Bitkom Länderindex 2024 - Hessen

Hessen

3. Platz

Hessen auf einen Blick

  •   Landesregierung: CDU / SPD
  •   Gemeinden: 421
  •   Bevölkerung: 6.280.793
  •   Bruttoinlandsprodukt pro Kopf: 57.288 Euro

Gesamtwertung

PlatzKategorieIndex
3Gesamtergebnis63.7
7Wirtschaft55.5
2Infrastruktur78.0
1Governance und Verwaltung63.2
14Digitale Gesellschaft58.0
7 Wirtschaft 55.5

Digitale Wirtschaft

IndikatorIndex
IT-Fachkräfte79.5Informatik-Auszubildende74.5Informatik-Studium43.1ITK-Unternehmen81.7Startup-Neugründungen23.2Forschung in Schlüsseltechnologien20.1Vergabe66.0
Gesellschaft

Infrastruktur

IndikatorIndex
5G99.2Glasfaser in Privathaushalten38.0Gigabitversorgung in Privathaushalten78.9Gigabitversorgung in Unternehmen74.0Gigabitversorgung in Schulen77.7Rechenzentren100.0
Governance und Verwaltung

Governance und Verwaltung

IndikatorIndex
OZG-Leistungen41.0Digitalministerium100.0Chief Digital Officer75.0Digitalkabinett100.0Digitalcheck100.0Finanzielle Steuerung100.0IT-Sicherheit100.0Digitalstrategie & Monitoring100.0Digitalisierungsgrad der Gemeinden44.0Nutzung digitaler Behördenleistungen51.1
Gesellschaft

Gesellschaft

IndikatorIndex
Digitalkompetenz66.1Informatikunterricht22.9Internetnutzung89.5Gerätenutzung 68.6Nutzung digitaler Behördenleistungen51.1Einstellung zur Digitalisierung78.4Überforderung47.5

Hessen im Länderindex

Jahr
Baden-Württemberg65605468Ø 61.8
Bayern59646265Ø 62.6
Berlin68705662Ø 63.8
Brandenburg45585061Ø 53.6
Bremen59755355Ø 60.6
Hamburg72786269Ø 70.3
Hessen56786358Ø 63.7
Mecklenburg-Vorpommern30604273Ø 51.1
Niedersachsen39725863Ø 58.2
Nordrhein-Westfalen51665665Ø 59.5
Rheinland-Pfalz40635160Ø 53.3
Saarland58625373Ø 61.7
Sachsen40575373Ø 55.6
Sachsen-Anhalt37615457Ø 52.4
Schleswig-Holstein38755267Ø 57.9
Thüringen29515669Ø 51.1
Ø 58,4 Gesamtwertung Der Gesamtwert ergibt sich aus den Indexwerten der vier Kategorien, die jeweils zu gleichen Teilen in die Gesamtberechnung einfließen.
Baden-Württemberg65
3. Platz Digitale Wirtschaft

428 Startups wurden 2025 in Baden-Württemberg gegründet.

Bayern59
4. Platz Digitale Wirtschaft

785 Startups wurden 2025 in Bayern gegründet.

Berlin68
2. Platz Digitale Wirtschaft

619 Startups wurden 2025 in Berlin gegründet.

Brandenburg45
9. Platz Digitale Wirtschaft

73 Startups wurden 2025 in Brandenburg gegründet.

Bremen59
5. Platz Digitale Wirtschaft

19 Startups wurden 2025 in Bremen gegründet.

Hamburg72
1. Platz Digitale Wirtschaft

203 Startups wurden 2025 in Hamburg gegründet.

Hessen56
7. Platz Digitale Wirtschaft

247 Startups wurden 2025 in Hessen gegründet.

Mecklenburg-Vorpommern30
15. Platz Digitale Wirtschaft

17 Startups wurden 2025 in Mecklenburg-Vorpommern gegründet.

Niedersachsen39
12. Platz Digitale Wirtschaft

168 Startups wurden 2025 in Niedersachsen gegründet.

Nordrhein-Westfalen51
8. Platz Digitale Wirtschaft

658 Startups wurden 2025 in Nordrhein-Westfalen gegründet.

Rheinland-Pfalz40
11. Platz Digitale Wirtschaft

79 Startups wurden 2025 in Rheinland-Pfalz gegründet.

Saarland58
6. Platz Digitale Wirtschaft

22 Startups wurden 2025 im Saarland gegründet.

Sachsen40
10. Platz Digitale Wirtschaft

120 Startups wurden 2025 in Sachsen gegründet.

Sachsen-Anhalt37
14. Platz Digitale Wirtschaft

33 Startups wurden 2025 in Sachsen-Anhalt gegründet.

Schleswig-Holstein38
13. Platz Digitale Wirtschaft

70 Startups wurden 2025 in Schleswig-Holstein gegründet.

Thüringen29
16. Platz Digitale Wirtschaft

27 Startups wurden 2025 in Thüringen gegründet.

Ø 49,2 Digitale Wirtschaft Um die Innovationskraft und den Digitalisierungsgrad der Wirtschaft beurteilen zu können, wurden die Relevanz der ITK-Branche und des Studien- und Ausbildungsfachs Informatik sowie die Anzahl der Startup-Gründungen, das Vergabewesen und die Anzahl von Forschungseinrichtungen in Schlüsseltechnologien betrachtet.
Baden-Württemberg60
12. Platz Digitale Infrastruktur

30% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Bayern64
8. Platz Digitale Infrastruktur

36% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Berlin70
6. Platz Digitale Infrastruktur

45% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Brandenburg58
14. Platz Digitale Infrastruktur

40% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Bremen75
3. Platz Digitale Infrastruktur

69% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Hamburg78
1. Platz Digitale Infrastruktur

77% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Hessen78
2. Platz Digitale Infrastruktur

38% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Mecklenburg-Vorpommern60
13. Platz Digitale Infrastruktur

42% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Niedersachsen72
5. Platz Digitale Infrastruktur

69% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Nordrhein-Westfalen66
7. Platz Digitale Infrastruktur

43% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Rheinland-Pfalz63
9. Platz Digitale Infrastruktur

37% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Saarland62
10. Platz Digitale Infrastruktur

28% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Sachsen57
15. Platz Digitale Infrastruktur

32% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Sachsen-Anhalt61
11. Platz Digitale Infrastruktur

30% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Schleswig-Holstein75
4. Platz Digitale Infrastruktur

72% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Thüringen51
16. Platz Digitale Infrastruktur

23% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Ø 65,6 Digitale Infrastruktur Für die Beurteilung der digitalen Infrastruktur wurden die Mobilfunk- und Internetversorgung sowie die Anschlussleistung der Rechenzentren in den Bundesländern analysiert.
Baden-Württemberg54
9. Platz Governance und Verwaltung

22% der Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Bayern62
2. Platz Governance und Verwaltung

22% der Bürgerinnen und Bürger in Bayern schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Berlin56
7. Platz Governance und Verwaltung

23% der Bürgerinnen und Bürger in Berlin schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Brandenburg50
15. Platz Governance und Verwaltung

13% der Bürgerinnen und Bürger in Brandenburg schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Bremen53
11. Platz Governance und Verwaltung

26% der Bürgerinnen und Bürger in Bremen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Hamburg62
3. Platz Governance und Verwaltung

20% der Bürgerinnen und Bürger in Hamburg schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Hessen63
1. Platz Governance und Verwaltung

20% der Bürgerinnen und Bürger in Hessen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Mecklenburg-Vorpommern42
16. Platz Governance und Verwaltung

20% der Bürgerinnen und Bürger in Mecklenburg-Vorpommern schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Niedersachsen58
4. Platz Governance und Verwaltung

25% der Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Nordrhein-Westfalen56
5. Platz Governance und Verwaltung

24% der Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Rheinland-Pfalz51
14. Platz Governance und Verwaltung

19% der Bürgerinnen und Bürger in Rheinland-Pfalz schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Saarland53
10. Platz Governance und Verwaltung

18% der Bürgerinnen und Bürger im Saarland schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Sachsen53
12. Platz Governance und Verwaltung

19% der Bürgerinnen und Bürger in Sachsen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Sachsen-Anhalt54
8. Platz Governance und Verwaltung

25% der Bürgerinnen und Bürger in Sachsen-Anhalt schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Schleswig-Holstein52
13. Platz Governance und Verwaltung

24% der Bürgerinnen und Bürger in Schleswig-Holstein schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Thüringen56
6. Platz Governance und Verwaltung

19% der Bürgerinnen und Bürger in Thüringen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Ø 54,6 Governance und Verwaltung Im Bereich Governance und Verwaltung wurde der Umsetzungsstand bei der Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen betrachtet und untersucht, wie die Digitalpolitik in den Ländern gesteuert wird.
Jahr
Baden-Württemberg68
6. Platz Digitale Gesellschaft

74% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Bayern65
8. Platz Digitale Gesellschaft

70% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Berlin62
11. Platz Digitale Gesellschaft

70% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Brandenburg61
12. Platz Digitale Gesellschaft

73% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Bremen55
16. Platz Digitale Gesellschaft

72% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Hamburg69
5. Platz Digitale Gesellschaft

72% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Hessen58
14. Platz Digitale Gesellschaft

70% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Mecklenburg-Vorpommern73
2. Platz Digitale Gesellschaft

67% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Niedersachsen63
10. Platz Digitale Gesellschaft

73% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Nordrhein-Westfalen65
9. Platz Digitale Gesellschaft

69% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Rheinland-Pfalz60
13. Platz Digitale Gesellschaft

67% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Saarland73
1. Platz Digitale Gesellschaft

73% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Sachsen73
3. Platz Digitale Gesellschaft

69% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Sachsen-Anhalt57
15. Platz Digitale Gesellschaft

65% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Schleswig-Holstein67
7. Platz Digitale Gesellschaft

69% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Thüringen69
4. Platz Digitale Gesellschaft

69% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.

Ø 64,8 Digitale Gesellschaft Um den Grad der digitalen Teilhabe in den Ländern einschätzen zu können, wurden die digitalen Kompetenzen und die Einstellung der Bürgerinnen und Bürger zur Digitalisierung erhoben und das Angebot von Informatikunterricht in den Ländern bewertet.

Best Practice

Pilotprojekt zur Verwaltungsdigitalisierung

Pilotprojekt „Blaupause für ein flächendeckendes digitales Angebot an Verwaltungsleistungen“: Im September 2025 haben der Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung und die hessische Ministerin für Digitalisierung und Innovation gemeinsam ein Pilotprojekt vereinbart, um eine bundesweit einsetzbare Blaupause für ein flächendeckendes digitales Angebot an Verwaltungsleistungen zu erstellen.​


Hintergrund ist, dass in den Kommunen unterschiedliche Digitalisierungsgrade bestehen, welche einem flächendeckenden digitalen Angebot an Verwaltungsleistungen entgegenstehen. Ziel ist es, einen Leitfaden und Maßnahmen zu entwickeln, damit kurzfristig eine bessere Flächendeckung der EfA-Onlinedienste erreicht wird und digitale Verwaltungsleistungen bei den Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen spürbar ankommen.​


Gemeinsam mit sechs hessischen Pilotkommunen (Wiesbaden, Kassel, Hattersheim, Rheingau-Taunus-Kreis, Wetteraukreis, Heuchelheim) wurden zentrale Herausforderungen identifiziert und Lösungsansätze priorisiert, bei denen angesetzt wird, um die Digitalisierung deutlich nach vorn und stärker in die Fläche zu bringen.​


Dabei wurde insbesondere von den kleineren Kommunen deutlich: Es fehlt häufig an Zeit sowie an technischer und IT-Expertise. Zudem wird die BundID in der Praxis noch zu oft als Zugangshürde wahrgenommen.​


