Berlin, 28. April 2026 - Heute veröffentlicht die KfW den ersten umfassenden Report zur WIN-Initiative, die vor rund anderthalb Jahren von der damaligen Bundesregierung gemeinsam mit Kapitalgebern ins Leben gerufen wurde. Ziel der Initiative ist es, bis 2030 12 Milliarden Euro an Wachstums- und Innovationskapital für deutsche Startups und Scaleups zu mobilisieren. Dazu erklärt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst:
„Die WIN-Initiative hat Fahrt aufgenommen, und das ist eine gute Nachricht für den Startup-Standort Deutschland. Insbesondere in den vergangenen Monaten ist deutlich mehr Kapital in den Venture-Capital-Markt geflossen. Bislang sind es rund 2,6 Milliarden Euro, die von den Trägern der Initiative zusammengekommen sind – eine beachtliche Summe. Wenn Wirtschaft und Politik gemeinsam an einem Strang ziehen, kann sich etwas bewegen in Deutschland. Um das ursprüngliche Ziel von 12 Milliarden Euro bis 2030 und die im Koalitionsvertrag vorgesehene Verdopplung auf 25 Milliarden Euro zu erreichen, muss aber noch eine Schippe draufgelegt werden.
Von den vorgesehenen 10 Maßnahmen sind 6 umgesetzt, darunter der Wachstumsfonds II und das Standortfördergesetz. Ausgerechnet dort, wo es wirklich zählt, sind die Beteiligten der WIN-Initiative noch die Umsetzung schuldig. Für Stiftungen und Family Offices muss es attraktiver werden, in Startups zu investieren. Und vor allem Pensionskassen und Versorgungswerke müssen einen Teil ihres Kapitals in junge Technologieunternehmen investieren – davon würden beide Seiten profitieren, weil dann auch breite Bevölkerungsteile am Erfolg von Startups teilhaben könnten. Und schließlich müssen Investoren, die wie zum Beispiel Business Angels frühzeitig in Startups eingestiegen sind, ihre Anteile auch weiterverkaufen können. Ohne solche Sekundärmärkte fehlt dem ganzen System die nötige Dynamik. Mehr Sichtbarkeit für diese Themen und deutlich mehr Tempo, hier ist insbesondere die Politik gefragt. Dazu gehört auch eine zeitnahe Veröffentlichung der Startup- und Scaleup-Strategie.“