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Digitale Ökosysteme: kooperativ, effizient, transparent mit Open Source!

Bitkom Forum Open Source 2019

Digitale Ökosysteme: kooperativ, effizient, transparent mit Open Source!

Arena Erfurt im Steigerwaldstadion
Mozartallee 3 | 99096 Erfurt
17. September 2019

Die Digitalisierung schreitet mit unglaublicher Geschwindigkeit voran und durchdringt nahezu alle Branchen und Wirtschaftszweige. Damit wächst der Bedarf an qualifizierten IT-Fachkräften kontinuierlich und das bei gleichzeitig weniger zur Verfügung stehenden Ressourcen durch geburtenschwache Jahrgänge. So gilt es Arbeitskräfte, Expertenwissen aber auch Kapital zu bündeln, um gemeinsam der Digitalen Transformation zu begegnen.

Open Source hat sich über Jahrzehnte als transparente und effiziente Form der Zusammenarbeit bewährt. Durch gemeinsame Entwicklungen steigt nicht nur die Kosteneffizienz, sondern auch die Attraktivität als “Open Minded”-Arbeitgeber. Die Politik hat ebenso die Chancen durch eine Open-Source-basierte Zusammenarbeit zunehmend erkannt, um insbesondere den Gefahren für den Wirtschaftsstandort Deutschland durch Fachkräftemangel und knappe Ressourcen zu begegnen.

Das Bitkom Forum Open Source 2019 vertieft daher das Thema der Digitalen Ökosysteme und bietet eine Plattform für den Austausch, die Bestandsaufnahme und für Konzepte einer kooperativen, effizienten und transparenten Zusammenarbeit mit Open Source.

Die Schirmherrschaft über das 6. Bitkom Forum Open Source hat Wolfgang Tiefensee, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft des Landes Thüringen, übernommen.

Die Teilnahme am 6. Bitkom Forum Open Source ist kostenfrei und auch für Nicht-Mitglieder des Bitkom offen. Zur Anmeldung schreiben Sie bitte eine E-Mail unter Angabe Ihrer Kontaktdaten an Frank Termer (f.termer@bitkom.org).

Übrigens: Den Rückblick auf das Forum Open Source 2018 finden Sie hier.

Programm 2019

Das ausführliche Programm zum Forum kann nachfolgend heruntergeladen werden: Programm zum Bitkom Forum Open Source 2019.

Durch den Tag führen Karsten Reincke (Deutsche Telekom AG), Monika Schnizer (Fujitsu Technology Solutions GmbH) und Sebastian Hetze (Red Hat GmbH).

Themen

09:00

Registrierung & Welcome Coffee

10:00
Begrüßung


Holger Koch, DB Systel GmbH

10:10
Grußwort

Niklas Veltkamp, Bitkom e.V.

Niklas Veltkamp, Mitglied der Geschäftsleitung des Bitkom e.V., wird ein Grußwort sprechen.

10:20
Vorstellung der Ergebnisse der Studie "Open Source Monitor 2019"

Dr. Axel Pols, Bitkom Research GmbH
Lukas Gentemann, Bitkom Research GmbH

Parksaal

Die Studie »Open Source Monitor 2019« gibt erstmals einen Überblick zum Status Quo in Deutschland. Dazu wurde eine breit angelegte quantitative Erhebung konzipiert, um ein repräsentatives Gesamtbild mit verschiedenen Branchen- und Themenschwerpunkten zu erstellen. Die Studie will damit einen wichtigen Beitrag zur Bewertung von Open Source sowie zu möglichen Entwicklungslinien und Auswirkungen von Open Source leisten. Im Vortrag werden exklusiv erste Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt.

10:50
Von Lizenzdiskussion zur Kulturrevolution - Open Source im Unternehmen

Jan Wildeboer, Red Hat GmbH

Parksaal

Der Einsatz von Open Source ist der eine Teil. Der Umgang und die aktive Mitarbeit an Open Source Projekten aber der immer wichtiger werdende Teil. Was bedeutet Open Source für die interne Entwicklung? Für den Betrieb? Für die Sicherheit? Open Source stellt Herausforderungen an die Firmenkultur. Aus der Praxis für die Praxis - anhand einiger Beispiele die sowohl erfolgreich waren oder eben nicht werden Kriterien und Metriken abgeleitet, die klären was Open Source wirklich bedeutet.

