27.11.2014 Digitale Agenda: Was ist drin für die ECM-Branche?

Im August hat die Bundesregierung die Digitale Agenda 2014-2017 veröffentlicht. Sie enthält in unterschiedlicher Detaillierung Ziele und Maßnahmen für die Bereiche Infrastruktur, Wirtschaft, Staat, Privatleben, Bildung & Kultur, Sicherheit und internationale Einbindung.

Die im Bitkom vereinten Anbieter von Software und Dienstleistungen rund um das elektronische Dokumentenmanagement und Enterprise Content Management (ECM) haben die Digitale Agenda auf inhaltliche Relevanz für die Branche geprüft. Die Agenda will mit einem Schwerpunkt Sicherheit, Schutz und Vertrauen für Gesellschaft und Wirtschaft in der digitalen Welt stärken. Das ist für unsere Mitgliedsunternehmen von Vorteil, denn die meisten ihrer Dokumentenmanagement- und ECM-Lösungen bieten bereits seit vielen Jahren effektiven Zugriffsschutz für geschäftskritische Dokumente durch sichere Verschlüsselung der Daten und des Transportweges über das Internet. Ihre Produkte sind weltweit technologisch führend. Das liegt nicht zuletzt an der hierzulande hohen Wettbewerbsdichte.

Die von der Bundesregierung geplanten Maßnahmen zur Stärkung des Hightech-Standortes Deutschland stärken auch die deutschen ECM-Unternehmen und tragen dazu bei, sie international wettbewerbsfähiger zu machen. Gleichzeitig ist der geplante beschleunigte Ausbau der digitalen Infrastruktur in Deutschland wesentliche Voraussetzung für die Akzeptanz von Dokumentenmanagement-Lösungen im eigenen Land. Sie entfalten dort ihren größten Nutzen, wo Menschen an entfernten Orten oder mit mobilen Endgeräten von unterwegs zusammenarbeiten.

Neben der Sicherheit behandelt die Digitale Agenda noch weitere Themen, die für ECM-Unternehmen bald relevant werden könnten:

  • Die Bundesregierung beabsichtigt die flächendeckende Einführung der De-Mail für die Verwaltung. Möglicherweise wird dadurch dem bislang kaum akzeptierten Dienst zum Durchbruch verholfen. ECM-Lösungen sollten darauf angemessen vorbereitet sein.
  • Die Elektronische Signatur wird explizit als Förderungsziel genannt, und zwar für den grenzüberschreitenden Geschäftsverkehr. Dies kann zu einer erhöhten Akzeptanz führen.
  • Die Regierung äußert die Absicht, die Nutzung der E-Rechnung bei der öffentlichen Beschaffung auszubauen. Dies kann ein weiterer Grund sein, Funktionen zur Unterstützung des ZUGFeRD-Standards in ECM-Lösungen, aber auch in Faktura-, Finanzbuchhaltungs- und ERP-Lösungen einzubauen.

Bitkom hat mit seiner IT- Strategie im März bereits umfangreich zur damals noch geplanten Digitalen Agenda Stellung bezogen.

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Jürgen Biffar

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