Ein Keks mit einem Herz drauf
Presseinformation zur Pressekonferenz

KI kommt in der Liebe an

Welcher KI-Typ sind Sie? Jetzt starten und unsere 10 Fragen beantworten.

1. Gibt es Dinge, die Sie nur einer KI anvertrauen - nicht aber einem Menschen?

Damit sind Sie bereits in guter Gesellschaft! 
Ein Fünftel (20 Prozent) der deutschen Internetnutzerinnen und -nutzer sagt, es gibt Dinge, die sie nur einer KI anvertrauen – nicht aber einem Menschen. Besonders bei Jüngeren ist das verbreitet: Unter den unter 30-Jährigen gilt das sogar für fast ein Drittel. Für manche ist der Chatbot damit eine Art „geschützter Gesprächsraum“: jederzeit verfügbar, ohne Bewertung und ohne, dass jemand persönlich betroffen ist.

Hier ein Überblick, wo Sie in Ihrer Vergleichsgruppe stehen:

Alle  20 %
Frauen      19 %
Männer
 
22 %
 
16 bis 29 Jahre         32 %
30 bis 49 Jahre    24 %
50 bis 59 Jahre      8 %
60+ Jahre  10 %

Damit liegen Sie klar in der Mehrheit.
Rund drei Viertel (74 Prozent) der Internetnutzerinnen und -nutzer sagen, es gibt nichts, was sie nur einer KI anvertrauen würden. Für viele bleibt bei sehr persönlichen Themen der Austausch mit echten Menschen wichtiger als jedes digitale Gegenüber. Auch wenn KI inzwischen bei vielen Gesprächen hilft: Vertrauen und Nähe verbinden die meisten weiterhin mit anderen Menschen. 

Schauen Sie mal, wie die anderen geantwortet haben:

Alle  74 %
Frauen      75 %
Männer
 
73 %
 
16 bis 29 Jahre         64 %
30 bis 49 Jahre    71 %
50 bis 59 Jahre    88 %
60+ Jahre  83 %
2: Und hilft Ihnen KI mitunter, in Konflikten klarer zu kommunizieren?

Es gibt einige, denen es so geht! 
Rund ein Viertel (24 Prozent) der Internetnutzerinnen und -nutzer sagt, dass ihnen KI dabei hilft, klarer zu kommunizieren, zum Beispiel in schwierigen oder konfliktgeladenen Situationen. Ein Chatbot kann helfen, Gedanken zu sortieren, Worte zu finden oder eine heikle Nachricht etwas diplomatischer zu formulieren. Für manche ist KI damit wohl so eine Art digitaler „Formulierungshelfer“, wenn Gespräche emotional oder kompliziert werden. 

Hier ein Überblick, wo Sie in Ihrer Vergleichsgruppe stehen:

Alle  24 %
Frauen      24 %
Männer
 
24 %
 
16 bis 29 Jahre         31 %
30 bis 49 Jahre    26 %
50 bis 59 Jahre    20 %
60+ Jahre  15 %

Da geht es Ihnen wie den meisten. 
Gerade wenn es um persönliche oder schwierige Gespräche geht, verlassen sich viele lieber auf ihre eigenen Worte, auch wenn sie vielleicht nicht immer perfekt sind. Für viele bleibt direkte, unvermittelte Kommunikation ein wichtiger Teil echter Beziehungen. 

Hier können Sie schauen, wo Sie in Ihrer Vergleichsgruppe stehen:

Alle  66 %
Frauen      65 %
Männer
 
66 %
 
16 bis 29 Jahre         60 %
30 bis 49 Jahre    64 %
50 bis 59 Jahre    72 %
60+ Jahre  70 %
3. Was glauben Sie: Erkennen Sie, wenn eine andere Person eine Antwort an Sie per KI formuliert hat?

Das trauen sich tatsächlich schon viele zu.
Vier von zehn Internetnutzerinnen und -nutzern (40 Prozent) glauben, sie erkennen, wenn eine Nachricht mit Hilfe von KI formuliert wurde. Auffällig sind zum Beispiel auf besonders glatte Formulierungen, ungewöhnlich perfekte Grammatik oder ein Ton, der „ein bisschen zu rund“ wirkt. Ob man es tatsächlich immer erkennt, ist eine andere Frage, aber das Gefühl dafür haben inzwischen viele.

