Frau klettert an einer Felswand, zwei Personen beobachten sie. Klettermatten liegen am Boden, Sonnenaufgang im Hintergrund.
Überblick

Startup- & Scaleup-Strategie

Finanzierung

Der Zugang zu Kapital ist eine zentrale Voraussetzung dafür, dass Startups wachsen und zu international erfolgreichen Scaleups werden können. Gerade junge Unternehmen sind häufig auf Wagniskapital angewiesen, weil klassische Finanzierungswege ihre Geschäftsmodelle und Risikoprofile oft nur unzureichend abbilden.

 In Deutschland hat sich der Kapitalmarkt für Startups zwar über die letzten Jahre weiterentwickelt, bleibt im internationalen Vergleich aber besonders bei großen Finanzierungsrunden und späteren Wachstumsphasen ausbaufähig. Die Strategie nimmt deshalb bessere Finanzierungsbedingungen entlang der gesamten Unternehmensentwicklung in den Blick. Dazu gehören mehr privates und institutionelles Kapital, stärkere Wachstumsfinanzierung und bessere Voraussetzungen für erfolgreiche Exits.

Maßnahmen

  • Verstetigung des Zukunftsfonds / Zukunftsfonds II (Deutschlandfonds) 
  • Ausweitung der Startup- und Scaleup-Finanzierung 
  • Scale-up Direct (Deutschlandfonds / Zukunftsfonds) 
  • First-of-a-Kind (FOAK)-Investitionen (Deutschlandfonds / ZukunftsfondsFinanzierung strategischer Technologiebereiche  
  • Finanzierung strategischer Technologiebereiche 
  • Venture Capital-Beteiligungen der Landwirtschaftlichen Rentenbank (LR) 
  • Zugang zu Eigenkapital und eigenkapitalnahen Mezzanine-Finanzierungen 
  • HTGF V 
  • VC in der Altersvorsorge 
  • Investitionen von Stiftungen in Startups 
  • Fortführung der WIN-Initiative  
  • Wachstumsfonds II 
  • Reform von Solvency II 
  • INVEST-Programm 
  • Gründungstalente aus dem Erwerbsleben 
  • KfW Gründerkredit – StartGeld 
  • Tech-to-Product – Entwicklung souveräner und marktorientierter Innovationen in digitalen Technologien 
  • Bundesagentur für Sprunginnovationen SPRIND  
  • Meilensteinbasierte Finanzierung im Bereich Fusion 
  • Startup-Finanzierung über Landwirtschaftliche Rentenbank (LR) 
  • Games-Förderung des Bundes 
  • European Tech Champions Initiative 
  • EIF German Equity 
  • European Scaleup Fund  
  • EIC Accelerator 
  • Europäische Spar- und Investitionsunion 
  • Abbau grenzüberschreitender Investitionshemmnisse 
  • Effizienzsteigerung der Europäischen Nachhandelsinfrastruktur 
  • Sekundärmarkt für VC/PE-Fondsanteile 
  • Transparenz für VC als Anlageklasse 
  • Roll-over (Standortfördergesetz) 
  • Reduktion der Mindesthaltefrist für veräußerte Wirtschaftsgüter 
  • Steuerliche Behandlung von PE-Fonds 
  • Vereinfachung von Erstemissionen (Standortfördergesetz) 
  • Prüfung Listing-spezifischer Sonderpflichten und befristeter IPO-Erleichterungen (IPO-Ramp-On) 
  • Anforderungen an gelistete Unternehmen prüfen 
  • Verbesserung der Verlustverrechnung bei Beteiligungserwerben 

Einordnung

Aus Sicht des Bitkom ist es richtig, dass die Strategie Finanzierung nicht nur in der frühen Gründungsphase betrachtet, sondern stärker auf Wachstum und Skalierung ausrichtet. Gerade in Zukunftsfeldern wie KI, Quantencomputing, Cybersicherheit oder ClimateTech brauchen Startups und Scaleups Zugang zu deutlich mehr Wachstums- und Wagniskapital. Wichtig ist, dass private und institutionelle Investoren stärker incentiviert werden, etwa durch bessere steuerliche Rahmenbedingungen, und große Finanzierungsrunden künftig häufiger aus Deutschland und Europa heraus möglich sind. Entscheidend wird sein, ob die angekündigten Maßnahmen mit klaren Zielmarken, ausreichendem Volumen und besseren Exit-Bedingungen hinterlegt werden.

