Länderindex 2024 - Baden-Württemberg

Baden-Württemberg

4. Platz

Baden-Württemberg auf einen Blick

  •   Landesregierung: Grüne / CDU
  •   Gemeinden: 1101
  •   Bevölkerung: 11.280.257
  •   Bruttoinlandsprodukt pro Kopf: 47.778 Euro

Gesamtwertung

PlatzKategorieIndex
4Gesamtwertung64.56Digitale Wirtschaft 65.49Digitale Infrastruktur65.55Governance und Verwaltung56.64Digitale Gesellschaft70.4
Gesellschaft

Digitale Wirtschaft

IndikatorIndex
IT-Fachkräfte75.9Informatik-Auszubildende73.1Informatik-Studium92.3ITK-Unternehmen64.0Startup-Neugründungen21.6
Gesellschaft

Infrastruktur

IndikatorIndex
5G93.6Glasfaser in Privathaushalten18.3Gigabitversorgung in Privathaushalten71.9Gigabitversorgung in Schulen61.5Gigabitversorgung in Unternehmen67.0Ladeinfrastruktur93.5
Gesellschaft

Governance und Verwaltung

IndikatorIndex
OZG-Leistungen31.7Digitalministerium50.0Chief Digital Officer100.0Digitalkabinett100.0Digitalcheck100.0Digitalstrategie & Monitoring100.0Digitalisierungsgrad der Gemeinden41.1
Gesellschaft

Gesellschaft

IndikatorIndex
Digitalkompetenz69.5Informatikunterricht50.0Internetnutzung88.5Gerätenutzung 57.7Nutzung digitaler Behördenleistungen80.6Einstellung zur Digitalisierung94.0Chancen der Digitalisierung88.3Überforderung56.0

Baden-Württemberg im Länderindex

Indexwerte der Bundesländer

Hamburg82856463Ø 73.5
Berlin85815664Ø 71.5
Bayern67706070Ø 66.9
Baden-Württemberg65665770Ø 64.5
Hessen68665864Ø 64.0
Nordrhein-Westfalen58715167Ø 61.9
Schleswig-Holstein50835062Ø 61.2
Sachsen46615872Ø 59.5
Bremen71723459Ø 59.1
Niedersachsen47774468Ø 59.0
Brandenburg43655563Ø 56.6
Saarland55593377Ø 56.1
Rheinland-Pfalz47654064Ø 54.1
Mecklenburg-Vorpommern31653979Ø 53.2
Sachsen-Anhalt31635362Ø 52.2
Thüringen34525062Ø 49.6
Berlin85
1. Platz Digitale Wirtschaft

