Berlin, 27. Juli 2026 - Code schreiben und testen, eigenständig recherchieren, oder ganze Arbeitsabläufe von A bis Z erledigen: Künstliche Intelligenz kann inzwischen auch komplizierte Aufgaben übernehmen, ohne dass ein Mensch jeden Schritt vorgeben muss. In fast jedem zweiten Startup in Deutschland (48 Prozent) sind solche KI-Agenten bereits im Einsatz. Um die eigene Arbeit effizienter zu machen, entwickeln zudem knapp zwei Drittel der Startups (65 Prozent) eigene KI-Anwendungen, die auf großen KI-Modellen wie jenen von OpenAI, Anthropic oder Google aufsetzen und zum Beispiel auf die eigenen Unternehmensdaten zugreifen. Fast jedes dritte Startup (30 Prozent) passt bestehende KI-Modelle durch spezielles Training oder sogenanntes Finetuning an. Das sind Ergebnisse einer Befragung von 102 Tech-Startups in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. „KI macht Arbeit effizienter und Unternehmen wettbewerbsfähiger. Startups sind Vorreiter beim KI-Einsatz und können Vorbild für den deutschen Mittelstand sein“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Wer nicht nur fertige Lösungen einsetzt, sondern Modelle mit eigenem Know-how anreichert, kann sich wertvolle Wettbewerbsvorteile verschaffen.“
Am weitesten verbreitet sind in Startups allerdings weiterhin generative KI-Tools für Texte, Code oder Bilder wie ChatGPT, Claude oder GitHub Copilot: 87 Prozent der Startups nutzen sie. In bestehende Software eingebettete KI-Funktionen, etwa in Microsoft 365 oder HubSpot, setzen 59 Prozent ein. Insgesamt gilt: Kein einziges der befragten Startups verzichtet auf KI.
Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 102 Tech-Startups aus Deutschland online befragt. Die Befragung fand im Zeitraum KW 21 bis KW 27 2026 statt. Die Umfrage ist nicht repräsentativ, gibt aber ein aussagekräftiges Stimmungsbild für Tech-Startups in Deutschland. Die Fragestellung lautete „In welcher Form setzt ihr KI in euren Geschäftsprozessen ein? Nicht gemeint ist hier der Einsatz in Produkten.“