Bildung, Ausgründungen und Transfer

Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind wichtige Ausgangspunkte für neue Technologien und wissensbasierte Gründungen. Damit aus Forschung häufiger marktfähige Innovationen entstehen, braucht es bessere Strukturen für Ausgründungen, mehr Gründungswissen und einen schnelleren Transfer in die Anwendung. Besonders für Deeptech-Startups sind klare Wege beim Umgang mit geistigem Eigentum, gute Förderangebote und die Vernetzung mit Unternehmen und Investoren entscheidend. Die Strategie setzt hier auf eine stärkere Verbindung von Wissenschaft, Unternehmertum und Markt. Ziel ist, dass Gründung aus der Forschung einfacher, sichtbarer und langfristig selbstverständlicher wird. 

Maßnahmen

  • BMWE-Geschäftsstelle „Gründung in school"
  • Entrepreneurship Education in den Lehrplänen
  • Startups und Role Models im Unterricht
  • Weiterentwicklung der Initiative „Young Entrepreneurs in Science (YES)"
  • exist Startup Factories
  • exist-Programm
  • exist-Academy
  • exist „ready to Invest"-Komponente
  • exist-Women
  • exist-Modellprojekte
  • Unipreneur-Initiative
  • Accelatorenprogramm der Landwirtschaftlichen Rentenbank (LR) für agrarnahe Startups
  • Nationale IP-Strategie
  • Deutsche Anwendungsforschungsgemeinschaft (DAFG)
  • Budget an Hochschulen für Ausgründungen und IP-Transfer
  • IP als Leistungsindikator
  • Zentraler IP-Werkzeugkasten und IP-Dealdatenbank
  • IP-Awareness
  • Synergieeffekte IP-Awareness
  • WIPANO-Programm
  • Reallabore als Instrument für Innovationstransfer
  • Fachgesetzliche Experimentierklauseln
  • Reallabore-Innovationsportal
  • Reallabore und Experimentierklauseln im EU Innovation Act
  • Neue Erprobungsmöglichkeiten für Verwaltungs- und Genehmigungsprozesse
  • Reallabore und Testumgebungen für KI-Anwendungen
  • KI-Reallabore im Gesundheitswesen
  • Infrastruktureinrichtungen für DeepTech-Startups
  • Startup-Förderung in den Quantentechnologien
  • Batterie StartUp Inkubator
  • GO-Bio
  • KMU-i Biomedizin
  • Transferinitiative F.A.S.T. (Forschung – Ausgründungen – Skalierung – Transfer)
  • Validierungsförderung VIP+
  • Cluster und Netzwerke zwischen Wissenschaft, Industrie und Investoren
  • Startup-Förderung „StartUpSecure" und „StartUpConnect"
  • Skalierungsstelle Nachhaltiger Konsum

Einordnung

Der Bitkom begrüßt, dass Ausgründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen weiterhin ein Schwerpunkt der Strategie sind. Deutschland hat exzellente Forschung, bringt dieses Potenzial aber noch zu selten schnell genug in marktfähige Unternehmen. Programme wie EXIST, die Startup Factories und Reallabore können wichtige Hebel sein, wenn sie konsequent auf Tempo, Skalierung und unternehmerische Praxis ausgerichtet werden.  Besonders wichtig bleibt eine gründungsfreundliche IP-Praxis, die Forschungseinrichtungen klare und verbindliche Rahmenbedingungen für Ausgründungen gibt. 

