Die militärische Rettungskette der Bundeswehr ist auf Szenarien des internationalen Krisenmanagements ausgerichtet und den Anforderungen der Landes- und Bündnisverteidigung noch nicht ausreichend gewachsen. Im Szenario der Landes- und Bündnisverteidigung (LV/BV) im Baltikum ist mit bis zu 1.000 Verwundeten pro Division und Tag zu rechnen. Es gibt erhebliche Verbesserungsbedarfe bei der Dokumentation, der Interoperabilität und der digitalen Steuerungsfähigkeit der Prozesse der Rettungskette, auch mit zivilen Partnern.
Wie zentral digitale Zusammenarbeit ist, wurde bei der 6. Arbeitstagung von Bitkom und dem Kommando Cyber- und Informationsraum am 6. November 2025 deutlich: 140 Teilnehmende aus Bundeswehr, Digitalwirtschaft und zivilen Hilfsstrukturen betonten, dass eine robuste Rettungskette nur gelingt, wenn alle Akteure digital vernetzt arbeiten, interoperable Datenpfade nutzen und moderne Technologien entlang der gesamten Rettungskette eingesetzt werden.
Im Ergebnispapier sind die Erkenntnisse und konkreten Lösungsideen der Arbeitstagung 2025 festgehalten.