Auf eine Gruppe trifft das besonders zu:

Alle  40 %
Frauen      38 %
Männer
 
41 %
 
16 bis 29 Jahre         51 %
30 bis 49 Jahre    41 %
50 bis 59 Jahre    31 %
60+ Jahre  30 %

Damit sind Sie nicht allein.
Mehr als ein Drittel der Internetnutzerinnen und -nutzer (38 Prozent) sagt, sie würden nicht erkennen, ob eine Antwort mit Hilfe von KI formuliert wurde. Und tatsächlich verschwimmen die Grenzen immer mehr. KI kann Texte mitunter so schreiben, dass sie kaum noch von menschlichen Nachrichten zu unterscheiden sind. Man muss schon sehr genau hinschauen... 

Und was haben die anderen geantwortet?

Alle  38 %
Frauen      38 %
Männer
 
37 %
 
16 bis 29 Jahre         36 %
30 bis 49 Jahre    40 %
50 bis 59 Jahre    38 %
60+ Jahre  35 %
4. Wie finden Sie es denn, wenn jemand anderes mit Hilfe von KI mit Ihnen kommuniziert?

Damit gehören Sie zu einer kleineren, aber durchaus vorhandenen Gruppe.
Rund ein Viertel der Internetnutzerinnen und -nutzer sieht auch Vorteile, wenn KI beim Formulieren hilft. Manche finden es sogar hilfreich, etwa um Gedanken klarer auszudrücken oder Missverständnisse zu vermeiden. Für diese Menschen ist KI vielleicht weniger ein Ersatz für Kommunikation, sondern eher ein Werkzeug, um sie besser hinzubekommen. 

So stehen Sie in Ihrer Vergleichsgruppe:

Alle  31 %
Frauen      33 %
Männer
 
29 %
 
16 bis 29 Jahre         36 %
30 bis 49 Jahre    32 %
50 bis 59 Jahre    29 %
60+ Jahre  24 %

Das Gefühl teilen viele.
Die Mehrheit der Internetnutzerinnen und -nutzer (61 Prozent) findet es befremdlich, wenn jemand mit Hilfe von KI mit ihnen kommuniziert. Gerade bei persönlichen Gesprächen erwarten viele, dass Worte wirklich von der anderen Person kommen, und zwar mit all ihren Ecken, Kanten und vielleicht auch kleinen Fehlern. Wenn KI „mitspricht“, gefällt vielen das eher nicht. 

Hier ein Überblick, wo Sie in Ihrer Vergleichsgruppe stehen: 

Alle  61 %
Frauen      57 %
Männer
 
64 %
 
16 bis 29 Jahre         57 %
30 bis 49 Jahre    61 %
50 bis 59 Jahre    62 %
60+ Jahre  63 %
5. Und fühlen Sie sich von der KI gut verstanden, wenn Sie mit ihr chatten oder sprechen?

Damit liegen Sie ziemlich nah am Durchschnitt.
38 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer sagen, dass sie sich von einer KI häufig gut verstanden fühlen. Besonders bei Jüngeren ist dieses Gefühl stark verbreitet, dort sagt sogar etwa jede und jeder Zweite, dass die KI sie gut versteht. Klar: Ein Chatbot hört immer zu, reagiert geduldig  und stellt keine persönlichen Erwartungen. 

Gucken Sie mal, wie vor allem die Jüngeren geantwortet haben:

Alle  38 %
Frauen      35 %
Männer
 
41 %
 
16 bis 29 Jahre         50 %
30 bis 49 Jahre    37 %
50 bis 59 Jahre    33 %
60+ Jahre  30 %

Sie versteht mich einfach nicht! 
Das sagt rund die Hälfte der Internetnutzerinnen und -nutzer (49 Prozent). Für viele bleibt ein Chatbot eben doch ein Programm und kein echtes Gegenüber, das zwischen den Zeilen lesen oder Gefühle nachempfinden kann. Gerade bei persönlichen Themen vertrauen viele weiterhin darauf, dass nur andere Menschen sie wirklich verstehen können.

Was die anderen sagen:

Alle  45 %
Frauen      47 %
Männer
 
34 %
 
16 bis 29 Jahre         39 %
30 bis 49 Jahre    47 %
50 bis 59 Jahre    47 %
60+ Jahre  49 %
6. Es gibt Apps und Programme, mit denen sich digitale Freundinnen und Freunde oder Partnerinnen und Partner als Avatare erstellen lassen, also digitale Abbilder von Personen oder Fantasiefiguren. Mit diesen Avataren lässt sich dann chatten oder sprechen oder eine Freundschaft entwickeln. Können Sie sich vorstellen, so einen KI-Avatar zu nutzen?