Bei den Maßnahmen zu Ausgründungen bleibt die Strategie jedoch hinter den Ambitionen des Koalitionsvertrags zurück. Dort war noch von standardisierten Ausgründungsverträgen für Forschungseinrichtungen die Rede, die insbesondere die Nutzung von geistigem Eigentum gegen marktübliche Anteile ermöglichen sollten. Nun ist lediglich vorgesehen, bestehende Musterverträge, Checklisten und Leitfäden in einem zentralen Werkzeugkasten für den IP-Transfer zu bündeln und weiterzuentwickeln. Das ist ein sinnvoller Schritt, reicht für mehr Verbindlichkeit und bessere Ausgründungsbedingungen aber nicht aus. 

Sicherheit und Verteidigung

Mit Sicherheit und Verteidigung ist erstmals ein eigenes Themenfeld Teil der Startup- und Scaleup-Strategie. Das zeigt, dass sicherheitsrelevante Technologien für das Startup-Ökosystem und für die strategische Handlungsfähigkeit Deutschlands an Bedeutung gewinnen. Startups entwickeln heute Lösungen in Bereichen wie Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit, Drohnen, Datenanalyse und Dual-Use, die sowohl zivil als auch sicherheitspolitisch relevant sind. 

Gleichzeitig brauchen diese Unternehmen besseren Zugang zu Kapital, schnellere Beschaffungswege und stärkere Verbindungen zu staatlichen Bedarfsträgern. Die Strategie zielt darauf, Startups, Forschung, Industrie, Finanzierung und öffentliche Auftraggeber in diesem sensiblen Bereich enger zusammenzubringen. 

Maßnahmen

  • Direktbeteiligungsvehikel für Unternehmen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (Deutschlandfonds/Zukunftsfonds)
  • Investitionen in VC-Fonds für Startups und Scaleups der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (Deutschlandfonds/Zukunftsfonds)
  • Praxistest der Ausweitung der Investitionsmöglichkeiten von VC-Fonds, in die der EIF investiert ist
  • Förderinstrumente der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) für den Verteidigungsbereich
  • Technologische Innovationen im Bereich Maritime Technik zum Schutz von maritimen Infrastrukturen
  • Beschleunigte Planung und Beschaffung für die Bundeswehr
  • Vernetzungsplattform „SVI Connect"
  • Defence-Vernetzungsprogramm des de:hub Security & Defence München
  • NATO Defence Innovation Accelerator for the North Atlantic (DIANA)
  • Hub for EU Defence Innovation (HEDI)
  • Innovation Hubs für Sicherheit und Verteidigung
  • Innovationszentrum der Bundeswehr (InnoZBw)
  • Cyber Innovation Hub der Bundeswehr (CIHBw)
  • NATO Innovation Fund (NIF)
  • Strategische Rüstungsexporte und effiziente Exportkontrollverfahren

Einordnung

Der Bitkom begrüßt ausdrücklich, dass Sicherheit und Verteidigung als eigenes Handlungsfeld in der Strategie verankert wird. Besonders positiv ist das neue Vehikel für Direktbeteiligungen, wenngleich Fragen zu Zeitplan und Zielvolumen offen bleiben. Die vorgesehenen Netzwerk- und Kooperationsstrukturen können dazu beitragen, Startups, Forschung, Industrie und militärische Bedarfsträger besser miteinander zu verbinden. Positiv ist zudem der Ausbau der Innovationsstrukturen, durch den neue Technologien schneller erprobt und für die Verteidigungsfähigkeit nutzbar gemacht werden können.

Bürokratieabbau

Für junge Wachtumsunternehmensind schnelle und digitale Verfahren ein wichtiger Standortfaktor. Lange Bearbeitungszeiten, komplexe Nachweise und analoge Prozesse binden Ressourcen, die Startups und Scaleups eigentlich für Produktentwicklung, Kunden und Wachstum brauchen. 

