Arbeitskreis Cognitive Computing

Art des Gremiums:
Arbeitskreis
Kompetenzbereich:
IT-Services
Informationen für Bitkom-Mitglieder:
Mitgliederportal

Nachfolgend werden die Ziele, Themen und Aktivitäten des Bitkom-Arbeitskreises Cognitive Computing (CC) beschrieben. Diese Beschreibung wird nach der Wahl des Vorstands im November 2016 den neuen Erkenntnissen angepasst.

Hintergrund

„Künstliche Intelligenz stellt die Autoproduktion auf den Kopf“ – mit dieser Aussage konfrontierte Volkswagen Group CIO Martin Hofmann im Februar 2016 seine Kollegen. Hofmann signalisierte damit, dass sich führende deutsche Unternehmen längst mit kognitiven Systemen auseinandersetzen.

Noch vor kurzer Zeit wurde die Künstliche Intelligenz (KI) als wenig praxisrelevantes Spezialgebiet von Computerwissenschaftlern abgetan. Diese Sicht hat sich grundlegend gewandelt, seit die globalen Internetunternehmen massiv in KI investieren, enorme Fortschritte in der Anwendung erzielten und die vierte Entwicklungsphase kognitiver Systeme einläuteten.

In den 50er Jahren erhofften die Wissenschaftler, einen „Generellen Problemlöser“ schaffen zu können. In den nachfolgenden Jahrzehnten wurden Expertensysteme entwickelt, die sich auf formalisiertes Expertenwissen stützten. Die dritte Phase ist durch maschinelles Lernen gekennzeichnet. Kognitive Systeme wurden mit Massendaten trainiert. Gegenwärtig werden die Erkenntnisse aus den Phasen 2 und 3 kombiniert. Formalisiertes Expertenwissen wird mit maschinellem Lernen ergänzt. Kognitive Systeme mit vollkommen neuen Möglichkeiten entstehen und ziehen in Unternehmen und Organisationen ein. Dabei wird Big Data zum „Turbolader“ der KI .

Was ist „Cognitive Computing“

Kognitive Systeme sind Plattformen, die mit natürlicher Sprache umgehen können und über Fachwissen verfügen, sodass sie Inhalte verstehen, bewerten und erlernen können. Für kognitive Systeme bieten sich äußerst vielfältige Anwendungen. Naheliegend sind im ersten Schritt Assistenzsysteme, die in Bereichen wie Kollaboration, medizinische Bilderkennung, Einkaufsberatung, Frage- und Antwortsysteme beratend zur Seite stehen. Sie treten uns als selbstlernende Systeme gegenüber. Autonomes Fahren sowie Industrie 4.0-Anwendungen werden aus dem Cognitive Computing wesentliche Impulse aufnehmen.

Ausgereifte kognitive Systeme zeichnen sich durch vier Merkmale aus: Adaptivität, Interaktivität, Iterativität und Kontextualität. Marktforscher prognostizieren für ihren Einsatz ein rasantes Wachstum.

Ziele des Bitkom-Arbeitskreises Cognitive Computing

  • Der Erfahrungsaustausch zwischen Bitkom-Mitgliedern, die Vermittlung von neuestem Management-, Markt- und Technologiewissen im Cognitive Computing sowie die Projekt- und Ergebnisorientierung der Arbeit sollen den mitwirkenden Unternehmen Wettbewerbsvorteile verschaffen und die Basis für die Kooperation spezialisierter Anbieter erweitern. Bitkom-Mitglieder sollen angeregt werden, kognitive Technologien in ihre Produkte und Services einzubinden und auch neue Angebote wie z.B. Cognitive Frameworks zu entwickeln.
  • Spezielles Ziel des AK ist die Erweiterung des Marktes für Cognitive Computing durch die Bereitstellung von Entscheidungshilfen für Kunden (Positionspapiere, Leitfäden, Sachargumentationen, Best Practice, (Presse )Informationen etc.) und durch die Einflussnahme auf die öffentliche Wahrnehmung der durch Cognitive Computing entstehenden Wachstumspotentiale.
  • Die frühzeitige Erschließung des Technologiebereichs Cognitive Computing für die Mitgliedschaft ist gleichzeitig ein Beitrag, die Attraktivität des Bitkom weiter zu entwickeln. Dabei wird der AK CC partnerschaftlich mit dem AK Big Data, dem AK Industrie 4.0 und weiteren Bitkom-Gremien zusammenarbeiten.

Themen

  • Technologien, die die Leistungsfähigkeit kognitiver Systeme prägen
  • Markttransparenz - Anbieter im Bereich Cognitive Computing und ihre Lösungen
  • Rahmenbedingungen für den Einsatz von Cognitive Computing in Wirtschaft und im Öffentlichen Bereich
  • Nutzungsszenarien aus Anwendersicht, Best Practices, Anwendererfahrungen
  • Entwicklung kognitiver Software und Einbettung kognitiver Frameworks in bestehende Software.

Aktivitäten des AK CC

In den fünf Themenfeldern gibt es gegenwärtig mehr Fragen als Antworten.

Hieraus leitet sich der Bedarf ab, mit vom AK CC erarbeiteten Leitfäden und Positionspapieren Antworten anzubieten. Bei ihrer Entwicklung sollen neben der Bitkom-IT-Plattform auch Kreativmethoden zum Einsatz kommen – mit dem Nebeneffekt für die Akteure, ihre Methodenkompetenz zu erweitern.

Für den Dialog mit den Anwendern von Cognitive Computing wird der AK CC zunächst die etablierten Bitkom-Formate wie den Big Data Summit oder die hub Konferenz nutzen.

Bild zum Ansprechpartner

Dr. Mathias Weber

Bereichsleiter IT-Services Bitkom e.V.

Weitere Informationen

Programm für die nächsten Monate

  • Meeting 3/15.09.2016 „Technologien und Trends im Cognitive Computing“
  • Meeting 4/07.11.2016 „Einstiegsszenarien für Unternehmen in Cognitive Computing“
  • Meeting 5/2016 oder 1/2017 „Cognitive Computing: Nutzungsszenarien aus Anwendersicht“

Kommissarischer Vorstand

  • Stephan Bohr, Head of Knowledge & Collaboration Advisory (EMEA), PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
  • Vera Geier, Program Manager UX Design Services | Design & Co-Innovation Center, SAP SE
  • Dr. Manfred Langen, Principal Key Expert für Collaboration, Social Computing, KM-Strategieberatung sowie Enterprise 2.0, Siemens AG
  • Dr. Peter Schütt, Leader Collaboration Solutions Strategy & Knowledge Management, IBM Deutschland GmbH (Vorsitzender)

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Dr. Mathias Weber

Bereichsleiter IT-Services Bitkom e.V.