Berlin, 04. August 2026 – Eine neue Grafikkarte für ein besseres Spielerlebnis, die aktuellste Konsole oder mehr Arbeitsspeicher für den Gaming-PC – viele Gamer wünschen sich ein Upgrade für ihre technische Ausstattung. Die Preise vieler Hardwarekomponenten sind zuletzt jedoch stark gestiegen und das hat auch Auswirkungen auf die Gaming-Branche. Mehr als ein Drittel der Gamerinnen und Gamer (37 Prozent) hat dieses Jahr den Kauf von Geräten, Zubehör oder Bauteilen aufgrund gestiegener Preise verschoben. Nur 11 Prozent zeigen sich von den Preissteigerungen unbeeindruckt und haben ihre Neuanschaffungen wie geplant umgesetzt. Insgesamt hatte fast die Hälfte (48 Prozent) den Kauf von Gaming-Hardware geplant. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.205 Personen ab 16 Jahren in Deutschland, darunter 663 Gamerinnen und Gamer.
„Der KI-Boom hat die weltweite Nachfrage nach leistungsfähigen Chips und Halbleitern deutlich erhöht“, erklärt Felix Ansmann, Gaming-Experte beim Bitkom. „Halbleiter stecken heute in fast allen technischen Geräten – natürlich auch in Gaming-Produkten. Deshalb sind die Folgen auch dort deutlich zu spüren.“
Besonders Käufe von Arbeitsspeichern wurden zurückgestellt. 16 Prozent der Gamerinnen und Gamer haben den Kauf von Arbeitsspeichern verschoben. Auch bei Spielekonsolen wartet ein Teil mit der Anschaffung bislang ab: Fast jede und jeder Zehnte (9 Prozent) hat den ursprünglich geplanten Kauf einer neuen Konsole verschoben. Bei Grafikkarten sind es 8 Prozent und bei Festplatten 6 Prozent. 30 Prozent der Gamerinnen und Gamer hatten in diesem Jahr keinen Kauf von Gaming-Hardware geplant. 6 Prozent geben an, grundsätzlich keine Gaming-Hardware zu kaufen.
Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.205 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt, darunter 663 Gamerinnen und Gamer. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 20 bis KW 24 2026 statt. Die Gesamtumfrage ist repräsentativ. Die Fragestellung lautete: „Für welche der folgenden Produkte zum Gaming haben Sie wegen der gestiegenen Preise dieses Jahr den Kauf verschoben?“, Mehrfachnennungen waren möglich. „Weiß nicht / keine Angabe“ lag bei 16 Prozent.