Berlin, 07. Oktober 2026 - Das Bundeskabinett verabschiedet am Mittwoch einen Gesetzesentwurf gegen digitale Gewalt. Dazu erklärt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder:
„Digitale Gewalt entsteht innerhalb von Sekunden, ihre Folgen aber können für Betroffene über Jahre spürbar bleiben. Das geplante Gesetz gegen digitale Gewalt ist überfällig. Es hilft, dass sich Betroffene schneller und wirksamer gegen digitale Angriffe wehren können und Täter konsequenter zur Verantwortung gezogen werden.
Digitale Gewalt ist dabei kein Randphänomen: Ein Viertel der Menschen in Deutschland hat sie bereits selbst erlebt, bei den 16- bis 29-Jährigen sind es sogar 43 Prozent, wie eine Bitkom-Befragung zeigt. Beleidigungen, Bedrohungen, Mobbing oder die Verbreitung intimer Bilder können für Betroffene gravierende Folgen haben.
Politik, Plattformen und Strafverfolgungsbehörden müssen gemeinsam dafür sorgen, dass Menschen im Netz sicher sind. Gerade bei sexualisierten Deepfakes und anderen Formen bildbasierter digitaler Gewalt darf es keine Schutzlücken geben. Entscheidend ist, dass digitale Gewalt möglichst verhindert wird und Betroffene ihre Rechte im Fall der Fälle wirksam durchsetzen können.“