Darmstadt

Bundesland Hessen | 122 km² Stadtfläche | 167.029 Einwohner

Platz 28

Gesamtwertung
Platz Tendenz Kategorie Index
28 -11 Gesamtwertung 79.0
73 -34 Verwaltung 67.8
23 -10 Energie und Umwelt 73.8
22 -9 IT und Kommunikation 84.1
47 -10 Mobilität 70.7
1 +8 Gesellschaft und Bildung 98.8
Verwaltung
Indikator Index
Interne Prozesse * 0.0
Payment 100.0
Online-Terminvergabe 80.0
OZG-Leistungen 88.9
76.3
Bevölkerungsanliegen 40.0
Serviceportal 100.0
Resiliente Verwaltung Bonus = 30 Punkte, kein Bonus = 0 Punkte 0.0
Sonstige Projekte Verwaltung Bonus = 30 Punkte, kein Bonus = 0 Punkte 30.0
Energie und Umwelt
Indikator Index
Intelligente Straßenbeleuchtung 100.0
Digitale Energielösungen 34.7
Digitale Wärmeplanung 100.0
Umweltmonitoring 100.0
Anteil E-Fahrzeuge 87.8
Ladeinfrastruktur 33.0
Emissionsarme Busse 83.2
Sonstige Projekte Energie 30.0
IT und Kommunikation
Indikator Index
Breitband 89.8
Glasfaser 62.1
5G 100.0
LPWAN 90.2
Open Data Portal 75.0
Geoportal 75.0
Smart City Daten 91.7
Sonstige Projekte IT-Infrastruktur 30.0
Mobilität
Indikator Index
Parken 83.3
Smartes Verkehrsmanagement 45.3
Smarter ÖPNV 70.0
88.3
Multimodalität 93.3
Letzte Meile Logistik 35.0
Sonstige Projekte Mobilität 30.0
Gesellschaft und Bildung
Indikator Index
Digitalisierung von Schulen 100.0
Digitalkompetenz 100.0
Digital-Szene 100.0
Lokaler Handel und Startup-Hubs 100.0
FabLabs und Coworking 98.7
Öffentlichkeitsbeteiligung 93.9
Sonstige Projekte Gesellschaft und Bildung 30.0

Projektbeispiele aus den Städten

SRFAS: Vor Starkregen schützen – Das Darmstädter Starkregenfrühalarmsystem
 

Kurzbeschreibung: 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt baut derzeit ein KI-gestütztes Starkregenfrühalarmsystem (SRFAS) auf, welches 2027 in Betrieb genommen werden soll. Das SRFAS soll eine fundierte Grundlage für schnellere Entscheidungen, eine verbesserte Gefahrenkommunikation und einen wirksameren Schutz von Bevölkerung und kritischer Infrastruktur ermöglichen.


Projektbeschreibung: 
Bedingt durch die weiter fortschreitende Klimakrise nehmen Starkniederschläge an Intensität, Auftreten und Fläche zu. Darmstadt ist in der jüngsten Vergangenheit mehrfach von teils heftigen, lokalen Starkregenereignissen betroffen gewesen, welche lokal zu Überflutungen und vollgelaufenen Kellern geführt haben. Die im Jahr 2025 finalisierten Starkregengefahrenkarten zeigen trotz der meist flachen Topographie des Stadtgebietes im Übergang des Oberrheingrabens zum Odenwald vulnerable Räume für Überflutungen auf. Die Gründe hierfür liegen im hohen Versiegelungsgrad der Stadt (56 Prozent innerhalb des Siedlungskörpers), einer überlasteten Kanalisation sowie dem Anschwellen kleinerer Fließgewässer, welche den Odenwald entwässern und das Stadtgebiet von Ost nach West durchfließen.


Um die Bevölkerung, Infrastruktur und Gebäude frühzeitig vor dem Eintreten solcher Ereignisse zu warnen und zu schützen, wird aktuell ein stadtweites Starkregenfrühalarmsystem aufgebaut. Ziel ist es, kritische Wetterlagen bereits vor dem Eintritt von Überflutungen zu identifizieren, belastbare Prognosen bereitzustellen und dadurch wertvolle Vorwarnzeiten zu gewinnen. Das SRFAS basiert auf einem modularen Ansatz. Ein Basismodul bündelt alle verfügbaren Datenquellen, überwacht definierte Schwellenwerte und steuert die Alarmierung. Ergänzend ermöglichen drei KI-gestützte Module eine verbesserte Niederschlagsprognose, die Bewertung von Hochwasser- und Gefährdungslagen sowie eine Echtzeit-Prognose potenzieller Überflutungen. Die Kombination aus lokalen Messdaten, Wetterinformationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und künstlicher Intelligenz schafft ein leistungsfähiges Instrument zur Unterstützung operativer Entscheidungen.


Im Zuge der Implementierung des SRFAS soll das bestehende umfangreiche Bestandsmessnetz, bestehend aus Niederschlags-, Bodenfeuchte- und Wasserstandssensorik zur Abbildung der unterschiedlichen hydrologischen und hydraulischen Belastungssituationen, innerhalb des im August startenden Hauptprojektes um weitere Sensoren ergänzt werden. Im Rahmen der bereits abgeschlossenen Projektauslegung wurden hierzu bereits umfassende Untersuchungen durchgeführt sowie Empfehlungen zur Erweiterung des Messnetzes ausgesprochen.


Ein besonderer Mehrwert des SRFAS liegt in der KI-basierten Echtzeit-Überflutungsprognose. Durch die Nutzung des bereits vorhandenen hydrodynamischen Modells (im Zuge der Starkregengefahrenkarten entwickelt) der Stadt Darmstadt können zu erwartende Überflutungsflächen, Wasserstände und Fließgeschwindigkeiten innerhalb weniger Sekunden berechnet und kontinuierlich aktualisiert werden. Mit diesem Modul werden außerdem Überflutungen ausgehend vom Kanalnetz explizit mit betrachtet. Dies ermöglicht eine räumlich differenzierte Einschätzung der Gefahrenlage und unterstützt Einsatzkräfte bei der Priorisierung von Maßnahmen.


Das System soll über standardisierte Schnittstellen in die bestehende Daten- und IT-Infrastruktur (u.a. urbane Datenplattform) der Stadt integriert werden.