Die Fähigkeiten fortschrittlicher KI-Systeme entwickeln sich mit hoher Geschwindigkeit und damit auch ihre Bedeutung für nationale Sicherheit, wirtschaftliche Resilienz und technologische Souveränität. Ob Cyberangriffe, Desinformation oder der Missbrauch leistungsfähiger KI-Modelle: Regierungen weltweit investieren zunehmend in eigene Kapazitäten, um Chancen und Risiken von Frontier-AI besser zu verstehen und zu bewerten.
Deutschland hat sich im Rahmen der Seoul Declaration 2024 dazu bekannt, den Aufbau entsprechender Einrichtungen zu unterstützen. Doch wie sollte ein deutsches AI Security Institut konkret ausgestaltet werden? Welche Aufgaben sollte es übernehmen und welche nicht? Wie kann es gelingen, internationale Spitzentalente zu gewinnen und gleichzeitig Doppelstrukturen zu bestehenden Behörden und Forschungseinrichtungen zu vermeiden?
Bitkom hat hierzu ein Konzept für ein deutsches AI Security Institut (DE-AISI) auf Weltklasseniveau entwickelt. Im Mittelpunkt stehen die technische Evaluierung fortschrittlicher KI-Modelle, die Erstellung sicherheitsrelevanter Lagebilder für die Bundesregierung sowie die Erforschung von Sicherheitsmaßnahmen für Frontier-AI. Entscheidend für den Erfolg wären dabei ein klar umrissenes Mandat ohne Regulierungsfunktion, eine leistungsfähige technische Infrastruktur, internationale Vernetzung sowie die Fähigkeit, weltweit führende Expertinnen und Experten für Deutschland zu gewinnen.
Das Papier stellt die zentralen Empfehlungen vor und diskutiert, welche institutionellen, finanziellen und politischen Voraussetzungen notwendig sind, damit Deutschland im Bereich KI-Sicherheit international anschlussfähig bleibt und seine Handlungsfähigkeit in einer zunehmend von KI geprägten Welt stärkt.