Vom OZG-Monitoring zur strategischen Verwaltungssteuerung – Integriertes OZG- und Prozessregister
Die Stadt hat ihr bestehendes Prozessregister zu einem zentralen Steuerungsinstrument für die digitale Verwaltungsmodernisierung weiterentwickelt. Sämtliche für die Kommune relevanten Leistungen und Prozesse aus dem Onlinezugangsgesetz (OZG) wurden in Form standardisierter Steckbriefe im Prozessregister abgebildet.
Ziel war es zunächst, die Einführung und Umsetzung der OZG-Leistungen transparent zu machen und aktiv zu begleiten. Über integrierte Dashboard-Funktionen können Fortschritte zentral überwacht und ausgewertet werden. Führungskräfte sowie Dezernentinnen und Dezernenten erhalten damit einen strukturierten Überblick über den Umsetzungsstand ihrer Fachbereiche und erkennen auf einen Blick, welche Leistungen bereits digital umgesetzt wurden, welchen Reifegrad sie erreicht haben und wo weiterer Handlungsbedarf besteht.
Der Ansatz geht jedoch bewusst über ein klassisches OZG-Monitoring hinaus: Für jede Leistung werden zusätzlich Informationen zum Digitalisierungs- und Reifegrad hinterlegt. Dadurch entsteht eine belastbare Datengrundlage, um zukünftige Entwicklungsschritte gezielt zu planen – insbesondere im Kontext der Registermodernisierung und der Anbindung an Fach- und Basisregister.
Das Prozessregister wird damit nicht nur zum Transparenz- und Steuerungsinstrument, sondern auch zum strategischen Werkzeug für die Weiterentwicklung digitaler Verwaltungsleistungen. Die Stadt kann frühzeitig erkennen, welche Prozesse aufgrund ihres Reifegrades für weitergehende Integrationen geeignet sind, und Digitalisierungsmaßnahmen priorisieren.
So entwickelt sich das Prozessregister von einem operativen Monitoringinstrument zu einem strategischen Steuerungswerkzeug der Verwaltungsdigitalisierung. Fachbereiche, Verwaltungsleitung und Digitalisierungsmanagement arbeiten auf einer gemeinsamen Informationsbasis, können Maßnahmen priorisieren und geeignete Prozesse für weitergehende Integrationen frühzeitig identifizieren.