Dann gehören Sie zu einer kleinen, aber realen Gruppe.
4 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer in Deutschland sagen, dass sie bereits einen solchen KI-Avatar nutzen. Solche digitalen Begleiter gibt es inzwischen in mehreren Apps, manche Menschen chatten regelmäßig mit ihnen oder bauen über längere Zeit eine Art Beziehung auf. Was heute noch ungewöhnlich wirkt, ist in einigen Ländern bereits deutlich verbreiteter. 

Hier ein Überblick, wo Sie in Ihrer Vergleichsgruppe stehen: 

Alle  4 %
Frauen      4 %
Männer
 
5 %
 
16 bis 29 Jahre         9 %
30 bis 49 Jahre    5 %
50 bis 59 Jahre    3 %
60+ Jahre  3 %

Damit sind Sie keineswegs allein.
Rund jede und jeder Fünfte (18 Prozent) kann sich vorstellen, einen solchen KI-Avatar zu nutzen. Die Idee eines digitalen Gegenübers, das jederzeit erreichbar ist und zuhört, wirkt auf viele zumindest interessant. Besonders Männer zeigen hier eine größere Offenheit als Frauen. 

Die Antworten der anderen sind spannend:

Alle  18 %
Frauen      13 %
Männer
 
23 %
 
16 bis 29 Jahre         22 %
30 bis 49 Jahre    26 %
50 bis 59 Jahre    13 %
60+ Jahre    9 %

Damit gehören Sie klar zur Mehrheit.
Rund sieben von zehn Internetnutzerinnen und -nutzern können sich nicht vorstellen, einen solchen KI-Avatar zu nutzen. Gerade wenn es um Freundschaft oder Partnerschaft geht, wünschen sich viele weiterhin ein echtes Gegenüber – mit echten Gefühlen, spontanen Reaktionen und gegenseitiger Nähe. 

Schauen Sie mal, was die anderen meinen:

Alle  72 %
Frauen      77 %
Männer
 
68 %
 
16 bis 29 Jahre         61 %
30 bis 49 Jahre    64 %
50 bis 59 Jahre    79 %
60+ Jahre  84 %
7. Was meinen Sie: Könnten solche KI-Avatare langfristig echte menschliche Nähe verdrängen?

Diese Befürchtung teilen einige. 
41 Prozent glauben, dass KI-Avatare langfristig echte menschliche Nähe verdrängen könnten. Für sie ist vorstellbar, dass digitale Begleiter immer stärker in Bereiche vordringen, die bisher Menschen vorbehalten waren, etwa Freundschaft oder Partnerschaft. 

Hier sieht man auch nur wenig Unterschiede zwischen den einzelnen Altersgruppen:

Alle  41 %
Frauen      43 %
Männer
 
39 %
 
16 bis 29 Jahre         38 %
30 bis 49 Jahre    42 %
50 bis 59 Jahre    39 %
60+ Jahre  44 %

Das meinen viele andere auch.
42 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer glauben nicht, dass KI-Avatare echte menschliche Nähe verdrängen werden. Für sie bleibt eine Beziehung mehr als gute Antworten oder ständige Verfügbarkeit. Digitale Begleiter mögen interessant sein, echte Nähe verbinden viele aber weiterhin mit anderen Menschen. 

So stehen Sie in Ihrer Vergleichsgruppe:

Alle  42 %
Frauen      38 %
Männer
 
45 %
 
16 bis 29 Jahre         50 %
30 bis 49 Jahre    43 %
50 bis 59 Jahre    45 %
60+ Jahre  33 %
8. Jetzt wird es ernst! Manche Menschen sagen, sie könnten auch romantische Gefühle für Ihre KI entwickeln. Und Sie?

Spannend! Und damit sind Sie nicht allein.
12 Prozent können sich vorstellen, romantische Gefühle für eine KI zu entwickeln. Wenn man viel miteinander spricht, sich verstanden fühlt und die KI immer da ist, kann da schon so etwas wie Nähe entstehen. Und mal ehrlich: Ein Gegenüber, das immer zuhört, nie genervt ist und auf jede Nachricht antwortet, das hat schon seinen Reiz. 

