30.04.2015 Tag der Digitalen Arbeit

Der 1. Mai ist als Tag der Arbeit nicht nur ein gesetzlicher Feiertag in Deutschland , er hat eine lange Geschichte als Tag, an dem Arbeiter bessere Arbeitsbedingungen wie einen 8-Stunden-Tag durchsetzen wollten. Es ist ein Tag, an dem auch heute noch demonstriert wird, an dem an vielen Orten viele Reden über gute Arbeit gehalten werden. Über die historisch einmaligen rasanten Veränderungen der Arbeitswelt durch die Digitalisierung wird dabei zumeist allenfalls am Rande gesprochen. Deshalb haben wir als Ergänzung zehn Fakten zum „Tag der Digitalen Arbeit“ zusammengestellt:

55% der Unternehmen in Deutschland sagen, durch die Digitalisierung verändert sich ihr Geschäftsmodell. Das heißt, in mehr als jedem zweiten Unternehmen wird künftig auf andere Art und Weise als bisher Geld verdient.

48% der Unternehmen geben an, dass völlig neue Konkurrenten aus der IT- und Internet-Wirtschaft auf ihren Markt drängen. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Medien und Handel, sondern auch um Dienstleistungen (etwa das Taxi-Gewerbe), Touristik (Zimmervermittlung) oder sogar klassische Industriezweige wie den Automobilbau (selbstfahrende Autos).

19% der Verantwortlichen in den Unternehmen sorgen sich, dass die Veränderungen durch die Digitalisierung den Bestand des Unternehmens gefährden. Ein Weiter-So kann es daher nicht geben.

75% der Manager betonen, dass sich dadurch eine neue Unternehmenskultur notwendig wird. Eine Kultur, die geprägt sein wird durch mehr Transparenz bei innerbetrieblichen Entscheidungen und schnellerer Kommunikation – mit Kunden und Zulieferern, aber auch unter den Mitarbeitern.

55% der Unternehmen gehen davon aus, dass klassische Hierarchien künftig aufgeweicht werden.

27% der Manager sehen, dass die Motivation der Mitarbeiter durch die Digitalisierungsprozesse gestiegen ist. Das ist zwar nicht die Mehrheit, aber gerade einmal 5% geben an, dass die Belegschaft durch die Digitalisierung weniger motiviert als zuvor. Die Bilanz ist also positiv.

53% der Unternehmen sind überzeugt, dass die Digitalisierung viele neue Jobs schafft. Schon in der Vergangenheit war die Arbeitsplätze-Bilanz durch die Digitalisierung positiv. Im Jahr 2012 waren rund 1,5 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland auf die Digitalisierung zurückzuführen.

24% der Unternehmen gehen davon aus, dass der klassische Büroarbeitsplatz an Bedeutung verlieren wird, wichtiger wird er gerade mal für 4% der Unternehmen. 30% der Unternehmen wollen vermehrt Home Office nutzen, nur 4% gehen von einer rückläufigen Entwicklung aus.

31% der Unternehmen wollen stärker auf freie Mitarbeiter setzen. Externen Spezialisten wird dabei eine steigende Bedeutung für die Innovationskraft und den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens zugesprochen.

65% der Unternehmen gehen davon aus, dass durch die Digitalisierung die deutsche Wirtschaft schneller wachsen wird – nur 13% rechnen mit einem langsameren Wachstum.

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Andreas Streim

E-Mail: a.streim@bitkom.org Tel.: 030 27576-112

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