NürnbergMesse E-Commerce Platform
Die NürnbergMesse ist Teil des Wirtschaftsstandorts und des Konzerns Stadt Nürnberg. Wir verstehen digitale Transformation nicht nur als unternehmerische Aufgabe, sondern tragen zur digitalen Weiterentwicklung des gesamten Ökosystems Stadt bei.
E2E-Ansatz als zentraler Gedanke
Mit der NürnbergMesse E-Commerce Platform haben wir eine zentrale Commerce-Plattform geschaffen, die Aussteller, Servicepartner und interne Prozesse in einer digitalen End-to-End-Journey verbindet. Ziel war es, eine historisch gewachsene, fragmentierte Servicebuchung durch ein skalierbares und zukunftsfähiges Ökosystem zu ersetzen. Im Mittelpunkt steht die konsequente Abbildung der gesamten Buying Journey: von der Produktauswahl über die Bestellung und Abrechnung bis hin zur erfolgreichen Leistungserbringung. Dadurch entsteht für Kunden ein durchgängiges und transparentes Nutzererlebnis aus einer Hand.
Technologischer Ansatz
Die gewählte MACH-Architektur (Microservices, API-first, Cloud-native, Headless), die Standardisierung von Prozessen und der konsequente Plattformansatz schaffen dabei Erkenntnisse und Lösungsansätze, die grundsätzlich auch auf andere Organisationen und Anwendungsfelder innerhalb des Nürnberger Konzerns übertragbar sind.
Die Plattform basiert konsequent auf MACH-Prinzipien (Microservices, API-first, Cloud-native, Headless) und ermöglicht die flexible Integration verschiedener Fachanwendungen bei gleichzeitig hoher Skalierbarkeit. Über einen zentralen Einstiegspunkt und Single Sign-On können Aussteller alle relevanten Produkte und Services für ihre Messeteilnahme buchen, verwalten und verfolgen. Der besondere Mehrwert liegt nicht allein in der Digitalisierung bestehender Prozesse. Vielmehr verbindet die Plattform Commerce, Daten und Partnerleistungen zu einer integrierten Lösung. Servicepartner erhalten digitale Werkzeuge zur Auftragsabwicklung, während die NürnbergMesse Transparenz über Buchungsverhalten, Nachfrageentwicklungen und Prozessperformance gewinnt.
Iterative Umsetzung
Die Umsetzung erfolgte iterativ in einem produktzentrierten Organisationsmodell mit cross-funktionalen Teams aus Product, IT, Finance, Operations und Event Management. Ein kontrollierter Beta-Betrieb ermöglichte die Validierung der gesamten Customer Journey mit realen Nutzerinnen und Nutzern. Dieser Ansatz stellte sicher, dass technische, operative und kundenseitige Anforderungen kontinuierlich berücksichtigt und schrittweise weiterentwickelt werden konnten. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war dabei die enge Zusammenarbeit unterschiedlichster Fachbereiche. Die dabei gewonnenen Erfahrungen zu Governance, Produktorganisation, Datenqualität und Plattformsteuerung teilen wir aktiv innerhalb unseres Netzwerks und sehen darin einen wichtigen Beitrag zum Wissens- und Erfahrungstransfer im Kontext der digitalen Transformation.
Grundlage für Exzellenz in Sales und Operations
Heute bildet die Plattform die Grundlage für den Rollout über sämtliche Eigenveranstaltungen hinweg. Durch die digitale Abbildung der kompletten Buying Journey schafft sie eine einheitliche Datenbasis und maximale Transparenz für Kunden, Servicepartner und interne Teams. Dies reduziert manuelle Aufwände, erhöht die Servicequalität und etabliert einen neuen digitalen Geschäftskanal für NürnbergMesse. Gleichzeitig schafft die MACH-Architektur die technologische Basis für zukünftige Innovationen wie personalisierte Services, datengetriebene Empfehlungen und neue digitale Geschäftsmodelle. Die Plattform ist damit nicht nur ein Commerce-System, sondern das digitale Fundament für skalierbares Wachstum und operative Exzellenz.
Darüber hinaus zeigt das Projekt, wie moderne Plattformarchitekturen dazu beitragen können, digitale Services nachhaltig, interoperabel und organisatorisch beherrschbar aufzubauen. Die gewonnenen Erfahrungen besitzen daher Relevanz weit über die Messebranche hinaus und können als Best Practice für vergleichbare Transformationsvorhaben in kommunalen, öffentlichen oder konzernnahen Organisationen dienen.