11:20

Kaffeepause

11:40
Open-Source-Swinger-Clubs

Dr. Johannes Loxen, SerNet GmbH

Parksaal

Open-Source bietet dank freier Codebasis alle möglichen gewerblichen Kooperationsformen bei der Entwicklung von Software. Solche Entwicklungen zu verkaufen, zu koordinieren, umzusetzen und vertraglich sauber zu fassen, ist eine Herausforderung an alle Parteien. Der Vortrag greift drei Beispiele der jüngsten Zeit heraus und erzählt von Erfolgen und Misserfolgen und den Gründen dafür.

12:15
Do Open Source Better Together

Priyanka Sakundarwar, SAP SE

In dem Vortrag werden verschiedene Arten der Zusammenarbeit vorgestellt. In vier Kategorien werden beispielhaft Open Source-Projekte und -Initiativen vorgestellt und beleuchtet, die SAP mit gegründet hat bzw. in denen SAP mit anderen Firmen zusammenarbeitet.

12:45

Mittagspause

14:15
Open Source: Ohne Vertrauen geht es nicht!

Schlomo Schapiro, DB Systel GmbH

Parksaal

Der Vortrag gibt ein Update zur Entwicklung der Open Source Richtlinien bei DB Systel (Deutsche Bahn), beantwortet Fragen wie "Wie finden Unternehmen den richtigen Weg, um die positiven Effekte von Open Source mitzunehmen ohne das Unternehmen mit den Risiken zu überfordern?" oder "Welche Open Source Modelle erleichtern die Zusammenarbeit im Unternehmen, im Konzern und mit Externen?" und gibt Einblick in die Diskussionen, Denkweise, Argumentationen sowie Abwägungen auf dem Weg zum optimalen Kompromiss zwischen Kontrolle und Vertrauen. Damit wird es für die Teilnehmer leichter, diese und ähnliche Diskussionen in ihrer eigenen Umgebung erfolgreich zu führen.

Open Source Contributions – mehr als eine strategische Unternehmensentscheidung zur Zusammenarbeit

Dr. Catharina Maracke, Software Compliance Academy

Tagungsraum Nord

Immer wieder taucht im Rahmen einer Open Source Policy die Frage nach Open Source Contributions auf. Viele Unternehmen sind bei diesem Thema zurückhaltend oder untersagen Contributions durch Ihre Mitarbeiter ganz. Dabei wird verkannt, dass die Gestattung und Förderung von Contributions nicht nur als als eine der wichtigsten strategischen Entscheidungen zu sehen ist, sondern darüberhinaus auch als Grundlage für eine erfolgreiche Open Source Unternehmenskultur dient.

Erfolgsmetriken von Social Coding-Programmen

Johannes Nicolai, GitHub

Tagungsraum Süd

Jeder kann sich eine Software-Plattform installieren, sagen dass man jetzt "Open Source" und "Inner Source"-Praktiken praktiziert und es dann einen Erfolg per Definition nennen. Viele Unternehmen gehen einen Schritt weiter und messen auch die Effektivität ihrer Open Source und Inner Source-Bemühungen. Wie man Metriken, OKRs und PKIs jedoch wirklich auf einen betriebswirtschaftlichen Nutzen zurückführen kann, das ist oft noch nicht klar. Dieser Vortrag soll Klarheit schaffen.

