Die Telematikinfrastruktur ist das Rückgrat der digitalen Gesundheitsversorgung in Deutschland. Mit Anwendungen wie dem E-Rezept, der elektronischen Patientenakte, Signaturprozessen, sicheren Kommunikationsdiensten und weiteren TI-Diensten wurden in den vergangenen Jahren wichtige Grundlagen für eine moderne, vernetzte Versorgung geschaffen. Damit diese Anwendungen ihren patientenorientierten, versorgungspolitischen und volkswirtschaftlichen Nutzen entfalten können, müssen sie im Versorgungsalltag zuverlässig, interoperabel und praxistauglich funktionieren.
Störungen der vergangenen Monate haben jedoch gezeigt, dass die TI noch nicht überall die erforderliche Robustheit erreicht. Es ist daher richtig, bestehende Strukturen zu überprüfen, Verantwortlichkeiten zu schärfen und die Steuerung der TI weiterzuentwickeln. Entscheidend ist dabei, die tatsächlichen Ursachen von Instabilität gezielt zu adressieren: klare Governance, eindeutige Spezifikationen, verlässliche Interoperabilität, realitätsnahe Tests und praktikable Zulassungsverfahren.