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Podcast

KI-Simultanübersetzer für mehr Teilhabe im Unterricht

Der Podcast „Tech Weekly #136" zum Nachlesen

Tobias Grimm:
An der St.-Benedikt-Schule in Düsseldorf wird seit Anfang des Jahres im Unterricht mit „transcribby.ai“ gearbeitet – einem KI-gestützten Übersetzungs- und Transkriptionstool, das gesprochene Sprache in Echtzeit verschriftlicht und Inhalte bei Bedarf auch vorlesen kann. Wie dieses Projekt entstanden ist, wie die technische Umsetzung aussieht, welcher zeitliche und finanzielle Aufwand damit verbunden ist und woran sich der Erfolg messen lässt – darüber spreche ich mit Nadine Wabel und Sascha Karpati, die Lehrkräfte an der Schule und verantwortlich für die Projektleitung von „transcribby.ai“ sind. 
Damit herzlich willkommen zu Tech Weekly, dem Podcast des Bitkom, mit mir, Tobias Grimm.

 

 

Bildung und Technologie

 

Tobias Grimm:
Nadine, warum ist „transcribby.ai“ für euch und eure Schule überhaupt so wichtig? Was sind die Hintergründe für den Bedarf?
 

Nadine Wabel:
Wir haben bei uns an der Schule wirklich sehr viele verschiedene Sprachen. Viele Kinder kommen aus Elternhäusern, in denen andere Sprachen gesprochen werden. Manche sitzen bei uns zum ersten Mal im Unterricht und sind total frustriert, weil sie überhaupt nicht verstehen, was gerade passiert. Wir können die DATS-Stunden ja nicht in jeder Stunde gewährleisten, und in den anderen Stunden sitzen sie ganz normal im Regelunterricht. Wenn man einmal diese Frustration der Kinder miterlebt hat – wenn Kinder wirklich in Tränen ausbrechen –, dann ist das, glaube ich, der Moment, in dem man sich denkt: Selbst ein kleiner Strohhalm, eine kleine Hilfe würde schon so viel Unterschied machen.
 

Tobias Grimm:
Sascha, kannst du ergänzen?
 

Sascha Karpati:
Die Bedarfe sind bei uns vielfältig. Einmal haben wir eine enorme Sprachvielfalt bei den Schülern, zum anderen können wir im Kollegium den Kindern nicht in jeder Situation gerecht werden. Im Alltag können wir zum Teil nur auf zwei oder drei Sprachen übersetzen. Wir sind froh, wenn mal ein Kollege auf Türkisch übersetzen kann oder eine Kollegin auf Arabisch, aber dann ist das auch schon fast alles. Außerdem ist es bei uns so, dass in Düsseldorf die Dolmetscherdienste eingestellt wurden. Wir hatten ein Videodolmetscherportal, das ist jetzt eingestampft worden und nicht mehr nutzbar. Dolmetscher müssen wir mit sehr langer Vorlaufzeit beantragen – oft mehr als eine Woche vorher. Aber was ist, wenn einmal etwas Dringendes ist und ich mit Eltern sprechen muss, die eine andere Herkunftssprache haben? Das können wir eigentlich nicht leisten. Das ist schade. Und genau da greift „transcribby.ai“.
 

Tobias Grimm:
Wie funktioniert das Tool? 
 

Sascha Karpati:
Ganz kurz gesagt: Ich spreche als Lehrer in mein Mikrofon. Dann wird meine gesprochene Sprache an das digitale Endgerät der Schüler übersetzt. Bei uns an der Schule hat inzwischen jeder ein iPad. Das Schöne ist: Es wird direkt in Schriftsprache übersetzt, aber eben auch in gesprochene Sprache. Das heißt, die Schülerinnen und Schüler bekommen die Audiospur auf die Kopfhörer.
 

Tobias Grimm:
Das heißt also wirklich: Du sprichst auf Deutsch, das wird dann ins Arabische transkribiert und auch ins Arabische übersetzt, sodass man der Sprache folgen kann?
 

Sascha Karpati:
Genau. Das haben wir bei unseren Schülern getestet, ob das verständlich ist. Und ich spreche als Lehrer damit quasi alle Herkunftssprachen – und das Schöne ist: mit „transcribby.ai“ sogar gleichzeitig.
 

