22.12.2015 Sprachkurse und Praktikumsplätze für Flüchtlinge

Täglich engagieren sich Institutionen, Vereine und Privatleute, um den Menschen zu helfen, die als Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Eine interne Befragung unter den Bitkom-Mitgliedern hat gezeigt, dass auch in der Digitalwirtschaft viele Unternehmen mit eigenen Projekten helfen möchten. Im Vordergrund stehen dabei die nachhaltige Integration in die Gesellschaft sowie ein hürdenarmer Zugang zum Arbeitsmarkt.

Nach Bitkom-Berechnungen gibt es aktuell in Deutschland allein 43.000 offene Stellen für IT-Spezialisten. Gleichzeitig kommen viele junge und qualifizierte Menschen nach Deutschland. Wenn es gelingt, den Arbeitsmarkt für sie zu öffnen, ist das ein doppelter Gewinn: für die Geflüchteten auf der einen Seite und für Wirtschaft und Industrie auf der anderen Seite. Damit genau das schneller gelingt, arbeiten viele Unternehmen der Digitalbranche daran, neue Bildungsangebote zur Berufsvorbereitung zu schaffen. Einige Arbeitgeber finanzieren beispielsweise Sprachkurse, manche bieten sogar spezielle Programmierlehrgänge an. Außerdem fördern viele die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt, indem sie ihnen Praktikumsplätze zur Verfügung stellen.

Viele Unternehmen leisten auch Geldspenden. Diese kommen entweder aus dem Budget des Unternehmens selbst oder sind das Ergebnis einer internen Spendensammlung unter den Mitarbeitern. Einige stellen ihre Mitarbeiter zeitweise frei, damit sie sich in Hilfsprojekten ehrenamtlich engagieren und etwa als Dolmetscher tätig sind. Besonders die Unterstützung von lokalen Initiativen liegt, laut unserer internen Umfrage, den Arbeitgebern am Herzen, die zum Beispiel den standortnahen Neubau von Wohnraum oder örtliche Freizeitangebote für Geflüchtete bezuschussen oder sogar komplett finanzieren.

Auch beim Thema Verfügbarkeit von Internetanschlüssen sind die Unternehmen der Digitalwirtschaft gefragt: Auf der Flucht sind Smartphones oft das einzige Mittel, um mit Freunden und Verwandten in Kontakt zu bleiben. Deshalb werden auch in den Unterkünften in Deutschland Internetanschlüsse gebraucht. In vielen Unterkünften konnte in kurzer Zeit die Infrastruktur für ein freies und schnelles WLAN-Netz bereitgestellt werden. Viele Firmen haben außerdem zusätzlich Hardware wie Laptops oder Smartphones gespendet.

In den kommenden Wochen werden an dieser Stelle einige unserer Mitgliedsunternehmen über ihre Projekte berichten.

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Michael Poguntke

Tel.: 030 27576-212

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