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14.03.2016 | Positionspapier Die Zukunft von ERP im Kontext von Industrie 4.0

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Objekte (z. B. Produkte, Aufträge, Maschinen) und Prozesse, über die keine Daten existieren, können auch nicht gesteuert werden. Unternehmensressourcen, wie z. B. Maschinen, Mitarbeiter, Material und Informationen, werden bemessen, reserviert und verbraucht. Daraus entstehen Waren und Werte, die ebenfalls verkauft und bewertet werden. Dabei werden Millionen Datensätze erzeugt, die neben dem Wissen um die Geschäftsprozesse, den heimlichen Wert einer Organisation eines Unternehmens darstellen. Enterprise Resource Planning (ERP)-Systeme sind dabei die zentrale Software zur Steuerung der horizontalen und vertikalen Wertschöpfungsketten. Gleichzeitig sind sie Datendrehscheibe im Unternehmen, indem einerseits das branchenspezifische Prozesswissen abgebildet wird. Andererseits bündeln sie als Rückgrat der Organisation alle Unternehmensfunktionen.

Sie wirken zugleich als Integrationsplattform, die zusätzliche Software-Anwendungen wie beispielsweise HRM, FiBu, SCM, CRM und PLM1 umfassen. In den achtziger Jahren war die Anzahl der Lines of Progamm-Code Messgröße für den Wert eines Systems. Heute sind es die von einem System erfassten Daten und daraus gewonnenen Informationen. Praktisch alle für ein Unternehmen relevanten Stammdaten können im ERP-System verwaltet werden. Das gleiche gilt für die darauf aufbauenden Bewegungsdaten. Erstere sind in der Regel gut gepflegt, bei Letzteren besteht in der Praxis häufig noch Handlungsbedarf hinsichtlich der Auflösung. Im Kontext von Industrie 4.0 – der so genannten vierten industriellen Revolution – nimmt der Bedarf nach richtigen, vollständigen und transparenten Daten sprunghaft zu. Damit steigt der Wert eines ERP-Systems angesichts der Menge der darin bewirtschafteten Informationen.

Ansprechpartner

  • Dr. Frank Termer
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