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Bundestagswahl 2021: Digitale Identitäten

Bundestagswahl 2021: Digitale Identitäten

Wo wir stehen & was wir wollen

Mit der Verlagerung von immer mehr Alltagstätigkeiten in die digitale Welt, gewinnt der digitale Nachweis der eigenen Identität enorm an Bedeutung. Sichere, digitale Identitäten übernehmen bereits heute eine Schlüsselfunktion im digitalen Ökosystem: Sie garantieren hohe Sicherheitsanforderungen, schützen Individuen und Prozesse und schaffen Vertrauen zwischen Absendern und Empfängern. Um das Potenzial digitaler Identitäten zu heben, braucht es dabei vor allem eine Harmonisierung von Regulierung und ein Zusammenwirken von öffentlicher Hand und Privatwirtschaft.

Sichere digitale Authentifizierungs- und Identifizierungswege sind auch Grundlage für eine effektive Digitalisierung unseres Staates. Viele behördeninterne, aber auch bürger- und unternehmensbezogene Prozesse können erst über einen verlässlichen, digitalen Identitätsstandard vom physischen Bürgeramt in die digitale Zukunft der Verwaltung überführt werden. Insbesondere mit Blick auf den EU Vorschlag zur Digitalen Identität und die Umsetzung der europäischen eIDAS-Verordnung muss die Bundesregierung nationale Sonderregeln bei der Regulierung von Authentifizierungs- und Identifizierungswegen unbedingt vermeiden. Der EU Vorschlag zur Digitalen Identität bildet einen wichtigen Grundstein für sichere digitale Identitäten und Vertrauensdienste in der Europäischen Union. Die digitale Souveränität Europas wird gestärkt, indem digitale Identitäten etabliert und diese von EU-Bürgern EU-weit selbstbestimmt genutzt werden können. Für erfolgreichen Wettbewerb mit bestmöglichen Lösungen und einer erfolgreichen Durchsetzung der ID-Wallets muss sich Deutschland in der EU jetzt dafür einsetzen, dass mehrere Wallets nebeneinander im Markt existieren können.

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