Die Strategie greift zentrale Hebel für einfachere Gründungen und weniger administrative Belastung auf. Dazu zählen beschleunigte Gründungsprozesse, digitale Verwaltungsverfahren, modernisierte Register, leichter zugängliche Förderangebote und weniger Berichtspflichten. Entscheidend wird sein, ob diese Vorhaben im Alltag von Gründerinnen, Gründern und Scaleups tatsächlich zu spürbarer Entlastung führen. 

Maßnahmen

  • Hebelprojekt „Schneller Gründen"
  • Erteilung der Steuernummer
  • 28. Regime
  • Online-Beurkundungsverfahren
  • Zentrale Ausstellung von e-Apostillen
  • Förderzentrale Deutschland
  • Vereinfachung des Verfahrens zur Beantragung der Forschungszulage
  • Beratungs- und Schulungsangebote
  • Pauschalen zur Abrechnung förderfähiger Kosten
  • Zulassungs- und Genehmigungsverfahren in spezifischen Bereichen
  • Beratungsangebote bei Zulassungs- und Bewilligungsbehörden
  • Praxischecks zu Zulassungsverfahren

Einordnung

Der Bitkom begrüßt, dass die Strategie das Ziel schnellerer und einfacherer Gründungen klar aufgreift. Ein Gründungsbeschleunigungsgesetz ist ein wichtiger Schritt, wenn zentrale Hürden wie der schnelle Zugang zur Steuernummer und die Registermodernisierung infolge umgesetzt werden. Entscheidend ist, dass digitale Verfahren nicht nur punktuell verbessert werden, sondern durchgängig, nutzerfreundlich und medienbruchfrei funktionieren. Auch bei Themen wie Förderzugang, digitalen Beurkundungen und weniger Berichtspflichten braucht es konkrete Zeitpläne, messbare Ziele und eine zügige Umsetzung. Mit der EU Inc. und dem 28th Regime bietet sich zudem die Chance, diese Modernisierung verbindlicher voranzutreiben und Deutschland als attraktiven Gründungs- und Investmentstandort zu stärken. Bitkom begrüßt, dass die Bundesregierung den Vorschlag aktiv unterstützen will. 

Vergabe und Wettbewerb

Der öffentliche Sektor kann für Startups ein wichtiger erster Kunde und ein starker Referenzmarkt sein. Bislang ist der Zugang zu öffentlichen Aufträgen jedoch oft schwierig, weil Vergabeverfahren komplex sind und junge Unternehmen häufig nicht zu klassischen Anforderungen wie langen Referenzlisten oder Unternehmenshistorien passen. Die Strategie setzt deshalb auf einfachere und schnellere Verfahren, bessere Möglichkeiten für Direktaufträge und fairere Wettbewerbsbedingungen

Auch schnellere Zahlungsprozesse können für Startups wichtig sein, weil Liquidität gerade in frühen Wachstumsphasen entscheidend ist. Wenn öffentliche Beschaffung Startup-freundlicher wird, können innovative Lösungen schneller in Staat und Verwaltung ankommen. 

Maßnahmen

  • Direktauftragswertgrenze für Vergaben an Startups
  • Innovative Unternehmen und Startups im Rahmen des Vergabebeschleunigungsgesetzes
  • Reform der europäischen Vergaberichtlinien
  • „Digitaler Marktplatz Deutschland"
  • Kompetenzzentrum Innovative Beschaffung
  • Zentrale Austauschplattform für Vergabestellen
  • Vergaben an innovative GovTech Startups
  • Agentic AI Hub
  • Verfahrensart Innovationspartnerschaft
  • Innovationspartnerschaften: Leitfäden und Best Practice Beispiele
  • Digital Markets Act
  • Cloud-Dienste im Digital Markets Act
  • PLAIN Accelerator Ökosystem
  • Expertenkommission „Wettbewerb und künstliche Intelligenz"
  • Data Act / Data Governance Act
  • Kultur der Datennutzung mit Rechtsklarheit und Grundrechtsschutz
  • Ausbau leistungsfähiger Breitbandnetze
  • Verbesserte Datennutzung zu Forschungszwecken
  • Zweckbasierter Zugang zu Gesundheitsdaten 

