Berlin, 21. Oktober 2026 – In der Programmiersprache PHP sind kritische Sicherheitslücken bekannt geworden. Dazu erklärt Felix Kuhlenkamp, Leiter Sicherheit beim Digitalverband Bitkom:
„In der Programmiersprache PHP sind zwei kritische Sicherheitslücken bekannt geworden, über die Angreifer aus der Ferne Schadcode auf Webservern ausführen könnten. Diese Sicherheitslücken sind sehr ernst, denn PHP läuft auf einem großen Teil der Webserver weltweit, von Online-Shops über Unternehmenswebsites bis zu Portalen der Verwaltung. Wer Online-Anwendungen betreibt, sollte daher unbedingt prüfen, ob diese PHP verwenden und in diesem Fall die in Kürze zur Verfügung stehenden Sicherheitsupdates ohne Verzögerung einspielen. Das gilt besonders für Hoster und IT-Dienstleister, die Systeme für viele Kunden betreiben. Unternehmen sollten zudem prüfen, wo PHP in ihrer IT überall steckt, auch in älteren Versionen, die keine Updates mehr erhalten.
Viele wissen nicht genau, welche Komponenten in ihrer Software enthalten sind. Ein solcher Überblick ist aber die Voraussetzung, um in solchen Lagen schnell reagieren zu können. Wie schnell Kriminelle solche Lücken ausnutzen, hat das Jahr 2021 gezeigt. Damals wurden Schwachstellen im weit verbreiteten E-Mail-Server Microsoft Exchange bekannt, und gegen Jahresende die Lücke Log4Shell in einem Software-Baustein, der in unzähligen Anwendungen steckte. In beiden Fällen suchten Kriminelle binnen Stunden weltweit nach verwundbaren Systemen. Heute dürfte das Auffinden von verwundbaren Systemen mit Hilfe von KI noch um ein Vielfaches schneller gehen.“