468 Startups wurden 2023 in Berlin gegründet.

Hamburg82
2. Platz Digitale Wirtschaft
Bremen71
3. Platz Digitale Wirtschaft

17 Startups wurden 2023 in Bremen gegründet.

Hessen68
4. Platz Digitale Wirtschaft

186 Startups wurden 2023 in Hessen gegründet.

Bayern67
5. Platz Digitale Wirtschaft

477 Startups wurden 2023 in Bayern gegründet.

Baden-Württemberg65
6. Platz Digitale Wirtschaft

304 Startups wurden 2023 in Baden-Württemberg gegründet.

Nordrhein-Westfalen58
7. Platz Digitale Wirtschaft

413 Startups wurden 2023 in Nordrhein-Westfalen gegründet.

Saarland55
8. Platz Digitale Wirtschaft

17 Startups wurden 2023 im Saarland gegründet.

Schleswig-Holstein50
9. Platz Digitale Wirtschaft

54 Startups wurden 2023 in Schleswig-Holstein gegründet.

Rheinland-Pfalz47
10. Platz Digitale Wirtschaft

63 Startups wurden 2023 in Rheinland-Pfalz gegründet.

Niedersachsen47
11. Platz Digitale Wirtschaft

141 Startups wurden 2023 in Niedersachsen gegründet.

Sachsen46
12. Platz Digitale Wirtschaft

91 Startups wurden 2023 in Sachsen gegründet.

Brandenburg43
13. Platz Digitale Wirtschaft

52 Startups wurden 2023 in Brandenburg gegründet.

Thüringen34
14. Platz Digitale Wirtschaft

12 Startups wurden 2023 in Thüringen gegründet.

Sachsen-Anhalt31
15. Platz Digitale Wirtschaft

17 Startups wurden 2023 in Sachsen-Anhalt gegründet.

Mecklenburg-Vorpommern31
16. Platz Digitale Wirtschaft

19 Startups wurden 2023 in Mecklenburg-Vorpommern gegründet.

Ø 55,0 Digitale Wirtschaft Um die Innovationskraft und den Digitalisierungsgrad der Wirtschaft beurteilen zu können, wurden die Relevanz der ITK-Branche und des Studien- und Ausbildungsfachs Informatik sowie die Anzahl der Startup-Gründungen betrachtet.
Hamburg85
1. Platz Digitale Infrastruktur
Schleswig-Holstein83
2. Platz Digitale Infrastruktur

55% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Berlin81
3. Platz Digitale Infrastruktur

20% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Niedersachsen77
4. Platz Digitale Infrastruktur

48% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Bremen72
5. Platz Digitale Infrastruktur

25% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Nordrhein-Westfalen71
6. Platz Digitale Infrastruktur

30% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Bayern70
7. Platz Digitale Infrastruktur

24% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Hessen66
8. Platz Digitale Infrastruktur

21% der Haushalte in Hessen sind an das Glasfasernetz angebunden.

Baden-Württemberg66
9. Platz Digitale Infrastruktur

18% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Rheinland-Pfalz65
10. Platz Digitale Infrastruktur

17% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Brandenburg65
11. Platz Digitale Infrastruktur

37% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Mecklenburg-Vorpommern65
12. Platz Digitale Infrastruktur

34% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Sachsen-Anhalt63
13. Platz Digitale Infrastruktur

23% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Sachsen61
14. Platz Digitale Infrastruktur

23% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Saarland59
15. Platz Digitale Infrastruktur

9% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Thüringen52
16. Platz Digitale Infrastruktur

9% der Haushalte sind an das Glasfasernetz angebunden.

Ø 68,9 Digitale Infrastruktur Für die Beurteilung der digitalen Infrastruktur wurden die Mobilfunk- und Internetversorgung sowie die Ladeinfrastruktur in den Bundesländern analysiert.
Hamburg64
1. Platz Governance und digitale Verwaltung
Bayern60
2. Platz Governance und digitale Verwaltung

20% der Bürgerinnen und Bürger in Bayern schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Sachsen58
3. Platz Governance und digitale Verwaltung

15% der Bürgerinnen und Bürger in Sachsen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Hessen58
4. Platz Governance und digitale Verwaltung

14% der Bürgerinnen und Bürger in Hessen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Baden-Württemberg57
5. Platz Governance und digitale Verwaltung

13% der Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Berlin56
6. Platz Governance und digitale Verwaltung

25% der Bürgerinnen und Bürger Berlins schätzen ihre Stadt als sehr digital ein.

Brandenburg55
7. Platz Governance und digitale Verwaltung

10% der Bürgerinnen und Bürger in Brandenburg schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Sachsen-Anhalt53
8. Platz Governance und digitale Verwaltung

15% der Bürgerinnen und Bürger in Sachsen-Anhalt schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Nordrhein-Westfalen51
9. Platz Governance und digitale Verwaltung

25% der Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Schleswig-Holstein50
10. Platz Governance und digitale Verwaltung

16% der Bürgerinnen und Bürger in Schleswig-Holstein schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Thüringen50
11. Platz Governance und digitale Verwaltung

13% der Bürgerinnen und Bürger in Thüringen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Niedersachsen44
12. Platz Governance und digitale Verwaltung

14% der Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Rheinland-Pfalz40
13. Platz Governance und digitale Verwaltung

13% der Bürgerinnen und Bürger in Rheinland-Pfalz schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Mecklenburg-Vorpommern39
14. Platz Governance und digitale Verwaltung

11% der Bürgerinnen und Bürger in Mecklenburg-Vorpommern schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Bremen34
15. Platz Governance und digitale Verwaltung

26% der Bürgerinnen und Bürger Bremens schätzen ihre Stadt als sehr digital ein.