So sehen es die anderen im Detail:

Alle  13 %
Frauen      10 %
Männer
 
15 %
 
16 bis 29 Jahre         17 %
30 bis 49 Jahre    16 %
50 bis 59 Jahre    10 %
60+ Jahre    8 %

Romantische Gefühle für eine KI? Eher nicht. 
Das sagen 77 Prozent. Für viele gehört zu Liebe einfach mehr als gute Gespräche, nämlich echte Gefühle, spontane Momente und auch mal Chaos. 
Eine KI kann vieles sein, aber Schmetterlinge im Bauch verbinden die meisten dann doch lieber mit echten Menschen.

Und das zieht sich durch alle Altersgruppen:

Alle  77 %
Frauen      73 %
Männer
 
80 %
 
16 bis 29 Jahre         75 %
30 bis 49 Jahre    73 %
50 bis 59 Jahre    82 %
60+ Jahre  78 %
9. Wenn Sie jetzt an alle Fragen denken, die Sie bis hier beantwortet haben: Was glauben Sie - ist KI eher eine Chance oder eher ein Risiko für echte zwischenmenschliche Freundschaften und Beziehungen?

Dann sehen Sie vor allem die positiven Seiten und sind damit nicht allein.
22 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer sehen in KI eher eine Chance für Beziehungen. KI kann helfen, Gedanken zu sortieren, Konflikte zu entschärfen oder überhaupt erst ins Gespräch zu kommen. Für manche macht sie Kommunikation einfacher und damit Beziehungen manchmal sogar ein Stück stabiler. 

So haben die anderen geantwortet:

Alle  22 %
Frauen      19 %
Männer
 
26 %
 
16 bis 29 Jahre         17 %
30 bis 49 Jahre    16 %
50 bis 59 Jahre    10 %
60+ Jahre    8 %

Damit liegen Sie klar in der Mehrheit. 
65 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer sehen in KI eher ein Risiko für Beziehungen. Die Befürchtung ist möglicherweise, dass echte Gespräche seltener werden oder dass sich Nähe verändert, wenn immer öfter ein digitales System „dazwischen“ ist. Die große Frage bleibt: Unterstützt KI unsere Beziehungen – oder ersetzt sie am Ende genau das, was sie eigentlich ausmacht?

Das meinen die anderen:

Alle  65 %
Frauen      68 %
Männer
 
61 %
 
16 bis 29 Jahre         56 %
30 bis 49 Jahre    60 %
50 bis 59 Jahre    66 %
60+ Jahre  74 %
10. Schauen wir zum Schluss einmal in die Glaskugel. Was glauben Sie: Wird KI Beziehungen und Freundschaften in den nächsten 10 Jahren grundlegend verändern? Vielleicht haben Sie ja ein Bauchgefühl…

Damit liegen Sie ziemlich nah am Mehrheitsgefühl.
54 Prozent glauben, dass KI Beziehungen und Freundschaften in den nächsten zehn Jahren grundlegend verändern wird. Vieles deutet darauf hin, dass KI immer stärker in unseren Alltag rückt, und damit auch in unsere Gespräche, Konflikte und vielleicht sogar Gefühle. Wie genau sich das auswirkt, ist offen. Aber dass sich etwas verändert, davon gehen viele aus.

Schauen Sie mal, wo Sie stehen:

Alle 54 %
Frauen 54 %
Männer 55 %
16 bis 29 Jahre 62 %
30 bis 49 Jahre 53 %
50 bis 59 Jahre 57 %
60+ Jahre 48 %

Damit teilen Sie die Einschätzung eines guten Drittels.
30 Prozent glauben nicht, dass KI Beziehungen und Freundschaften grundlegend verändern wird. Für sie bleibt das, was Beziehungen ausmacht, im Kern menschlich: mit all den Emotionen, Missverständnissen und echten Begegnungen. Technik kann unterstützen, aber das Fundament bleibt für viele unverändert.

Hier können Sie nochmal sehen, wo Sie in Ihrer Vergleichsgruppe stehen:

Alle 30 %
Frauen 28 %
Männer 32 %
16 bis 29 Jahre 27 %
30 bis 49 Jahre 31 %
50 bis 59 Jahre 29 %
60+ Jahre 32 %
Hinweis zur Methodik

Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.449 Internetnutzerinnen und -nutzer in Deutschland ab 16 Jahren online befragt, darunter 1.004 Personen, die KI nutzen. Die Befragung fand im Zeitraum KW 3 bis KW 4 2026 statt. Die Umfrage ist repräsentativ.

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