Tobias Grimm:
Der Schüler oder die Schülerin bekommt dann die eigene Muttersprache vorgesprochen. Wie ist das mit dem Spracherwerb? Funktioniert das trotzdem, dass man Deutsch lernt? 
 

Sascha Karpati:
Ich denke, da müssen wir uns erst einmal Forschungspartner an die Seite holen, die das wirklich untersuchen. Für mich als Deutschlehrer ist klar: Gesprochene Sprache ist noch einmal grundlegend anders als Schriftsprache, und die Kinder sollen Schriftsprache lernen. Wenn sie aber neu nach Deutschland kommen, dann ist es zunächst einmal wichtig, Teilhabe zu erfahren. Sie verbringen die meiste Zeit im Regelunterricht. In dieser Zeit sollen sie Bildungserfolge erleben, sie sollen sozial interagieren können. „transcribby.ai“ kann ja auch einfach dabei helfen, dass Kinder mit anderen Kindern sprechen.
 

Tobias Grimm:
Nadine, woran und womit könnt ihr bewerten, ob das Tool wirklich erfolgreich ist? Wie wird Erfolg gemessen? 
 

Nadine Wabel:
Wenn ich als Lehrerin zum Beispiel einfach eine Aufgabenstellung geben möchte, dann würde ich das Tool so einstellen, dass ich von vornherein auf Deutsch einspreche. Das ist auch etwas ganz Wichtiges: Ich muss vorher überlegen, in welchem Kontext ich das Ganze benutze. 
Wenn ich also auf Deutsch einspreche und sage, ich gebe jetzt nur eine Anweisung, ohne dass ich eine Rückantwort möchte – denn darauf können wir später auch noch kommen, weil das Tool das tatsächlich ebenfalls kann –, dann spreche ich zum Beispiel eine Arbeitsanweisung ein. 
Oder ich bin mit Eltern auf einem Informationsabend und habe dann die Situation, dass ich meinen Text spreche und sehen kann, was das Tool letztlich generiert. Das heißt: Ich sehe das auch auf Deutsch und dann kommen die Übersetzungen. Die Kinder oder die Erwachsenen, die das Endgerät nutzen, können dann weiter sliden und theoretisch sogar zwischen den Sprachen vergleichen.
Normalerweise wäre es so: Ich müsste das Kind erst befähigen, einen Übersetzer selbstständig zu bedienen, damit es sich vielleicht selbst helfen kann. Jetzt ist es aber so: Ich kann das vorkonfigurieren, und die Kinder oder Eltern scannen sich mit einem QR-Code ein. Dann habe ich schon vorbereitet, welche Sprachen ich in der jeweiligen Situation brauche, denn ich habe ja auch unterschiedliche Klassen mit unterschiedlichen Kindern. Dementsprechend kann ich im Vorfeld ganz viel regeln. Und je präziser ich einspreche – oder wenn ich theoretisch zu Hause schon testen kann, weil ich einen bestimmten vorgegebenen Text habe –, dann kann ich vorher im Glossar auch bestimmte Fachbegriffe hinterlegen. Wenn ich also Zeit für die Vorbereitung habe, dann habe ich die Möglichkeit, dass das Ergebnis immer besser wird.
 

Tobias Grimm:
Sascha, wie war der Weg dahin? Wie lange hat es gedauert, bis ihr das wirklich einsetzen konntet?
 