Auf Basis dieser Erkenntnisse wird Hessen in enger Abstimmung mit dem Bund, den Kommunen und dem kommunalen IT-Dienstleister als erstes Land (neben Bayern) diese Blaupause konsequent in die Praxis überführen und damit ein nachnutzbares Best-Practice-Beispiel für andere Länder schaffen.​


In einem ersten Schritt werden bis Ende 2026 fünf besonders nachgefragte Verwaltungsleistungen größtmöglich flächendeckend digital in Hessen umgesetzt. Dies sind die An- und Ummeldung, das Aufenthaltsrecht für ausländische Staatsangehörige, der Führerscheinantrag, der Unterhaltsvorschuss sowie immissionsschutzrechtliche Genehmigungen für beispielsweise Windenergie- oder Chemieanlagen.​


Eine zentrale Rolle spielen dabei sog. Roll-in-Teams, die Kommunen bei der technischen Anbindung unterstützen und im Prozess gezielt begleiten. Der Bund übernimmt die Beauftragung und Bezahlung eines Generalunternehmers, was insbesondere kleinere Kommunen entlastet. Ergänzend entsteht ein zentraler Informations-Hub mit Leitfäden und Checklisten, während einheitliche Nachnutzungsverträge rechtliche Klarheit schaffen. Zudem wird das zentrale Nutzerkonto BundID gemeinsam mit hessischen Pilotkommunen benutzerfreundlicher weiterentwickelt. Die laufenden Betriebskosten der fünf Verwaltungsleistungen werden weiterhin vom Land Hessen übernommen. Zudem werden über das Budget der Digitalministerin den hessischen Ressorts bislang in dieser Legislatur zur Umsetzung von digitalen Verwaltungsleistungen etwa 85 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.​


Quelle: Die Angaben stammen vom Hessischen Ministerium für Digitalisierung und Innovation, Februar 2026. ​

Digitalpolitische Vorhaben in Hessen

Digitale Wirtschaft

Anwendungszentrum für KI und Quantencomputing 
Mit dem Anwendungszentrum für KI und Quantencomputing am Bertramshof in Frankfurt schafft das Digitalministerium in enger Kooperation mit dem bestehenden KI-Ökosystem einen zentralen Innovationsort, an dem Forschung, Wirtschaft und Start-ups zusammenkommen. Unternehmen erhalten Unterstützung bei der Entwicklung und Zertifizierung von KI-Lösungen, Start-ups finden Raum zum Experimentieren, Netzwerken und Arbeiten, und Bürgerinnen und Bürger können Zukunftstechnologien unmittelbar erleben. So entstehen Vertrauen, Akzeptanz und nachhaltiges Wachstum im digitalen Hessen. Die Eröffnung des Zentrums ist im Mai 2026 vorgesehen.


Hessische Rechenzentrumsstrategie
Hessen zählt zu den wichtigsten Rechenzentrumsstandorten Europas, mehr als die Hälfte aller Großrechenzentren Deutschlands befinden sich in Hessen. Mit der hessischen Rechenzentrumsstrategie werden drei Themenfelder adressiert: 

  1.  Die gezielte Ansiedlung, insbesondere hinsichtlich des Flächenbedarfes sowie der Landes- und Regionalplanung.
     
  2. Die Stärkung des digitalen Ökosystems durch den Ausbau und die Verlängerung digitaler Wertschöpfungsketten, Sicherung und Qualifizierung von Fachkräften sowie die Förderung von Innovationen und Netzwerkeffekten.
     
  3. Eine sichere Energieversorgung für einen attraktiven und resilienten Rechenzentrumsstandort. Anders als die nationale Rechenzentrumsstrategie liegt der Fokus auf regionalen Herausforderungen wie z.B. der Identifikation von geeigneten Flächen. Im März 2026 sollen die Eckpunkte der Studie vorgestellt werden, die Roadmap ist für Juni vorgesehen.

