3D Drücke auf Schreibtisch neben Laptop und 3D Drucker

Bundestagswahl 2021: 3D-Druck

Bundestagswahl 2021: 3D-Druck

Wo wir stehen & was wir wollen

Additive Fertigungstechnologien entwickeln sich rasant. Deutsche Schlüsselbranchen nutzen diese bereits um direkt vor Ort, zeitnah und kostengünstig Prototypen, kleinen Serien, Ersatzteilen oder Werkzeuge zu fertigen. Die nächste Legislaturperiode sollte genutzt werden um hier bestehendes Potenzial auszubauen und Kompetenzfelder zu fördern, die für Deutschland die größte Hebelwirkung erzeugen.

Die Beschränkungen in der Corona-Pandemie haben gezeigt, wie anfällig globale Lieferketten gegenüber Störungen sind. Dringend benötigte Produkte, wie Schutzmasken, oder spezielle Teile für Beatmungsgeräte konnten kurzerhand additiv gefertigt werden, während konventionelle Herstellungsverfahren an ihre Grenzen kamen. Auch zukünftig kann es zu ähnlichen Einschränkungen kommen, sei es aus wirtschaftspolitischen Gründen oder durch Handelskonflikte – der Einsatz von 3D-Druck ermöglicht eine größere Fertigungstiefe bei Unternehmen und damit eine größere Souveränität in Bezug auf Lieferanten und Lieferketten.

Aus diesem Grund sollte die kommende Bundesregierung das additive Verfahren stärker priorisieren und fördern. Zulassungen z. B. von Medizinprodukten müssen beschleunigt werden, um mit dem Tempo der Maker, Ingenieure und Forscher mitzuhalten. Dazu gehört auch die Vermittlung von entsprechendem Know-how, um zukünftige Innovatoren auszubilden, die in der Lage sind die Vertrauenswürdigkeit und Integrität von globalen Technologien und Systemen zu bewerten und gegebenenfalls zu steigern.

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