Berlin, 04. September 2026 – In den vergangenen Tagen sind mehrere mutmaßliche Angriffsversuche auf die Strominfrastruktur bekannt geworden. Dazu erklärt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder:
„Die wiederholten mutmaßlichen Sabotageversuche der vergangenen Tage zeigen: Unsere Energieinfrastruktur ist als Angriffsziel verwundbar und muss besser geschützt werden. Dabei geht es nicht nur um physische Angriffe und Sabotage, sondern ebenso um Cyberangriffe. Aktuelle Bitkom-Untersuchungen zeigen: 74 Prozent der deutschen Haushalte halten das Stromnetz in Deutschland für anfällig gegenüber Sabotage oder gezielten physischen Angriffen, etwa auf Leitungen oder Umspannwerke, 71 Prozent sehen eine Anfälligkeit gegenüber Cyberangriffen. Gleichzeitig sagen 93 Prozent, dass beim Umbau des Energiesystems auf Sicherheit genauso viel Wert gelegt werden sollte wie auf Klimaschutz und Kosten.
Digitale Technologien spielen dabei eine Schlüsselrolle: Tausende Kilometer Stromnetze und eine Vielzahl dezentraler Anlagen lassen sich ohne digitale Überwachung und robuste Cybersicherheitsmaßnahmen weder zuverlässig absichern noch stabil betreiben. Sicherheit muss deshalb Teil des Umbaus unseres Energiesystems sein. Zugleich sollten sich auch die Haushalte als Teil einer klugen Krisenvorsorge besser auf mögliche Stromausfälle vorbereiten. Dafür bieten sich unter anderem größere Pufferspeicher und kleinere Systeme für eine unterbrechungsfreie Stromversorgung an, wodurch zumindest der Internetzugang und die Haustechnik für einen gewissen Zeitraum am Laufen gehalten werden können.“
Mehr zu Zukunft und Sicherheit des Energiesystems: https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Sorge-um-Stromnetz-Risiken-Sabotage-Cyberangriffe