Digitaler Staat

Cloud-Strategie
Für schnelle Reaktionen auf unvorhergesehene Ereignisse oder zur effizienten Bearbeitung von Bürgeranliegen sind moderne Multi-Cloud-Infrastrukturen entscheidend. Sie bilden zudem die Grundlage für Vorhaben der Verwaltungsmodernisierung wie Registermodernisierung und KI-Nutzung. Besonders in Krisenzeiten sind die Resilienz und die Leistungsfähigkeit digitaler Strukturen für die Verwaltungsarbeit essenziell. Multi-Cloud-Lösungen bieten die notwendige Widerstandsfähigkeit gegen Ausfälle und Angriffe. Hessen hat eine Cloud-Strategie erarbeitet, mittels der die Nutzung von Multi-Cloud-Infrastrukturen innerhalb der Landesverwaltung umgesetzt, vereinheitlicht und zukunftsorientiert ausgerichtet werden soll.


Smart City und Region
Hessen hat für das Thema Smart Region schon frühzeitig mit einer Geschäftsstelle im Digitalministerium sowie dem Programm „Starke Heimat Hessen“ eine umfassende Unterstützung für die Kommunen bei wichtigen Zukunftsprojekten geschaffen. Seit 2021 wurden rund 125 Digitalisierungsvorhaben mit insgesamt rund 99 Millionen Euro ermöglicht. Auch nicht geförderte Kommunen profitieren durch den Wissenstransfer wie durch eine Best-Practice-Datenbank oder Erfahrungskreise. Unter anderem werden die kommunalen Verwaltungen beim Katastrophenschutz unterstützt, beispielsweise bei der Installation eines Starkregenfrühalarmsystems, das künftig auf fast 50 Prozent der Fläche Hessens verfügbar sein wird, Tendenz weiter steigend. Oder bei der bedarfsgerechteren Planung des ÖPNV durch die Erfassung der Mobilitätsbedarfe. 

Digitale Gesellschaft

„Ehrenamt digitalisiert!“
Das Förderprogramm „Ehrenamt digitalisiert!“ dient seit 2020 der Unterstützung gemeinnütziger Organisationen in Hessen. Seitdem wurden mehr als 980 Organisationen mit rund 9,2 Millionen Euro gefördert. Dabei geht es v.a. um interne Digitalisierung von Prozessen durch die Förderung von Hardware, Software, Fortbildungsmaßnahmen und Implementierungskosten. Inzwischen ermöglicht das Programm eine komplette digitale Abwicklung von der Antragstellung bis zur Bescheidung. Ab 2026 wird darüber hinaus die Abwicklung durch KI-Komponenten unterstützt und beim Förderschwerpunkt wird ein besonderes Augenmerk auf digitale Barrierefreiheit sowie den KI-Einsatz gelegt. Zudem wird die Bescheidung mit Erläuterungen in verständlicher Sprache ergänzt.


KI-Tour und KI-Botschafter
Um Verständnis und Akzeptanz von KI zu fördern, hat das Digitalministerium im März 2024 die Bürgertour „KI macht Zukunft – Hessen spricht über Künstliche Intelligenz“ gestartet: Dabei wurde bisher zehnmal KI dorthin gebracht, wo die Menschen sind: in Innenstädte.  Mit Partnerinnen und Partnern aus Wissenschaft, Kommunen und Wirtschaft werden KI-Lösungen anschaulich erklärt und interaktive Exponate zum Anfassen und Verstehen angeboten, um Vorbehalte abzubauen. Die Tour wird 2026 durch einen Wettbewerb zur Wahl von KI-Botschaftern ergänzt. KI braucht Gesichter, die sich in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen engagieren und diese neue Technologie und deren Chancen und Risiken praxis- und bürgernah präsentieren.

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MA-Foto Sven Wagner

Sven Wagner

Referent Smart City
Bitkom e.V.
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Gianna Nina Albrecht

Referentin Landespolitik & Internationales
Bitkom e.V.
Porträt Felix Lange

Felix Lange

Senior Data Analyst
Bitkom e.V.