Saarland33
16. Platz Governance und digitale Verwaltung

20% der Bürgerinnen und Bürger im Saarland schätzen ihre Kommune als sehr digital ein.

Ø 50,1 Governance & digitale Verwaltung Im Bereich Governance & digitale Verwaltung wurde der Umsetzungsstand bei der Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen betrachtet und untersucht, wie die Digitalpolitik in den Ländern gesteuert wird.
Mecklenburg-Vorpommern79
1. Platz Digitale Gesellschaft

68% können sehr gut oder eher gut mit digitalen Geräten und Medien umgehen.

Saarland77
2. Platz Digitale Gesellschaft

65% können sehr gut oder eher gut mit digitalen Geräten und Medien umgehen

Sachsen72
3. Platz Digitale Gesellschaft

67% können sehr gut oder eher gut mit digitalen Geräten und Medien umgehen.

Baden-Württemberg70
4. Platz Digitale Gesellschaft

70% können sehr gut oder eher gut mit digitalen Geräten und Medien umgehen.

Bayern70
5. Platz Digitale Gesellschaft

69% können sehr gut oder eher gut mit digitalen Geräten und Medien umgehen.

Niedersachsen68
6. Platz Digitale Gesellschaft

66% können sehr gut oder eher gut mit digitalen Geräten und Medien umgehen.

Nordrhein-Westfalen67
7. Platz Digitale Gesellschaft

65% können sehr gut oder eher gut mit digitalen Geräten und Medien umgehen.

Berlin64
8. Platz Digitale Gesellschaft

67% können sehr gut oder eher gut mit digitalen Geräten und Medien umgehen.

Rheinland-Pfalz64
9. Platz Digitale Gesellschaft

66% können sehr gut oder eher gut mit digitalen Geräten und Medien umgehen.

Hessen64
10. Platz Digitale Gesellschaft

66% können sehr gut oder eher gut mit digitalen Geräten und Medien umgehen.

Hamburg63
11. Platz Digitale Gesellschaft
Brandenburg63
12. Platz Digitale Gesellschaft

67% können sehr gut oder eher gut mit digitalen Geräten und Medien umgehen.

Schleswig-Holstein62
14. Platz Digitale Gesellschaft

65% können sehr gut oder eher gut mit digitalen Geräten und Medien umgehen.

Thüringen62
13. Platz Digitale Gesellschaft

67% können sehr gut oder eher gut mit digitalen Geräten und Medien umgehen

Sachsen-Anhalt62
15. Platz Digitale Gesellschaft

66% können sehr gut oder eher gut mit digitalen Geräten und Medien umgehen.

Bremen59
16. Platz Digitale Gesellschaft

66% können sehr gut oder eher gut mit digitalen Geräten und Medien umgehen.

Ø 66,8 Digitale Gesellschaft Um den Grad der digitalen Teilhabe in den Ländern einschätzen zu können, wurden die digitalen Kompetenzen und die Einstellung der Bürgerinnen und Bürger zur Digitalisierung erhoben und das Angebot an Informatikunterricht in den Ländern bewertet.

Einstellung zur Digitalisierung
94% der Bürgerinnen und Bürger stehen der Digitalisierung sehr positiv oder eher positiv gegenüber.

88 %
sehen die Digitalisierung weit überwiegend oder eher als Chance.
42 %
fühlen sich sehr häufig oder eher häufig von digitalen Technologien überfordert.

Best Practice

MEDI:CUS

Das Projekt MEDI:CUS (Medizindaten-Infrastruktur: cloudbasiert, universell, sicher) ist Teil der dritten Förderrunde des von der Landesregierung angestoßenen „Forums Gesundheitsstandort Baden-Württemberg“. Dieses Projekt hat zum Ziel, zu einer anschlussfähigen und innovativen Versorgungslandschaft beizutragen und die Verfügbarkeit sowie die Nutzung von Gesundheitsdaten zum Wohle der Patientinnen und Patienten zu verbessern. MEDI:CUS setzt damit auch die Digitalisierungsstrategie des Landes „digital.LÄND“ aus dem Jahr 2022 um, die eine verbesserte Nutzung von Gesundheitsdaten für die Weiterentwicklung der gesundheitlichen Versorgung vorsieht. Aufgrund der Vielschichtigkeit eines solchen Vorhabens wurde im Jahr 2023 ein interministerielles Vorprojekt zu einer „Gesundheitscloud“ unter der Bezeichnung MEDI:CUS durchgeführt. Neben analytischen und quantitativen Untersuchungen lag besonderes Augenmerk darauf, mit den potenziellen Anwenderinnen und Anwendern auf Fach- und IT-Ebene Chancen und Risiken zu erörtern und so die Machbarkeit zu prüfen und zu bestätigen. 

