Mönchengladbach

Bundesland NRW | 170 km² Stadtfläche | 267.213 Einwohner

Platz 12

Gesamtwertung
Platz Tendenz Kategorie Index
12 +18 Gesamtwertung 84.8
21 +12 Verwaltung 88.3
32 -10 Energie und Umwelt 69.5
11 +21 IT und Kommunikation 87.1
25 +24 Mobilität 81.3
3 +5 Gesellschaft und Bildung 97.7
Verwaltung
Indikator Index
Interne Prozesse 70.0
Payment 100.0
Online-Terminvergabe 90.0
OZG-Leistungen 94.4
76.3
Bevölkerungsanliegen 80.0
Serviceportal 100.0
Resiliente Verwaltung Bonus = 30 Punkte, kein Bonus = 0 Punkte 30.0
Sonstige Projekte Verwaltung Bonus = 30 Punkte, kein Bonus = 0 Punkte 30.0
Energie und Umwelt
Indikator Index
Intelligente Straßenbeleuchtung 100.0
Digitale Energielösungen 31.6
Digitale Wärmeplanung 100.0
Umweltmonitoring 100.0
Anteil E-Fahrzeuge 24.3
Ladeinfrastruktur 75.5
Emissionsarme Busse 76.0
Sonstige Projekte Energie 30.0
IT und Kommunikation
Indikator Index
Breitband 87.3
Glasfaser 43.5
5G 100.0
LPWAN 85.3
Open Data Portal 90.0
Geoportal 100.0
Smart City Daten 100.0
Sonstige Projekte IT-Infrastruktur 30.0
Mobilität
Indikator Index
Parken 100.0
Smartes Verkehrsmanagement 100.0
Smarter ÖPNV 95.0
76.9
Multimodalität 50.0
Letzte Meile Logistik 60.0
Sonstige Projekte Mobilität 30.0
Gesellschaft und Bildung
Indikator Index
Digitalisierung von Schulen 98.7
Digitalkompetenz 100.0
Digital-Szene 100.0
Lokaler Handel und Startup-Hubs 100.0
FabLabs und Coworking 93.0
Öffentlichkeitsbeteiligung 93.9
Sonstige Projekte Gesellschaft und Bildung 30.0

Projektbeispiele aus den Städten

PLAYGROUND-XR: Kinder gestalten Spielplätze in Mixed Reality
 

Wie sieht der perfekte Spielplatz aus? Die besten Antworten darauf haben die, die ihn später nutzen: Kinder selbst. Das Projekt PLAYGROUND-XR macht ihre Stimmen hörbar – und sichtbar.


Im Rahmen des Smart-City-Programms „smartcity.mg gemeinsam digital“ erprobt Mönchengladbach einen neuen Ansatz der Bürgerbeteiligung: Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren gestalten Spielplätze in einer Mixed-Reality-Umgebung. Mit Meta-Quest-Brillen platzieren sie Klettergerüste, Schaukeln, Rutschen und Landschaftselemente in einer virtuellen Welt – und erleben ihre Entwürfe in Echtzeit, als stünden sie bereits mitten auf dem fertigen Spielplatz.


Wie funktioniert das?

Das Mobile Extended Reality Lab (MXR-Lab) der Hochschule Niederrhein hat gemeinsam mit den Mönchengladbacher Abfall-, Grün- und Straßenbetrieben (mags) einen interaktiven Demonstrator entwickelt. Die Anwendung basiert auf FigminXR und ermöglicht es den Kindern, aus einer Bibliothek von Spielgeräten und Gestaltungselementen zu wählen, diese frei zu positionieren, in der Größe anzupassen und zu speichern.

In mehreren Workshops mit Schulklassen wurde der Demonstrator erprobt. Die Kinder setzten die VR-Brillen auf, erkundeten die virtuelle Umgebung und gestalteten ihre Spielplätze – begleitet von Forschenden, die Usability, Kreativität und Akzeptanz evaluierten.


Was bringt das der Stadtplanung?

Die Entwürfe der Kinder liefern den Planungsabteilungen wertvolle Einblicke: Welche Geräte sind beliebt? Wie werden Freiflächen genutzt? Welche Gestaltungswünsche tauchen immer wieder auf? Statt abstrakter Fragebögen entstehen konkrete, begehbare Visionen – und die Hemmschwelle für Kinder, ihre Meinung zu äußern, sinkt drastisch.

Für die Stadt bedeutet das: bessere Daten, höhere Akzeptanz bei den künftigen Nutzerinnen und Nutzern und ein Beteiligungsformat, das sich anfühlt wie Spielen.


Übertragbarkeit

Das Konzept ist bewusst niedrigschwellig gehalten. Die eingesetzte Technik ist erschwinglich, die Software anpassbar, das Workshopformat dokumentiert. Andere Kommunen können den Ansatz übernehmen – nicht nur für Spielplätze, sondern potenziell auch für Schulhöfe, Parks oder öffentliche Plätze.


Projektpartner und Förderung

Das Projekt wird umgesetzt von den Mönchengladbacher Abfall-, Grün- und Straßenbetrieben (mags) in Kooperation mit dem GEMIT Institut für Geschäftsprozessmanagement und IT der Hochschule Niederrhein. Es ist Teil des vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen geförderten Programms „Modellprojekte Smart Cities“.


Laufzeit: Februar – Juli 2026

Ein Student Innovation Team der Hochschule Niederrhein entwickelt den Demonstrator, und die mags koordiniert die Einbindung in die städtische Planung. Erste Ergebnisse zeigen: Wenn Kinder Stadtplanung buchstäblich in die Hand nehmen, entstehen nicht nur kreative Entwürfe – sondern auch ein neues Verständnis davon, dass ihre Meinung zählt.