Sascha Karpati:
Der Weg dahin war abenteuerlich. Wir haben über Netzwerkpartner, die wir bei der Smart Education Night vor ein paar Jahren kennengelernt haben, nette Gespräche geführt, an einem Abend ein Glas Wasser getrunken – und dann ist es wie immer: Man sagt, ja, wir bleiben in Kontakt, und wenn ich jemanden habe, der dir bei deinen Voraussetzungen an der Schule helfen kann, dann vermittle ich einen Kontakt. Vielleicht sehen wir uns mal wieder.
Bei uns war es tatsächlich so, dass sich ein Netzwerkpartner aus dem Bitkom-Netzwerk bei uns gemeldet hat und gesagt hat: „Kommt, wir möchten eine Reportage über eure Medienscouts machen.“ Die haben wir dann auch gemacht. Und in diesem Rahmen fiel der Satz: „Ruf doch mal Jonas von der Hühnermesse an.“ Da habe ich mir gedacht: Jonas von der Hühnermesse? Aber okay – ich bin Hauptschullehrer, ich greife jeden Strohhalm, also rufe ich Jonas von der Hühnermesse an.
Wir haben das dann gemacht, uns mit ihm unterhalten, und das war erst einmal die Idee, dass „transcribby.ai“ in einem Messekontext aus der Landwirtschaft genutzt wurde. Das war für Menschen gedacht, die Schriftsprache beherrschen und lesekompetent sind. Dort wurde gesprochene Sprache einfach in Schriftsprache übersetzt – und das in irrer Geschwindigkeit. Da waren wir erst relativ skeptisch und haben gesagt: Das ist für unsere Kinder nichts. Das müssen wir irgendwie anpassen.
Das Schöne war aber, dass Jonas, der wirklich ein absolut wieselflinker Programmierer ist, sagte: „Wenn ihr Ideen habt, das Produkt zu verändern, dann machen wir das.“ Und dann kam auch die Idee mit der Sprachausgabe, weil wir anfangs wirklich der Meinung waren, das sei nichts für uns. Aber er sagte: „Nein, wir machen das mit Sprachausgabe, und wenn das dann in der Funktionalität noch nicht passt, dann machen wir es passend.“
So haben wir dann Ergebnisse gesammelt, auch aus Elterngesprächen, in denen mal vieles nicht klappt – eine Sprache läuft nicht, eine Übersetzung ist holprig und so weiter. Das haben wir an das Programmierer-Team und an Jonas weitergeleitet, und dann wurde daran gearbeitet. Das war eine Kooperation, wie man sie als Lehrkraft eigentlich nicht gewohnt ist, wenn man mit einem Wirtschaftsunternehmen zusammenarbeitet. Für uns war das total spannend. Und es war auch einfach schön.
 

Tobias Grimm:
Was steckt da technisch, finanziell und personell dahinter, Nadine?
 

Nadine Wabel:
Wir sind diejenigen an der Schule, die das jetzt mit unseren Klassen testen. Als wir gehört haben, was Wirtschaftsunternehmen für so etwas zahlen, war für uns als Hauptschule natürlich sofort klar: Wir sind darauf angewiesen, dass das hinterher irgendwie von der Stadt oder von anderer Seite finanziert wird.
 

Sascha Karpati:
Über das Pricing haben wir zwar noch gar nicht gesprochen, aber bislang haben wir es so gemacht: Die Mikros haben wir selbst angeschafft.
 

Nadine Wabel:
Genau, also letztlich vom eigenen Gehalt. Die Kinder sind ja eins zu eins mit iPads ausgestattet, diese Geräte benutzen wir. Wir warten alle auf den nächsten Digitalpakt, denn die Geräte veralten, und irgendwann stellt sich die Frage: Was kommt danach? Wenn Kinder zum Beispiel ein Gerät kaputt machen, stellt sich auch die Frage, was dann passiert – dann hat die Schule eben ein Gerät weniger zur Verfügung.
 

Sascha Karpati:
Was wir eigentlich nur brauchen, ist das Endgerät, das in Düsseldorf zur Verfügung gestellt wurde, ein Mikrofon mit Rauschunterdrückung und natürlich die Anwendung.
 

Nadine Wabel:
Ja, und man muss sagen: Es kommt auch auf das Gerät an. Ich habe ein iPad, das ich mir zur Corona-Zeit angeschafft habe, und darauf läuft es eigentlich ganz gut. Das Mikro erkennt Sprache – je nach Raumlautstärke – wirklich sehr gut, gerade wenn der Raum leise ist, was wir ja in bestimmten Phasen durchaus haben. Dann funktioniert es sogar aus zwei Metern Abstand. Wichtig ist natürlich nur, dass nicht andere dazwischenreden. Wenn ich dann etwas einspreche oder diktiere und mich dabei ein wenig durch den Raum bewege, um bei den Schülern zu schauen, was sie gerade machen oder schreiben, dann wird das alles aufgenommen.
Perspektivisch wäre eine Anpassung hilfreich: Wenn ein Satz transkribiert wurde und dieser Satz nicht stimmt oder nicht in die Übersetzung soll, wäre es gut, wenn wir ihn einfach wegklicken könnten. Aber ich denke, wenn wir Jonas das melden, dann wird er das ganz schnell umsetzen. Das ist nichts, bei dem ich sagen würde, ich könnte es deshalb noch nicht präsentieren. Im Gegenteil: Es ist total spannend, dass jetzt bei dem Netzwerktreffen vielleicht noch weitere Ideen dazukommen, welche Wünsche es geben könnte, wenn vorgestellt wird, wie das funktioniert. Dann kann man das alles einbringen und das Projekt noch besser machen.
 

Tobias Grimm:
Das heißt, ihr habt weiterhin diese externe Person, die sich darum kümmert, dass alles am Laufen bleibt, dass es Updates gibt und so weiter?
 

Sascha Karpati:
Genau. Es ist einfach ein Pilotprojekt. Wir sind deutschlandweit derzeit die einzige Schule, die das macht. Und gerade ist es auch unsere Aufgabe, das Produkt speziell für schulische Kontexte zu optimieren und anzupassen. Das ist unsere Passion. Die technische Umsetzung, also Backend und Programmierung, machen dann die Leute, die das können – beziehungsweise die Damen und Herren, die das professionell umsetzen.
 

Tobias Grimm:
Es gibt die Annahme: Digitalisierung ist total anstrengend, eine riesige Herausforderung. Wie habt ihr diesen Schritt zu „transcribby.ai“ wahrgenommen? War das eher anstrengend oder habt ihr gesagt: Wir brauchen jetzt einfach wirklich diese Lösung?
 

Sascha Karpati:
Wenn ich anfangen darf: Für mich war ganz klar, dass die Bedarfe deutlich erkennbar sind. Ich bin froh, wenn uns da jemand unterstützt. Wie ich eben schon gesagt habe: Ich greife da jeden Strohhalm, gerade als Hauptschullehrer. Unsere Ressourcen sind absolut begrenzt, die Hilfestellungen von außen ebenfalls. Dass wir überhaupt als Schule so starke Netzwerkpartner an der Seite haben, ist für uns als Hauptschule, die eigentlich kaum Sichtbarkeit erfährt und meistens auch nicht als Ort von Innovation wahrgenommen wird, überragend.
 

Nadine Wabel:
Und es wäre total schön, weil wir eben die Kinder haben, die so viele Sprachen mitbringen. Wenn Sprache als Chance gesehen wird und wenn ich mit dem, was ich mitbringe, angenommen werde, dann entsteht bei den Kindern eine ganz andere Motivation. 
Bei uns ist es auch so, dass die Kinder ganz selbstverständlich mitdenken, dass Kinder aus anderen Ländern da sind. Wir hatten zum Beispiel eine Verabschiedung, und da haben Schüler von sich aus in der Heimatsprache des Kindes etwas an die Tafel geschrieben – in dem Fall Japanisch. Häufig sind sie noch nicht in der Lage, gut Deutsch zu schreiben, trainieren gerade erst das Schreiben und wagen sich dann an Japanisch heran, wo ich sagen würde: Ich habe in meinem ganzen Leben, glaube ich, noch nie Japanisch geschrieben.
 

Tobias Grimm:
Ihr habt diese Lösung jetzt entwickelt. Sascha, du hast es gesagt: Ihr seid die erste Schule, die dieses Tool nutzt. Gibt es bei euch schon Ideen, das in einen Wissenstransfer zu bringen, sodass andere Schulen von dem profitieren können, was ihr bisher gelernt habt?
 

Sascha Karpati:
Das wäre perspektivisch natürlich wunderbar. Aber wir sind jetzt noch in einer Phase, in der wir selbst ausprobieren, geschult wurden, umsetzen und auch stark von unseren eigenen Annahmen abhängen, die wir da hineininterpretieren. 
Natürlich sehen wir Motivation, wir sehen einen Motivationsschub, wir sehen, dass sich die Kinder wertgeschätzt fühlen. Denn die eigene Sprache, die Herkunftssprache, ist ein starker Teil der Identität. Wenn diese Sprache auf einmal auch im schulischen Kontext einen Platz findet, dann macht das etwas mit den Schülern.
Was wir aber noch nicht erfahren haben, sind Abnutzungseffekte. Was wir ebenfalls noch nicht systematisch untersucht haben, wäre zum Beispiel die Frage: Bei welchem Schüler ist es denn besonders vorteilhaft, das Tool einzusetzen? Wie lange setze ich es ein? In welcher Sprache? In welcher Phase des Spracherwerbs muss ein Schüler sein, damit das Tool seine Wirkung wirklich voll entfalten kann? Und wann ist es für den Spracherwerb vielleicht besser, auf andere Methoden zurückzugreifen? Denn letztlich ist es nur ein Tool unter vielen. Es ist keine eierlegende Wollmilchsau. So ist das.
 

