Hessen
Hessen auf einen Blick
- Landesregierung: CDU / SPD
- Gemeinden: 421
- Bevölkerung: 6.280.793
- Bruttoinlandsprodukt pro Kopf: 57.288 Euro
Gesamtwertung
Digitale Wirtschaft
Infrastruktur
Governance und Verwaltung
Gesellschaft
Hessen im Länderindex
428 Startups wurden 2025 in Baden-Württemberg gegründet.
17 Startups wurden 2025 in Mecklenburg-Vorpommern gegründet.
658 Startups wurden 2025 in Nordrhein-Westfalen gegründet.
79 Startups wurden 2025 in Rheinland-Pfalz gegründet.
70 Startups wurden 2025 in Schleswig-Holstein gegründet.
30% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.
40% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.
42% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.
69% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.
43% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.
37% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.
30% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.
72% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.
23% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.
22% der Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
22% der Bürgerinnen und Bürger in Bayern schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
23% der Bürgerinnen und Bürger in Berlin schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
13% der Bürgerinnen und Bürger in Brandenburg schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
26% der Bürgerinnen und Bürger in Bremen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
20% der Bürgerinnen und Bürger in Hamburg schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
20% der Bürgerinnen und Bürger in Hessen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
20% der Bürgerinnen und Bürger in Mecklenburg-Vorpommern schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
25% der Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
24% der Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
19% der Bürgerinnen und Bürger in Rheinland-Pfalz schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
18% der Bürgerinnen und Bürger im Saarland schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
19% der Bürgerinnen und Bürger in Sachsen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
25% der Bürgerinnen und Bürger in Sachsen-Anhalt schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
24% der Bürgerinnen und Bürger in Schleswig-Holstein schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
19% der Bürgerinnen und Bürger in Thüringen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.
74% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
70% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
70% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
73% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
72% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
72% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
70% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
67% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
73% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
69% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
67% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
73% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
69% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
65% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
69% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
69% können sich sehr gut und eher gut vor Cyberkriminalität schützen.
Best Practice
Pilotprojekt zur Verwaltungsdigitalisierung
Pilotprojekt „Blaupause für ein flächendeckendes digitales Angebot an Verwaltungsleistungen“: Im September 2025 haben der Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung und die hessische Ministerin für Digitalisierung und Innovation gemeinsam ein Pilotprojekt vereinbart, um eine bundesweit einsetzbare Blaupause für ein flächendeckendes digitales Angebot an Verwaltungsleistungen zu erstellen.
Hintergrund ist, dass in den Kommunen unterschiedliche Digitalisierungsgrade bestehen, welche einem flächendeckenden digitalen Angebot an Verwaltungsleistungen entgegenstehen. Ziel ist es, einen Leitfaden und Maßnahmen zu entwickeln, damit kurzfristig eine bessere Flächendeckung der EfA-Onlinedienste erreicht wird und digitale Verwaltungsleistungen bei den Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen spürbar ankommen.
Gemeinsam mit sechs hessischen Pilotkommunen (Wiesbaden, Kassel, Hattersheim, Rheingau-Taunus-Kreis, Wetteraukreis, Heuchelheim) wurden zentrale Herausforderungen identifiziert und Lösungsansätze priorisiert, bei denen angesetzt wird, um die Digitalisierung deutlich nach vorn und stärker in die Fläche zu bringen.
Dabei wurde insbesondere von den kleineren Kommunen deutlich: Es fehlt häufig an Zeit sowie an technischer und IT-Expertise. Zudem wird die BundID in der Praxis noch zu oft als Zugangshürde wahrgenommen.
Auf Basis dieser Erkenntnisse wird Hessen in enger Abstimmung mit dem Bund, den Kommunen und dem kommunalen IT-Dienstleister als erstes Land (neben Bayern) diese Blaupause konsequent in die Praxis überführen und damit ein nachnutzbares Best-Practice-Beispiel für andere Länder schaffen.
In einem ersten Schritt werden bis Ende 2026 fünf besonders nachgefragte Verwaltungsleistungen größtmöglich flächendeckend digital in Hessen umgesetzt. Dies sind die An- und Ummeldung, das Aufenthaltsrecht für ausländische Staatsangehörige, der Führerscheinantrag, der Unterhaltsvorschuss sowie immissionsschutzrechtliche Genehmigungen für beispielsweise Windenergie- oder Chemieanlagen.
Eine zentrale Rolle spielen dabei sog. Roll-in-Teams, die Kommunen bei der technischen Anbindung unterstützen und im Prozess gezielt begleiten. Der Bund übernimmt die Beauftragung und Bezahlung eines Generalunternehmers, was insbesondere kleinere Kommunen entlastet. Ergänzend entsteht ein zentraler Informations-Hub mit Leitfäden und Checklisten, während einheitliche Nachnutzungsverträge rechtliche Klarheit schaffen. Zudem wird das zentrale Nutzerkonto BundID gemeinsam mit hessischen Pilotkommunen benutzerfreundlicher weiterentwickelt. Die laufenden Betriebskosten der fünf Verwaltungsleistungen werden weiterhin vom Land Hessen übernommen. Zudem werden über das Budget der Digitalministerin den hessischen Ressorts bislang in dieser Legislatur zur Umsetzung von digitalen Verwaltungsleistungen etwa 85 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.
Quelle: Die Angaben stammen vom Hessischen Ministerium für Digitalisierung und Innovation, Februar 2026.
