Zwei Projekte mit „Preis für digitales Miteinander“ ausgezeichnet

  • Bümmersteder Seniorenbüro und „Mitwirk-O-Mat“ werden für herausragenden Beitrag für digitales Miteinander geehrt
  • Preisgeld beträgt jeweils 10.000 Euro; mehr als 300 Bewerbungen
  • Bundesweiter Aktionstag am 18. Juni 2021 soll Digitalisierung mit über 2.000 Veranstaltungen verständlich machen

Berlin, 16. Juni 2021 - Doppelte Freude in Niedersachsen: Zwei lokale Projekte aus Oldenburg und Lüneburg erhalten in diesem Jahr den „Preis für digitales Miteinander“. Die mit insgesamt 20.000 Euro dotierte Auszeichnung wird anlässlich des Digitaltags verliehen. Der bundesweite Aktionstag für digitale Teilhabe findet am 18. Juni 2021 zum zweiten Mal statt. Gewinner des Preises sind in der Kategorie „Digitale Teilhabe“ das Bümmersteder Seniorenbüro und in der Kategorie „Digitales Engagement“ der Mitwirk-O-Mat. Das gab die Initiative „Digital für alle“ bekannt.

Das gesamtgesellschaftliche Bündnis ist Trägerin des Digitaltags. Die Entscheidung über die Preisträger traf eine hochkarätige Jury, darunter Bundeslandwirtschafts- und -Ernährungsministerin Julia Klöckner, der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland Heinrich Bedford-Strohm und der Inklusions-Aktivist Raul Krauthausen.

„Ich hätte in diesem Jahr mit keinem Jury-Mitglied tauschen wollen. Die Entscheidung, aus über 300 Bewerbungen nur zwei Initiativen auszeichnen zu können, ist allen Beteiligten wirklich schwergefallen“, sagt Anna-Lena Hosenfeld, Geschäftsführerin von „Digital für alle“. „Die beiden geehrten Projekte leisten einen herausragenden Beitrag für mehr digitale Teilhabe in Deutschland. Unser großer Dank gilt allen Nominierten sowie Bewerberinnen und Bewerbern, die mit ihren Projekten allesamt und jeden Tag einen Beitrag leisten, dass in Deutschland bald niemand mehr im digitalen Abseits stehen muss.“ 

Die ausgezeichneten Initiativen im Kurzportrait

Ausgezeichnet in der Kategorie „Digitale Teilhabe“: „Digitales Lernen für ältere Menschen“ | Bümmersteder Seniorenbüro; Ev.-Lutherische Kirchengemeinde Osternburg in Oldenburg: Damit Deutschland digital zusammenwächst, braucht die Teilhabe an der vernetzten Welt einen generationenübergreifenden Ansatz. Darauf setzt das Bümmersteder Seniorenbüro. Es bringt Tandems aus jungen Freiwilligen mit älteren Menschen mit wenigen oder keinen digitalen Kompetenzen zusammen. Das Projekt leistet damit einen Beitrag für Seniorinnen und Senioren, sich selbstbestimmter in der digitalen Welt bewegen zu können. Und wer dafür noch kein eigenes Endgerät hat, kann sich kostenfrei eines ausleihen. So werden im engen Austausch Kenntnisse über Videotelefonie, das Schreiben von E-Mails oder das Hören von Musik erarbeitet. Ältere Teilnehmende bleiben mit ihren Familien in Kontakt oder können an virtuellen Gottesdiensten oder Konzerten teilnehmen.

| Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und Jury-Mitglied: „In der Corona-Pandemie ist die gesellschaftliche Teilhabe gerade für ältere Menschen drastisch eingeschränkt worden. Das Bümmersteder Seniorenbüro hat darauf schnell und unbürokratisch eine Antwort gefunden. Das Projekt ist ein herausragendes Beispiel für freiwilliges Engagement, das sich angesichts der zunehmenden Digitalisierung in Pandemie-Zeiten gebildet hat. Das Ziel und dessen erfolgreiche Umsetzung, in der digitalen Welt niemanden zurückzulassen, sind absolut preiswürdig.“

| Weitere Informationen: https://www.ev-kirche-osternburg.de/ueber-uns/seniorenbueros/bsb-buemmersteder-seniorenbuero#diglernen

Ausgezeichnet in der Kategorie „Digitales Engagement“: „Mitwirk-O-Mat“ | Lebendiges Lüneburg und Ehrenamtskoordination der Stadt Gütersloh: Die Lust, sich in Deutschland ehrenamtlich zu engagieren, ist groß. Nur wo? Diese Frage stellen sich unzählige Menschen, denen die Wahl zwischen passenden Initiativen, Vereinen und Aktionen oft schwerfällt. Felix Englisch und Jonas Schröder wollten genau dieses Problem lösen, als sie 2020 den Mitwirk-O-Mat erfanden. Das Prinzip des Programms ist schnell erklärt: Eine Web-Anwendung verrät Bürgerinnen und Bürgern, welche der zahlreichen lokalen Initiativen für Ehrenamt und Engagement am besten zu ihnen passt. Nach 20 beantworteten kurzen Fragen schlägt der Algorithmus passende Initiativen vor. Nutzende können sich mit der Anwendung weiter informieren, die Vorschläge vergleichen oder direkt Kontakt aufnehmen. Der ansprechende und niedrigschwellige Einstiegspunkt ins Ehrenamt ist in Lüneburg mit 68 eingetragenen Initiativen verfügbar und wurde wenige Monate nach dem Start von mehr als 1.000 Nutzenden konsultiert.