Einordnung

Aus Sicht des Bitkom ist der Fokus auf öffentliche Beschaffung besonders wichtig, weil der Staat für viele Startups ein zentraler Referenzkunde sein könnte. Bislang sind öffentliche Aufträge für junge Unternehmen aber oft schwer erreichbar, obwohl gerade sie innovative digitale Lösungen für Verwaltung und öffentliche Infrastruktur anbieten. Vereinfachte Verfahren, höhere Direktauftragsgrenzen und schnellere Zahlungsprozesse können hier einen konkreten Unterschied machen. Entscheidend ist, dass Startup-freundliche Vergabe nicht nur angekündigt, sondern in Bund, Ländern und Kommunen praktisch anwendbar wird.

Fachkräfte

Startups und Scaleups brauchen qualifizierte Talente, um neue Technologien zu entwickeln und Wachstum zu stemmen. Der Fachkräftemangel ist deshalb für viele junge Unternehmen eine direkte Wachstumsbremse. Die Strategie nimmt vor allem den Zugang zu internationalen Fachkräften, digitale Antragswege, bessere Informationen für Gründerinnen und Gründer sowie attraktivere Arbeitsbedingungen in den Blick. 

Auch Mitarbeiterkapitalbeteiligungen, Remote-Work und bessere Bleibeperspektiven für internationale Gründerinnen und Gründer spielen dabei eine Rolle. Zusätzlich soll die Beteiligung von Frauen im Startup- und Investment-Ökosystem gestärkt werden. 

Maßnahmen

  • Flexibilisierung hochvergüteter Arbeitsverhältnisse  
  • Internationale Gründerinnen und Gründer im Förderprogramm „exist“ 
  • Regelungen für Remote Work in der EU  
  • Global Certification and Consulting Centre (GCCC) 
  • Scheinselbständigkeit vermeiden: Verfahren zur Statusfeststellung vereinfachen 
  • Besserstellungsverbot 
  • Mitarbeiterkapitalbeteiligung
  • Gleichstellung im Erwerbsleben und Unternehmensgründung / Vereinbarkeit von Selbständigkeit und Familie 
  • Steuerlicher Abzug der Kinderbetreuungskosten
  • Stipendien für Investmentmanagerinnen 
  • Führung und Aufsicht von öffentlichfinanzierten Wagniskapitalfonds 
  • Stärkung von Investorinnen im Business Angel Markt 

Einordnung

Der Zugang zu Talenten bleibt eine zentrale Wachstumsfrage für Startups und Scaleups.Die im Koalitionsvertrag verankerte Work and Stay Agentur wird zwar in der Strategie genannt, jedoch nicht als konkrete Maßnahme aufgeführt. Dabei ist entscheidend, dass Verfahren schneller, transparenter und verlässlicher werden, damit junge Unternehmen im internationalen Wettbewerb um Talente bestehen können. Gleichzeitig braucht es bessere Rahmenbedingungen für Mitarbeiterkapitalbeteiligungen, Remote Work und mehr Diversität im Startup und Investment Ökosystem. Positiv ist die angekündigte Bitkom-Forderung zur Flexibilisierung hochvergüteter Arbeitsverhältnisse.