Digitalpolitische Vorhaben in Hessen
Digitale Wirtschaft
Anwendungszentrum für KI und Quantencomputing
Mit dem Anwendungszentrum für KI und Quantencomputing am Bertramshof in Frankfurt schafft das Digitalministerium in enger Kooperation mit dem bestehenden KI-Ökosystem einen zentralen Innovationsort, an dem Forschung, Wirtschaft und Start-ups zusammenkommen. Unternehmen erhalten Unterstützung bei der Entwicklung und Zertifizierung von KI-Lösungen, Start-ups finden Raum zum Experimentieren, Netzwerken und Arbeiten, und Bürgerinnen und Bürger können Zukunftstechnologien unmittelbar erleben. So entstehen Vertrauen, Akzeptanz und nachhaltiges Wachstum im digitalen Hessen. Die Eröffnung des Zentrums ist im Mai 2026 vorgesehen.
Hessische Rechenzentrumsstrategie
Hessen zählt zu den wichtigsten Rechenzentrumsstandorten Europas, mehr als die Hälfte aller Großrechenzentren Deutschlands befinden sich in Hessen. Mit der hessischen Rechenzentrumsstrategie werden drei Themenfelder adressiert:
- Die gezielte Ansiedlung, insbesondere hinsichtlich des Flächenbedarfes sowie der Landes- und Regionalplanung.
- Die Stärkung des digitalen Ökosystems durch den Ausbau und die Verlängerung digitaler Wertschöpfungsketten, Sicherung und Qualifizierung von Fachkräften sowie die Förderung von Innovationen und Netzwerkeffekten.
- Eine sichere Energieversorgung für einen attraktiven und resilienten Rechenzentrumsstandort. Anders als die nationale Rechenzentrumsstrategie liegt der Fokus auf regionalen Herausforderungen wie z.B. der Identifikation von geeigneten Flächen. Im März 2026 sollen die Eckpunkte der Studie vorgestellt werden, die Roadmap ist für Juni vorgesehen.
Digitaler Staat
Cloud-Strategie
Für schnelle Reaktionen auf unvorhergesehene Ereignisse oder zur effizienten Bearbeitung von Bürgeranliegen sind moderne Multi-Cloud-Infrastrukturen entscheidend. Sie bilden zudem die Grundlage für Vorhaben der Verwaltungsmodernisierung wie Registermodernisierung und KI-Nutzung. Besonders in Krisenzeiten sind die Resilienz und die Leistungsfähigkeit digitaler Strukturen für die Verwaltungsarbeit essenziell. Multi-Cloud-Lösungen bieten die notwendige Widerstandsfähigkeit gegen Ausfälle und Angriffe. Hessen hat eine Cloud-Strategie erarbeitet, mittels der die Nutzung von Multi-Cloud-Infrastrukturen innerhalb der Landesverwaltung umgesetzt, vereinheitlicht und zukunftsorientiert ausgerichtet werden soll.
Smart City und Region
Hessen hat für das Thema Smart Region schon frühzeitig mit einer Geschäftsstelle im Digitalministerium sowie dem Programm „Starke Heimat Hessen“ eine umfassende Unterstützung für die Kommunen bei wichtigen Zukunftsprojekten geschaffen. Seit 2021 wurden rund 125 Digitalisierungsvorhaben mit insgesamt rund 99 Millionen Euro ermöglicht. Auch nicht geförderte Kommunen profitieren durch den Wissenstransfer wie durch eine Best-Practice-Datenbank oder Erfahrungskreise. Unter anderem werden die kommunalen Verwaltungen beim Katastrophenschutz unterstützt, beispielsweise bei der Installation eines Starkregenfrühalarmsystems, das künftig auf fast 50 Prozent der Fläche Hessens verfügbar sein wird, Tendenz weiter steigend. Oder bei der bedarfsgerechteren Planung des ÖPNV durch die Erfassung der Mobilitätsbedarfe.
Digitale Gesellschaft
„Ehrenamt digitalisiert!“
Das Förderprogramm „Ehrenamt digitalisiert!“ dient seit 2020 der Unterstützung gemeinnütziger Organisationen in Hessen. Seitdem wurden mehr als 980 Organisationen mit rund 9,2 Millionen Euro gefördert. Dabei geht es v.a. um interne Digitalisierung von Prozessen durch die Förderung von Hardware, Software, Fortbildungsmaßnahmen und Implementierungskosten. Inzwischen ermöglicht das Programm eine komplette digitale Abwicklung von der Antragstellung bis zur Bescheidung. Ab 2026 wird darüber hinaus die Abwicklung durch KI-Komponenten unterstützt und beim Förderschwerpunkt wird ein besonderes Augenmerk auf digitale Barrierefreiheit sowie den KI-Einsatz gelegt. Zudem wird die Bescheidung mit Erläuterungen in verständlicher Sprache ergänzt.
KI-Tour und KI-Botschafter
Um Verständnis und Akzeptanz von KI zu fördern, hat das Digitalministerium im März 2024 die Bürgertour „KI macht Zukunft – Hessen spricht über Künstliche Intelligenz“ gestartet: Dabei wurde bisher zehnmal KI dorthin gebracht, wo die Menschen sind: in Innenstädte. Mit Partnerinnen und Partnern aus Wissenschaft, Kommunen und Wirtschaft werden KI-Lösungen anschaulich erklärt und interaktive Exponate zum Anfassen und Verstehen angeboten, um Vorbehalte abzubauen. Die Tour wird 2026 durch einen Wettbewerb zur Wahl von KI-Botschaftern ergänzt. KI braucht Gesichter, die sich in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen engagieren und diese neue Technologie und deren Chancen und Risiken praxis- und bürgernah präsentieren.