| Petra Bentkämper, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes e.V. und Jury-Mitglied: „Fast alle in Deutschland kennen das Wahl-O-Mat-Prinzip. Es ist ein intuitiver und unterhaltsamer Beitrag zur politischen Bildung. Diese Idee als niedrigschwelligen Einstieg ins Ehrenamt zu nutzen, leistet einen auszeichnungswürdigen Beitrag dazu, auch künftig junge Menschen für zivilgesellschaftliches Engagement zu gewinnen. Spielerische Ansätze und Digitalisierung können entscheidende Faktoren sein, die Generation Z für Vereinsstrukturen zu begeistern. Die Initiative hat die Anwendung in Eigenregie entwickelt und auch noch kostenfrei anderen Städten angeboten. Das Prinzip ist leicht skalierbar und hat das Zeug, dem Ehrenamt unter jungen Menschen einen Schub zu geben.“

| Weitere Informationen: https://devpost.com/software/mitwirk-o-mat

Die hochkarätige Jury des „Preises für digitales Miteinander“
In der Jury des „Preises für digitales Miteinander“ sind Vertreterinnen und Vertreter aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft vereint. Über die Preisträgerinnen und Preisträger haben entschieden:

  • Denis Bartelt, Gründer und CEO von Startnext
  • Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Rates der EKD
  • Petra Bentkämper, Präsidentin Deutscher LandFrauenverband e.V.
  • Achim Berg, Präsident Bitkom e.V.
  • Pia Frey, Co-Gründerin Opinary
  • Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft
  • Carsten Knop, Herausgeber der F.A.Z.
  • Raul Krauthausen, Inklusions-Aktivist und Gründer SOZIALHELDEN e.V.
  • Ina Remmers, Geschäftsführerin und Mitgründerin von nebenan.de
  • Juliane Seifert, Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Zweiter bundesweiter Digitaltag mit mehr als 2.000 Veranstaltungen

Um die digitale Teilhabe quer durch alle Altersklassen zu fördern, findet am 18. Juni 2021 zum zweiten Mal der Digitaltag statt. Der Digitaltag soll Menschen in ganz Deutschland rund um digitale Themen zusammenbringen und bietet eine Plattform, um verschiedenste Aspekte der Digitalisierung zu beleuchten, Chancen und Herausforderungen zu diskutieren und einen breiten gesellschaftlichen Dialog anzustoßen. Unter digitaltag.eu/aktionslandkarte können Interessierte aus mehr als 2.000 Online-Aktionen und Präsenzveranstaltungen auswählen – von Seminaren und Live-Streams über Beratungsangebote, virtuelle Führungen und Tutorials bis hin zu Hackathons. Das Programm kann nach Themenkategorien gefiltert und im Volltext durchsucht werden.

Trägerin des Digitaltags ist die Initiative „Digital für alle“, in der 27 Organisationen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Wohlfahrt und öffentliche Hand versammelt sind.

Der Digitaltag wird durch einen ganztägigen Livestream unter digitaltag.eu begleitet. Die offizielle Eröffnung findet um 8.30 Uhr mit Digitalstaatsministerin Dorothee Bär statt. Den ganzen Tag über sind im Livestream dann moderierte Gespräche mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern der Partnerorganisationen der Initiative „Digital für alle“ zu sehen.

Anlässlich des Digitaltags wird der mit 20.000 Euro dotierte „Preis für digitales Miteinander“ in zwei Kategorien (Digitale Teilhabe und Digitales Engagement) verliehen. Die Preisträgerinnen und Preisträger, das Bümmersteder Seniorenbüro und die Lüneburger Initiative „Mitwirk-O-Mat“, stellen sich und ihre Projekte im Rahmen der offiziellen Eröffnung vor. Gefördert wird der Preis von der atene KOM GmbH, die als führender Dienstleister im Bereich Digitalisierung den öffentlichen Sektor bei der Projektentwicklung begleitet.

Informationen und Hintergründe zur Initiative „Digital für alle“ sowie zum Digitaltag, zu den Aktionen und Beteiligungsmöglichkeiten, und zum Preis für digitales Miteinander gibt es unter digitaltag.eu. Für neueste Zahlen zur digitalen Teilhabe in Deutschland können Sie unter digitaltag.eu/presse die Presseinformationen abonnieren.

Die Partnerinnen und Partner der Initiative „Digital für alle“:

Die Partnerinnen und Partner der Initiative "Digital für alle"

AWO Bundesverband | Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) | Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) | Bitkom | Bundeselternrat | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) | Deutscher Bibliotheksverband (dbv) | Deutscher Bundesjugendring | Deutscher Caritasverband | Deutscher Kulturrat | Deutscher LandFrauenverband | Deutscher Landkreistag | Deutscher Naturschutzring | Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) | Deutscher Städtetag | Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB) | Deutscher Volkshochschul-Verband (DVV) | Diakonie Deutschland – Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung | Hartmannbund – Verband der Ärzte Deutschlands | Hochschulrektorenkonferenz (HRK) | Verband der TÜV (VdTÜV) | Verband kommunaler Unternehmen (VKU) | Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) | Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) | Wissenschaft im Dialog | Zentralverband des deutschen Handwerks (ZdH) | Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST)