Berlin, 13. Juli 2026 - Heute hat ein Expertengremium EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einen Bericht mit Empfehlungen zum Kinderschutz in der digitalen Welt und der möglichen Einführung eines Mindestalters für soziale Netzwerke vorgelegt. Dazu erklärt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder:
„Bitkom unterstützt das Ziel, Kinder und Jugendliche im digitalen Raum wirksam zu schützen und begrüßt, dass der Jugendmedienschutz europäisch besser abgestimmt werden soll. Der von den Experten vorgeschlagene risikobasierte und begleitete Zugang für Kinder unter 13 Jahren ist grundsätzlich sinnvoll. Schutz, Befähigung und Teilhabe müssen dabei immer gemeinsam gedacht werden.
Der Digital Services Act verpflichtet Plattformen bereits heute zu Schutzmaßnahmen für Minderjährige. Zudem sehen viele Angebote in ihren Nutzungsbedingungen bereits ein Mindestalter von 13 Jahren vor. Entscheidend ist deshalb, bestehende Regeln konsequent umzusetzen und durchzusetzen. Dabei sollte der risikobasierte Ansatz weiterhin das Leitprinzip bleiben.
Pauschale Zugangsbeschränkungen oder Verbote für ganze Altersgruppen wären dagegen der falsche Weg. Soziale Medien sind auch für junge Menschen wichtige Orte für Austausch, Information und gesellschaftliche Teilhabe. Kinder und Jugendliche sollten deshalb nicht grundsätzlich ausgeschlossen, sondern sicher, altersgerecht und mit elterlicher Unterstützung an digitale Angebote herangeführt werden. Medienkompetenz entsteht durch begleitete Praxis, nicht durch Ausschluss.“
Gemeinsam mit elf weiteren hochrangigen Organisationen hat Bitkom erst kürzlich eine Erklärung zum Umgang von Kindern und Jugendlichen mit digitalen Räumen veröffentlicht.