Eine Gesundheitscloud kann die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen – von Universitätskliniken und Krankenhäusern über die gesamte Versorgungskette hinweg – vereinfachen und so die datengestützte Gesundheitsversorgung der Zukunft weiter vorantreiben. Neben technischen Basisdiensten, wie zum Beispiel der Verwaltung der Benutzerdaten oder Maßnahmen zur Cybersicherheit, soll MEDI:CUS auch spezifische Fachdienste anbieten. Dazu zählen beispielsweise ein Datenaustausch-Messenger und die Möglichkeit der direkten Telekonsultation zwischen medizinischem Personal untereinander – auch krankenhausübergreifend – sowie zwischen medizinischem Personal und Patientinnen und Patienten. So können nicht nur ärztliche Zweitmeinungen eingeholt, sondern auch Aufklärungsgespräche und Vor- oder Nachbesprechungen sicher und datenschutzkonform geführt werden. Es besteht dabei die Möglichkeit, Laborergebnisse, Bildmaterial oder medizinische Befundberichte auszutauschen. Das Projekt unter Federführung des Ministeriums des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen ist ein Paradebeispiel für ressortübergreifende Zusammenarbeit.

Quelle: Die Angaben stammen vom Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg, März 2024.

Digitalpolitische Vorhaben in Baden-Württemberg

Digitale Wirtschaft

Innovation Park Artificial Intelligence (IPAI) 
Künstliche Intelligenz (KI) ist ein riesiger Zukunftsmarkt. Zielsetzung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus ist es, mit dem Innovation Park Artificial Intelligence (IPAI) die Kommerzialisierung der Schlüsseltechnologie KI in Baden-Württemberg maßgeblich voranzubringen. Mit dem IPAI in Heilbronn entsteht mit bis zu 50 Mio. € Landesförderung auf einem rund 23 Hektar großen Campus ein europaweit führendes Wertschöpfungszentrum für KI. Der IPAI soll die gesamte Wertschöpfungskette  abbilden – von der Qualifizierung über die Forschung und Entwicklung bis hin zur Kommerzialisierung. Damit soll er einen wesentlichen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Baden-Württemberg und zur digitalen Souveränität Europas im Bereich KI leisten. Als wirtschaftlich tätiges Innovations- und Wertschöpfungszentrum im Weltklasse-Format soll der IPAI im Sinne eines bestmöglichen Ökosystems so konzipiert werden, dass er sowohl national als auch international etablierte Unternehmen, Start-ups, Forschungsakteure, Fachkräfte, Talente sowie Investoren anzieht. Dazu wird der IPAI unter anderem ein Start-up-Innovation Center mit Coworking-Flächen und passgenauen Beratungsdienstleistungen, ein Daten- und Rechenzentrum, Reallaborflächen, ein Besucher- und Schulungszentrum sowie ausreichend Flächenangebote für ansiedlungswillige Unternehmen bieten. Ebenso soll der IPAI Maßstäbe setzen mit einer ethisch verantwortungsvollen, menschzentrierten KI sowie bei digitaler Verantwortung, Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Durch gezielte Investitionen der Landesregierung entsteht eine hochmoderne Infrastruktur, die Unternehmen und Start-ups die Möglichkeit bietet, ihre KI-Projekte voranzutreiben. Das schafft nicht nur Arbeitsplätze, sondern positioniert das Land auch als Vorreiter in der KI-Entwicklung und -anwendung. So sollen im IPAI und um den IPAI herum mittelfristig rund 5.000 Arbeitsplätze entstehen. 