Tobias Grimm:
Die nächste Frage geht an euch beide: Wenn ihr in Richtung Politik oder vielleicht auch in Richtung Wirtschaft schaut – wo sind Punkte, bei denen ihr sagt: Hier brauchen wir noch Unterstützung, um Schule künftig noch digitaler zu machen?
 

Nadine Wabel:
Also vielleicht ganz grundsätzlich: Es wäre schön, wenn man sich überhaupt keine Gedanken um Finanzierung machen müsste und einfach klar wäre, dass man unterstützt wird und die notwendige Ausstattung bekommt. Vielleicht müsste das über einen Schlüssel gehen: Wenn Schüler genau diesen Bedarf haben, um teilzunehmen und ihre Ideen einzubringen. Denn wir haben ja die Situation, dass Sprache letztlich für eine gute Idee das Hindernis ist – und das darf sie eigentlich nicht sein. Da müsste man ganz klar sagen: Es gibt diese und jene Sprachen, es gibt diese und jene Benachteiligungen, und wir steigern die Chancengleichheit genau dadurch, dass wir die Lehrkräfte entlasten, damit sie sich nicht ständig überlegen müssen, wie sie diese Situation im Einzelfall ausgleichen.
 

Tobias Grimm:
Sascha, bei dir?
 

Sascha Karpati:
Von der Politik würde ich mir wünschen, dass es auf jeden Fall Finanzierungssicherheit gibt. Im Rahmen des Digitalpakts 2.0 braucht es eine klare Finanzierung, um diese Kultur der Digitalität wirklich praktizieren zu können. Es müssten auf jeden Fall Paketlösungen bereitgestellt werden. Wenn man das Produkt skalieren will, wenn man „transcribby.ai“ in andere Schulen bringen will, dann darf das nicht von irgendwelchen Lehrkräften wie uns abhängen, die sich da als Freaks in ihrer Freizeit noch hineinknien und alles Mögliche ausprobieren. Es muss eine Paketlösung geben, wie Lehrkräfte systematisch fortgebildet werden, damit so etwas sehr einfach an den Schulen ausgerollt werden kann und in der Breite für alle nutzbar wird. Das hätte einen riesigen gesellschaftlichen Effekt. 
Also: Finanzierungssicherheit, auf jeden Fall Paketlösungen und nichts zusätzlich on top für Lehrkräfte – das wäre schön.
 

Tobias Grimm:
Nadine, Sascha, vielen Dank für das Gespräch. Und für alle, die mehr über die Smart-School-Initiative des Bitkom erfahren möchten: Den Link zur Website habe ich in der Podcast-Beschreibung hinterlegt.

 

 

Terminkalender

 

Tobias Grimm:
Mit einem Blick auf Kalenderwoche 17, in der eine Sitzungswoche im Deutschen Bundestag stattfindet: Auf der digitalpolitischen Agenda des Bundeskabinetts steht am 22.04. unter anderem der Entwurf eines Aktionsprogramms der Bundesregierung zur Umsetzung der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie. In Brüssel finden Ausschuss- und Fraktionssitzungen statt, allerdings ohne digitalpolitischen Schwerpunkt.
Eventseitig steht am 23. April der Digital Sustainability Summit im Umweltforum in Berlin auf dem Programm. Dort soll diskutiert werden, wie es gelingt, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit strategisch zusammenzudenken. Mit dabei ist unter anderem Reem Alabali Radovan, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Außerdem startet am 20. April die Hannover Messe. In diesem Jahr liegt der Fokus auf autonomen Robotern und generativer KI.
Weitere Nachrichten aus der Digitalbranche gibt es wie immer auf Bitkom.org. Danke fürs Zuhören und bis nächsten Freitag.