17.05.2017 Finanzbranche setzt auf Digitalisierung

  • Bankenverband und Bitkom: Digitale Innovationen im Zahlungsverkehr auf eine europaweit einheitliche, rechtssichere Basis stellen
  • Zweite Zahlungsdiensterichtlinie bietet Chance für Vollharmonisierung in Europa
  • Digitalisierung des Finanzwesens ist heute Thema einer gemeinsamen Konferenz

Berlin, 17. Mai 2017 - Bankberatung per Videokonferenz im Wohnzimmer, Bezahlen im Supermarkt per Smartphone oder Online-Zinsportale, die es jedermann ermöglichen, sein Geld zu höheren Zinsen im Ausland anzulegen: Die Digitalisierung verändert derzeit das Finanzwesen grundlegend. Damit Deutschlands Banken und FinTech-Unternehmen ihre hervorragende Ausgangsposition im internationalen Wettbewerb nutzen können, müssen nach Ansicht des Bankenverbands und des Digitalverbands Bitkom Rahmenbedingungen geschaffen werden, die neue Geschäftsmodelle ermöglichen.

„Wir brauchen gleiche Wettbewerbsbedingungen in Europa. So bietet unter anderem die Zweite EU-Zahlungsdiensterichtlinie die Chance, eine Vollharmonisierung in diesem Bereich in Europa zu schaffen, ein echtes Level-Playing-Field“, sagt Andreas Krautscheid, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bankenverbandes. Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder betont: „Neue Technologien haben in der Finanzbranche schon immer vor allem auch zu mehr Komfort und mehr Sicherheit für die Kunden geführt – das gilt für die Einführung von Banknoten über Geldautomaten und Kreditkarten bis zum Mobile Banking per Smartphone. Innovative Ideen, ob sie von etablierten Banken oder von Start-ups kommen, brauchen Freiraum und dürfen nicht schon im Ansatz wegreguliert werden.“

Bankenverband und Bitkom fordern daher gemeinsam, die Umsetzung der zweiten EU-Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) mit ihren neuen technischen regulatorischen Standards der Europäischen Bankenaufsicht zu nutzen, um

1. eine zukunfts- und wettbewerbsfähige europäische Basis für die deutsche Finanzbranche zu legen,

2. ein innovationsfreundliches Klima zu schaffen, bei dem die Möglichkeiten von digitalen Lösungen umfänglich genutzt werden können,

3. Rechtssicherheit für Banken und FinTechs im Umgang mit den neu zu schaffenden Schnittstellen und technischen Möglichkeiten herzustellen und

4. europaweit einheitliche Maßstäbe für den Daten- und Verbraucherschutz im Zahlungsverkehr zu entwickeln sowie Daten- und Kundensicherheit digitaler Geschäftsmodelle zu garantieren.

Das Thema Digitalisierung der Finanzbranche ist heute auch Thema bei einer Diskussionsrunde mit dem Titel „Digitale Geschäftsmodelle: Chancen für alle Beteiligten?“, zu der Bankenverband und Bitkom gemeinsam einladen. Unter anderem diskutieren dort Gerd Billen, Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, Dr. Markus Pertlwieser, Chief Digital Officer bei der Deutsche Bank AG und Prof. Dr. Hendrik Send, Projektleiter Forschung am Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft, und. Die Veranstaltung beginnt um 12 Uhr. Ein Live-Stream ist verfügbar: https://www.youtube.com/user/bankenverb/live

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Markus Humpert

Bereichsleiter Digitale Transformation Bitkom e.V.
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Andreas Streim

Pressesprecher E-Mail: a.streim@bitkom.org Tel.: 030 27576-112 Bitkom e.V.

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