Berlin, 31. Juli 2026 - Ab Sonntag müssen weitere Vorgaben des AI Acts, der europäischen Verordnung zu Künstlicher Intelligenz, verbindlich eingehalten werden. Insbesondere greifen neue Transparenzanforderungen für bestimmte KI-Systeme und KI-generierte Inhalte. Zusätzlich können die EU-Kommission und zuständige Behörden die Einhaltung kontrollieren und Verstöße sanktionieren. Dazu erklärt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst:
„Der AI Act soll einen EU-weit einheitlichen Rechtsrahmen für die Entwicklung und den Einsatz Künstlicher Intelligenz schaffen. Noch sind aber zu viele Fragen offen, um die neuen Regeln rechtssicher umsetzen zu können. Nach einer zweijährigen Übergangsfrist müssen viele Unternehmen ab Sonntag Transparenzvorgaben einhalten. Die Übergangsfrist hat ihnen faktisch keine Zeit für die Vorbereitung gegeben, weil zentrale Leitlinien und Auslegungshilfen erst vor kurzem veröffentlicht wurden.
Für spürbare Entlastung sorgen Fristverlängerungen für Hochrisiko-KI und der Verzicht auf doppelte Prüf- und Dokumentationsprozesse im Maschinenbereich. Für jene Vorgaben, die ab Sonntag anwendbar werden, fehlt es jedoch weiterhin an der nötigen Klarheit. Von den Aufsichtsbehörden erwarten wir pragmatische Hilfestellungen, eine verhältnismäßige Durchsetzung und ein europaweit abgestimmtes Vorgehen.“
Folgende Regeln sind u.a. ab Sonntag verbindlich: