KI-gestützte Radarüberwachung neuralgischer Punkte, wie zum Beispiel Schulhöfe und Spielplätze
Der Kommunale Ordnungsdienst plant die Einführung einer innovativen, KI-gestützten Radartechnologie zur Überwachung von Schulhöfen sowie anderer Örtlichkeiten wie Spiel- und Bolzplätzen außerhalb der zulässigen Nutzungszeiten. Ziel ist es, den Einsatz des Kommunalen Ordnungsdienstes effizienter zu gestalten und auf tatsächliche Störungen gezielt reagieren zu können.
Die Radarsensoren erfassen Bewegungen und erkennen mithilfe eines Deep-Learning-Algorithmus verschiedene Objekttypen wie Menschen, Tiere oder Fahrzeuge. Die erfassten Rohdaten werden an eine städtische Verarbeitungsplattform übermittelt. Bei festgestellten Personenansammlungen innerhalb definierter Überwachungszeiträume erhält die Leitstelle automatisch eine Benachrichtigung. Über eine Live-Ansicht kann die Situation bewertet und bei Bedarf ein Einsatz veranlasst werden. Sind die Personen bereits wieder verschwunden, kann auf eine Anfahrt verzichtet oder der Einsatz vorzeitig abgebrochen werden.
Ergänzend besteht die Möglichkeit, das System zusätzlich mit einer automatischen Beleuchtung oder einer Lärmmessanlage zu kombinieren. Das plötzliche Einschalten von Licht kann bereits zur Auflösung von Ansammlungen beitragen und dadurch Störungen reduzieren. Diese Technik ist aktuell jedoch noch nicht im Einsatz.
Zu den ersten vorgesehenen Standorten gehören der Trinkpavillon in Bad Godesberg sowie die Kreuzbergschule in Lengsdorf. Weitere Standorte sollen im Projektverlauf geprüft und gegebenenfalls ebenfalls entsprechend ausgestattet werden.
Das Projekt verfolgt insbesondere folgende Ziele:
- Effizientere und zielgerichtete Personalsteuerung und somit Entlastung des Kommunalen Ordnungsdienstes.
- Verringerung unnötiger Kontrollfahrten.
- Reduzierung von Ruhestörungen und Vandalismus sowie unerlaubten Aufenthalten.
- Zuverlässige Erfassung bei allen Wetter- und Lichtverhältnissen.
- Wahrung des Datenschutzes durch Verzicht auf Kameraaufnahmen und Personenidentifikation.
Die dargestellten Personen erscheinen ausschließlich als anonyme Markierungen in der Leitstelle. Es werden keine Bilddaten verarbeitet oder gespeichert. Sämtliche Daten verbleiben innerhalb der Stadtverwaltung.
Stadt Bonn startet Pilotprojekt zur Radarüberwachung | Bundesstadt Bonn