Alle Publikationen

Studie Klimaschutz und Energieeffizienz durch digitale Gebäudetechnologien

Bild zur Studie "Klimaschutz und Energieeffizienz durch digitale Gebäudetechnologien"

Der Gebäudesektor ist einer der Hauptverursacher von CO2-Emissionen in Deutschland und neben der Industrie und dem Verkehr einer der größten Konsumenten von Energie. Rund ein Drittel des deutschen Endenergieverbrauchs (2.956 Petajoule) wird im Gebäudesektor benötigt. Der weitaus größte Anteil (> 90 Prozent) des Energieverbrauchs wird für Heizung und Warmwassererzeugung genutzt.

Digitale Gebäudetechnologien, insbesondere Gebäudeautomation, können einen deutlichen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen im Gebäudesektor leisten:

  • Bis zu 14,7 Millionen t CO2-Emissionen können kurz- bis mittelfristig (bis 2030) durch den Einsatz von Gebäudeautomation eingespart werden. Dies erfolgt vor allem durch die effizientere Bereitstellung von Heizung und Warmwassererzeugung. Die CO2-Minderungspotenziale verteilen sich in etwa gleichmäßig auf den Wohn- und den Nicht-Wohngebäudebereich.
  • Dies entspricht fast 30 Prozent des im Klimaschutzgesetz formulierten Reduktionsziels für den Gebäudesektor. Gebäudeautomation bildet, neben baulichen Maßnahmen (Dämmung, etc.) und der Dekarbonisierung von Energieträgern, die dritte Säule der Energiewende im Gebäudesektor.
  • Mittel- bis langfristig (2030 bis 2045) kann durch Digitalisierung und Gebäudeautomation der Nutzungsanteil erneuerbarer Energien im Gebäudesektor erhöht werden (Sektorenkopplung), indem zum Beispiel Strom aus PV oder Wind in Gebäuden (Warmwasser, Batterien, etc.) gespeichert wird und sich Gebäude durch einen flexiblen Verbrauch an die Energieverfügbarkeit anpassen.
  • Weitere große CO2-Minderungspotenziale lassen sich aus dem Einsatz digitaler Technologien entlang des Lebenszyklus von Gebäuden (zum Beispiel Building Information Modelling) erschließen. Die Bewertung dieses Potenzials erfordert eine eigene Untersuchung.
Jetzt herunterladen (pdf, 1.86 MB)

Themen