verstärkte Nutzung von KI befähigt werden. KI-Ko BW wird Schulungen und Informationsmaterialien für die gesamte Landesverwaltung zur Verfügung stellen.
NOVoz Kfz - Projekt zur Neuordnung elektronischer Verwaltungsleistungen am Beispiel der Kfz-Zulassung
These und Ausgangslage: Durch die Bündelung des Vollzugs von Verwaltungsleistungen können Synergieeffekte und Effizienzgewinne erzielt werden. Dafür muss u. a. die Digitalquote im Bereich der Kfz-Zulassung verbessert werden. Was ist dafür zu tun und was steht einer Bündelung ggf. im Weg?
Projektstart im Mai 2025 mit den Zielen:
- Neugestaltung der Kfz-Zulassung in Baden-Württemberg untersuchen.
- eine Blaupause für die Neugestaltung von anderen Verwaltungsaufgaben schaffen.
Aktueller Status:
- Die erste Projekt-Phase („Vorprojekt“) im September 2025 ist erfolgreich abgeschlossen.
- Zahlreiche Erkenntnisse, die sich auch auf andere Aufgaben übertragen lassen.
- Modernisierungsagenda Bund: Zentralisierung des Aufgabenvollzugs durch das BMV/BMDS.
- Fünf Erprobungsmaßnahmen mit mehreren Pilotbehörden haben im Januar 2026 begonnen und laufen bis Juni 2026.
Hintergründe zum Projekt:
- Die Digitalisierung der Verwaltungsleistungen eröffnet Modernisierungsmöglichkeiten im Lösungsraum der Organisation des Verwaltungsvollzugs. Dazu gehören auch die Bündelung und Zentralisierung von Verwaltungsaufgaben bzw. deren Vollzug. Es gibt zahlreiche Anknüpfungspunkte (Dresdner Forderungen, Initiative handlungsfähiger Staat, zuletzt Modernisierungsagenda des Bundes und föderale Modernisierungsagenda).
Registermodernisierung: Projekte in Steuerung BW / landesinterne Projekte
Nach erfolgreichem Anschluss an die erste Ausbaustufe des NOOTS mitsamt Nachweisdatenaustausch (insb. durch bürgerinitiierten Use Case "Bewohnerparkausweis beantragen") Folgeprojekte zu NOOTS 1.0 mit Bewohnerparkausweis sowie Elterngeld.
- IDA- und DSC-Anschluss: Nach Start des initialen Anschlussvorhabens unter Federführung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg zu IDNrG-Register 11B (Datenbestände Grundsicherung Arbeitssuchende/ SGB II) weitere Ertüchtigungs- und Rollout-Vorhaben in Umsetzung und Planung für Baden-Württemberg.
Pilotprojekt Registermodernisierung Register 11b
Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg beteiligt sich am bundesweiten Großprojekt zur Registermodernisierung mit dem Register 11b (bei den Trägern der Grundsicherung für Arbeitsuchende systematisch geführte personenbezogene Datenbestände nach dem SGB II). Gemeinsam mit den Jobcentern in den Landkreisen Ludwigsburg, Ravensburg und Ostalbkreis pilotiert das Ministerium die Weiterentwicklung dieser Register im Sinne des Once Only-Prinzips. Ziel ist es, behördliche Nachweise zukünftig digital und behördenübergreifend verfügbar und automatisiert abrufbar zu machen. Dadurch entfällt für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen die Notwendigkeit, in Behörden bereits vorliegende Informationen im Rahmen von Antragsprozessen erneut vorzulegen. Der gleichzeitige Anschluss an das derzeit entwickelte Datenschutzcockpit (DSC) garantiert ein hohes Schutzniveau der sensiblen Daten. Die Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt kommen auch zahlreichen weiteren Registern in der Umsetzung des Registermodernisierungsgesetzes zugute.
Digitale Gesellschaft
Stärkung der Medienkompetenz
- Einführung des neuen Faches Informatik und Medienbildung flächendeckend über alle Schularten ab Klasse 5
- Reduktion von negativen Auswirkungen des Medienverhaltens z. B. durch verbindliche Handyregelungen an Schulen
„Women in AI“ des IPAI in Heilbronn
Die Realität als auch Studien zeigen: Frauen sind in der KI-Branche unterrepräsentiert. Mit dem Projekt „Women in AI“ des IPAI in Heilbronn sollen mit einer Förderung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg in Höhe von rund 325.000 Euro mehr Frauen für die KI-Branche gewonnen werden. Mit „Women in AI“ soll ein starkes Zeichen für Chancengleichheit und Diversität in dem zukunftsentscheidenden Technologiefeld der Künstlichen Intelligenz gesetzt werden. Dazu soll einerseits der Zugang zu KI-Jobs und KI-nahen Aufgaben verbessert werden, etwa durch den erleichterten Zugang zu bedeutenden Netzwerken, Weiterbildungen und beruflichen Chancen. Andererseits soll auch der Verbleib in diesen Jobs gefördert werden. Dazu wird ein Leistungsbündel geschaffen, welches Angebote von Workshops und Trainings über Mentoring-Programme bis hin zu familiengerechten Strukturen bereithalten wird.