KI-Fortschrittszentrum „Lernende Systeme und Kognitive Robotik“
Das KI-Fortschrittszentrum wurde im Oktober 2019 von den Fraunhofer-Instituten IAO und IPA als zentrale Anlaufstelle für den Mittelstand im Cyber Valley, Europas größtem Forschungskonsortium im Bereich der künstlichen Intelligenz mit Sitz in der Region Stuttgart-Tübingen, gegründet. Mit finanzieller Förderung durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg soll das KI-Fortschrittszentrum insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen Zugang zu neuesten Ergebnissen der KI-Spitzenforschung verschaffen und sie bei der Entwicklung technologisch ambitionierter KI-Innovationen unterstützen. Hierfür wurde ein mehrstufiges Technologietransferkonzept entwickelt. Dieses reicht von Potenzialanalysen über technische Machbarkeitsstudien bis hin zur Entwicklung von Demonstratoren gemeinsam mit den Firmen. 
Zwei- bis dreimal jährlich schreibt das KI-Fortschrittszentrum Ideenwettbewerbe öffentlich aus, in denen sich Unternehmen mit ihren konkreten Innovationsideen auf die verschiedenen Unterstützungsangebote bewerben können. Insgesamt wurden seit 2019 im Rahmen der Projektförderung bereits über 200 Machbarkeitsstudien durchgeführt. Seit 2021 wird unter dem Dach des KI-Fortschrittszentrums auch der Bereich der Kognitiven Robotik, d.h. Technologien an der Schnittstelle von KI und Robotik, als zusätzliches Anwendungsfeld auf- und ausgebaut. Die Förderung des KI-Fortschrittszentrums durch das Land Baden-Württemberg beträgt im Zeitraum 2019 bis 2025 insgesamt 19 Mio. €.

Die Angaben stammen vom Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg, März 2024

Digitaler Staat

In Baden-Württemberg wird der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung mit dem Projekt „F13“ vorangetrieben. F13 ist der erste deutsche Verwaltungs-KI-Prototyp auf Basis eines Großen KI-Sprachmodells, der den Mitarbeitenden der Landesverwaltung KI-Unterstützung bei der Arbeit mit Texten bietet. F13 kann Texte zusammenfassen, Antworten auf landespolitische Recherchefragen geben und Textbausteine für das Erstellen von Dokumenten liefern. Mit der F13 "Zusammenfassung" können Texte komprimiert werden. Dies bedeutet beispielsweise, dass ein umfangreiches 100-seitiges Dokument auf 10 Seiten reduziert werden kann. Des Weiteren hilft die F13 "KV-Vermerk"-Funktion, umfangreiche Kabinettsvorlagen in prägnante Vermerke umzuwandeln. Dabei wird der Inhalt der Kabinettsvorlage zusammengefasst und in einen Vermerkentwurf überführt, der zur weiteren Bearbeitung heruntergeladen werden kann. Die F13 "Rechercheassistenz" unterstützt bei der Beantwortung landespolitischer Recherchefragen. Gerade bei repetitiven Tätigkeiten oder dem Erschließen von Informationen aus großen Textmengen bieten die Zusammenfassungs- und Recherchefunktionen hilfreiche Unterstützung. Abgesehen von diesen offensichtlichen Funktionen gibt es eine weitere, nicht sichtbare Funktion: die Fortbildung der Verwaltung. Der Prototyp erlaubt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, generative KI nicht nur im privaten Bereich, sondern auch in ihrem beruflichen Umfeld zu erkunden. Sie können so die Potenziale dieser Technologie wie auch die damit verbundenen Herausforderungen und Grenzen testen. 