14:50
Open Source Software im internationalen Konzern – Von 0 auf 100 in 15 Monaten

Michael Richter,

Parksaal

Open Source Software im internationalen Konzern - Von 0 auf 100 in 15 Monaten

Going Open Source – wie das proprietäre Softwareprojekt Open Source werden kann

Dr. Hendrik Schöttle, Osborne Clarke

Tagungsraum Nord

Wer heutzutage freie Software entwickeln und eigene Projekte als Open-Source-Software veröffentlichen will, sieht sich einer Vielzahl von Möglichkeiten gegenüber, von der Frage des Modells (offen oder geschlossen?) über die Wahl der Softwarelizenz bis hin zu wirtschaftlichen Fragen. Die Situation wird aber noch komplexer, wenn bestehende, bislang proprietäre Software den Grundstock bildet. Oft sind in diesen Fällen bestehende Softwarekomponenten und deren Lizenzen zu berücksichtigen, sodass nicht so frei agiert und entschieden werden kann wie bei einem Projekt, das auf der grünen Wiese begonnen wird. Im Vortrag wird dargestellt, welche Besonderheiten aus rechtlicher Sicht ins Spiel kommen, wenn bestehende, proprietäre Software als freie Software auslizenziert werden soll.

Open Source Contribution bei G DATA

Stefan Hausotte, G DATA Software AG

Tagungsraum Süd

Als traditioneller Closed Source Anbieter war die G DATA Software AG kaum an Open Source Projekten beteiligt. Das hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Mittlerweile besetzen G DATA Mitarbeiter Posten in großen Open Source Projekten und arbeiten täglich an offenen Lösungen. In diesem Talk wird vorgestellt, warum G DATA sich dazu entschlossen hat, stark in Open Source zu investieren und welche Vorteile sie sich davon versprechen.

15:25
Die Reise der Software von der Entstehung bis zur öffentlichen Verfügbarkeit als OSS Contribution

Oliver Fendt, Siemens AG

Parksaal

Bis Software, die in einer Firma geschrieben wurde als Open Source Contribution öffentlich verfügbar ist, muss sie einige Stationen innerhalb einer Firma durchlaufen. Der Vortrag stellt einen möglichen Ansatz vor, den notwendigen Prozess leichtgewichtig zu implementieren.

Rechtliche Überlegungen bei der unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit am Beispiel Joint Venture und Gemeinschaftsbetrieb

Dr. Timo Karsten, Osborne Clarke

Tagungsraum Nord

Ein stetig wachsender Digitalisierungsdruck und der dadurch angeheizte Wettbewerb um qualifizierte IT-Fachkräfte zwingt Unternehmen zu neuen Formen der Zusammenarbeit. Nur wer sich den Zugriff auf IT-Know How sichert, kann seine Ziele bei der digitalen Transformation umsetzen. Eine unternehmensübergreifenden und kollaborative Entwicklung von Open Source Software kann dem Ressourcenmangel abhelfen. Jede erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Unternehmen bedarf jedoch eines vertraglichen Rahmens, der die „Spielregeln“ der Kooperation festlegt. Wie dieser gestaltet sein kann, wird in diesem Vortrag behandelt.

SAP’s Open Source Outbound Prozess – Transparent, schnell und compliant durch End-to-End GitHub Tool Support

Fabienne Haag, SAP Deutschland SE & Co. KG
Amani Hajj Ali, Priyanka Sakundarwar, SAP SE

Tagungsraum Süd

Durch gemeinsame Entwicklungen steigt nicht nur die Kosteneffizienz, sondern auch die Attraktivität als »Open Minded«-Arbeitgeber. Dies sind zwei von vielen Gründen, weshalb Unternehmen immer mehr Open Source Software nutzen. Auch bei SAP ist diese Tendenz seit Jahren zu beobachten. Hierbei lag der Fokus lange Zeit auf »nutzen« von Open Source Software. Über die Zeit wurde immer deutlicher, dass SAP sich mehr in der Open Source Community engagieren und entsprechend auch Contributions beitragen muss.

15:55

Kaffeepause

16:25
Open Source is feeding the World

Ralph Müller, Eclipse Foundation Europe GmbH

In this talk, we will investigate a little more about where we came from and look into the details of this model of transparent industry collaboration in open source.

16:55
Abschluss

Holger Koch, DB Systel GmbH

17:00
Schlusswort

Valentina Kerst, Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

17:15

Networking bei Bier & Brezeln