Kooperationen

Kooperationen zwischen Startups, Mittelstand und etablierten Unternehmen können Innovation deutlich schneller in die Anwendung bringen. Startups bringen neue Technologien, Tempo und spezialisierte Lösungen ein, während etablierte Unternehmen Marktzugang, Kundennähe und Skalierungskraft bieten. In der Praxis scheitert Zusammenarbeit aber häufig an unterschiedlichen Prozessen, Einkaufshürden oder fehlenden Anknüpfungspunkten. Die Strategie setzt deshalb auf mehr gemeinsame Projekte, stärkere Netzwerke und Formate wie Venture-Clienting. So sollen Startups schneller relevante Kunden finden und Unternehmen leichter Zugang zu innovativen Lösungen bekommen.

Maßnahmen

  • Co-Innovation im Rahmen des IGP
  • Venture Clienting: Stakeholderprozess
  • Zusammenarbeit Startups - etablierte Unternehmen
  • Systematische Vernetzung Mittelstand - Startups 
  • KI-Servicezentren als Anlaufpunkt für Mittelstand & Startups und deren Zusammenarbeit 

Einordnung

Eine bessere Zusammenarbeit zwischen Startups, Mittelstand und Industrie sind ein zentraler Hebel, um Innovation schneller in die Anwendung zu bringen. Der Bitkom begrüßt, daher das Vorhaben, Formate wie Venture-Clienting und gemeinsame Projekte stärker in den Blick zu nehmen, etwa durch Intensivierung der Arbeit der de:hub-Initiative in diesem Bereich. Entscheidend ist dabei jedoch, dass Kooperationen nicht bei Netzwerktreffen stehenbleiben, sondern in echte Pilotprojekte, Aufträge und langfristige Partnerschaften übergehen. Dafür braucht es auf Seiten etablierter Unternehmen mehr Offenheit, schnellere Einkaufsprozesse und klare Anlaufstellen für innovative Startup-Lösungen. 

Internationalisierung und Vernetzung

Viele Startups müssen früh international wachsen, um ihr Marktpotenzial auszuschöpfen. Gleichzeitig braucht der Standort Deutschland mehr Sichtbarkeit und bessere Orientierung für Gründerinnen, Gründer, Investoren und Talente aus dem In- und Ausland. Die Strategie setzt daher auf den Ausbau bestehender Internationalisierungsangebote und eine stärkere gemeinsame Positionierung des deutschen Startup-Ökosystems. Programme, Netzwerke und Plattformen sollen besser miteinander verzahnt werden, damit Startups passende Unterstützung schneller finden. Ziel ist ein Standort, der international sichtbarer wird und junge Unternehmen beim Wachstum über Deutschland hinaus wirksamer begleitet. 

Maßnahmen

  • „Startup Germany"
  • Expat-Netzwerk
  • Mentoring-Programm
  • Soft-Landing-Programme für ausländische Startups
  • „Startup-Germany"-Summit
  • Stakeholder-Plattform
  • Austausch- und Vernetzungsformate zwischen Bund und Ländern
  • Ressortübergreifendes Austauschformat zur Startup-Politik
  • Effizienzcheck der Startup-Förder- und Finanzierungsarchitektur
  • Community Nachhaltige Digitalisierung
  • Demo-Days und Transferveranstaltungen
  • „German Accelerator"
  • „Invest in Germany Summit"
  • Data Innovation Lab
  • Innovationsnetzwerk zwischen Israel und Deutschland

Einordnung

Der Bitkom begrüßt den stärkeren europäischen und internationalen Fokus der Strategie. Viele Startups müssen früh internationale Märkte erschließen, wenn sie wirklich skalieren und global wettbewerbsfähig werden wollen. Programme wie der German Accelerator und eine stärkere Dachmarke für den Startup-Standort Deutschland können helfen, Sichtbarkeit, Orientierung und Marktzugang zu verbessern. Entscheidend ist, dass Vernetzung, Internationalisierung und Standortmarketing enger zusammengedacht werden und die Maßnahmen Startups konkret beim Wachstum in Europa und darüber hinaus unterstützen.