Geplante Umsetzungsprojekte BW in der Gesamtsteuerung Registermodernisierung:

  1. Erprobung des nationalen Nachweisaustauschs:
    Anbindung der Nachweise Lichtbild und Unterschrift aus dem Personalausweisregister an die Fokusleistung Führerschein.
  2. Erprobung des nationalen Nachweisaustauschs:
    Anbindung der Daten der Finanzverwaltung der Länder an die Fokusleistung Unterhaltsvorschuss
  3. Fachliches Erprobungsprojekt Erforderlichkeit eines Adapters für Data Provider zum Anschluss an das NOOTS 

OZG-Hub 
Der Umsetzung des OZG stehen zahlreiche Hürden im Weg. In den 16 Ländern gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Software-Lösungen und Schnittstellen, abweichende rechtliche Voraussetzungen und diverse Digitalisierungsstrategien. Gleichzeitig gibt es bereits übergreifende föderale Schnittstellen, Nutzerkonten und Zustelllogiken, die jedoch noch nicht flächendeckend genutzt werden. Der OZG-Hub löst diese Herausforderung. Mit seinem modularen Aufbau, dem intuitiv zu nutzenden Formulardesigner, vorgefertigten Prozessbausteinen und bundesweit nutzbaren Schnittstellen, die je nach Bedarf hinzugefügt werden können, bietet der OZG-Hub eine innovative und effiziente Lösung für die flächendeckende Umsetzung des OZG. Diese Module sind vorhanden und müssen nicht jedes Mal neuentwickelt werden. Mit ihnen können digitale Bürgerdienste, von der Anmeldung über die Datenerfassung und die Bezahlung bis zur Übermittlung an Nutzerkonten und Fachverfahren, einfach gestaltet werden. Dies vereinfacht und beschleunigt die Bereitstellung von digitalen Bürgerdiensten enorm. Der OZG-Hub integriert sich in die föderale IT-Landschaft. Er beinhaltet bereits alle relevanten Schnittstellen, die für die EfA-konforme Nutzung und den bundesweiten Einsatz nötig sind. Der OZG-Hub bindet die BundID und Mein Unternehmenskonto ein. Er kann Daten über FIT-Connect zustellen und den Standard XBezahldienste einbinden. Der OZG-Hub kann noch mehr: Verwaltungen können bereits vorhandene Onlinedienste einfach (nach-)nutzen. Die Anpassungen erfolgen über Parameter, weitere Programmierarbeiten sind nicht nötig. Die Schnittstellen zu Parametrisierungsdiensten, die die einfache Anpassung vorhandener Online-Dienste ohne Programmieraufwand erlauben, sind bereits vorhanden und können einfach als Modul zu den Prozessen hinzugefügt werden.

Die Angaben stammen vom Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg, März 2024

Digitale Gesellschaft

Digitaler Aktionsplan "Entschlossen gegen Hass und Hetze"
Der Koalitionsvertrag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der CDU Baden-Württemberg vom 8. Mai 2021 sah die Einrichtung eines Kabinettsausschusses „Entschlossen gegen Hass und Hetze“ vor, welcher am 14. September 2021 durch den Ministerrat eingesetzt wurde. „Entschlossen gegen Hass und Hetze“ ist dabei nicht nur der Name, sondern auch das erklärte Ziel des ressortübergreifenden Kabinettsausschusses, dem das Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen vorsitzt. Weitere Mitglieder sind das Staatsministerium, das Ministerium der Justiz und für Migration, das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration sowie das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport. Die Arbeit des Kabinettsausschusses soll den Bürgerinnen und Bürgern zeitgemäß in Form eines digitalen und wachsenden Aktionsplans nahegebracht werden. Ziel ist es, jedes Arbeitspaket nach und nach in digitalem Format (vorrangig in Form von Videos) vorzustellen, um eine breite Öffentlichkeit vorwiegend über mobile Endgeräte zu erreichen. Des Weiteren werden Stimmen von Betroffenen und Betroffenenorganisationen als Voice-Nachricht veröffentlicht. Der Aktionsplan wird als Unterseite der bereits etablierten Landing-Page „Initiative Toleranz im Netz“ eingerichtet werden. Eine Veröffentlichung ist im Jahr 2024 vorgesehen.

Die Angaben stammen vom Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg, März 2024

Ansprechpartner

MA-Foto Sven Wagner

Sven Wagner

Referent Smart City
Bitkom e.V.
Foto von Gianna Nina Albrecht

Gianna Nina Albrecht

Referentin Landespolitik & Internationales
Bitkom e.V.
Porträt Felix Lange

Felix Lange

Senior Research Consultant
Bitkom e.V.