Berlin, 03. Februar 2026 – Unternehmen erneuern ihre IT-Ausstattung regelmäßig, etwa aus Sicherheits- oder Effizienzgründen. Die meisten Unternehmen sorgen dabei dafür, dass ausrangierte IT entweder weiterverwendet oder umweltgerecht verwertet wird. Das zeigt eine repräsentative Befragung des Digitalverbands Bitkom unter rund 600 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland.
Drei Viertel (74 Prozent) geben demnach an, ausrangierte, noch funktionsfähige Geräte fachgerecht zu entsorgen. Ein Drittel (33 Prozent) spendet Altgeräte an wohltätige Organisationen, etwa an Initiativen für Schulen, Jugendprojekte oder Bedürftige. Auch Beschäftigte werden oft bedacht: 18 Prozent der Unternehmen verschenken ausrangierte Geräte an die Belegschaft, 23 Prozent verkaufen sie vergünstigt an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 28 Prozent geben Geräte an den Leasinggeber zurück. 15 Prozent lagern sie für den Fall der Fälle ein, um sie später eventuell noch einmal zu nutzen. Zudem setzen Unternehmen auf professionelle Zweitverwertung: 12 Prozent verkaufen Geräte an spezialisierte Dienstleister zur Wiederaufbereitung, 4 Prozent verkaufen sie an beliebige Dritte. „Wer Geräte länger in der Nutzung hält, leistet einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz und verringert überdies Abhängigkeiten in den Lieferketten“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Die Wiederverwendung von Geräten ist damit auch ein Beitrag zur Standort- und Resilienzpolitik.“
Mit dem üblichen Gewerbeabfall entsorgen nach eigenen Angaben nur 1 Prozent der Unternehmen funktionsfähige Altgeräte.
Weitere Daten zu Nachhaltigkeitsstrategien in Unternehmen, Chancen von KI für den Klimaschutz und Wünschen an die Politik finden Sie im Bitkom-Dataverse unter www.bitkom.org/Bitkom-Dataverse/NachhaltigkeitUnternehmen.
Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland telefonisch befragt. Die Befragung fand im Zeitraum KW 39 bis KW 44 2025 statt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellung lautete: „Wie geht Ihr Unternehmen in der Regel mit noch funktionsfähigen Elektrogeräten um, die nicht mehr gebraucht werden?"