16.12.2015 Lernen von der Schweiz: Das Partnerland der CeBIT 2016

Die Schweiz wird im nächsten Jahr das Partnerland der größten Hightech-Messe der Welt. Abgesehen von Frankreich gibt es kein Land, mit dem Deutschland mehr ITK-Produkte und -Dienstleistungen austauscht.

Tatsächlich ist die Eidgenossenschaft aber eines der innovativsten Industrieländer der Welt und hat der Bundesrepublik in vielen Dingen etwas voraus. Wir wollen von diesen Erfolgen lernen.

  • Der Anteil der Beschäftigten in der ITK-Branche ist in der Schweiz rund doppelt so hoch wie in Deutschland.
  • Schweizer Unternehmen investieren einer Umfrage von Ernst & Young zufolge im Durchschnitt 1,6 Prozent ihres Jahresumsatzes in die Digitalisierung ihres Betriebs. Damit liegen sie weltweit an der Spitze, noch vor amerikanischen Firmen und weit vor den deutschen, die im Schnitt gerade mal auf die Hälfte kommen.
  • Beim Breitbandausbau hat die Schweiz das EU-Ziel, bis 2020 alle Haushalte mit Breitbandinternet zu versorgen, bereits jetzt nahezu erreicht. Selbst in ländlichen Gegenden liegt die Abdeckung bei fast 90 Prozent, in Deutschland bei nur rund 20.

Das sind nur ein paar Beispiele. Insgesamt packt die Schweiz die anstehenden Herausforderungen der Digitalisierung mit großem Elan und mit Zuversicht an. In Deutschland sind wir da auf einem ähnlichen Weg, wobei uns manchmal unsere Neigung, aus Angst vor den Risiken die Chancen zu verpassen, etwas im Weg steht. Nicht nur im Mittelstand gibt es noch zu oft Unkenntnis über die Möglichkeiten und eine abwartende Haltung. Die CeBIT ist auch eine hervorragende Möglichkeit, die Chancen der Digitalisierung herauszustellen.

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Ulrich Dietz

Vizepräsident Bitkom e.V.

Zitat

„Die Schweiz ist eines der innovativsten Industrieländer der Welt und hat der Bundesrepublik in vielen Dingen etwas voraus.“

Ulrich Dietz, Vizepräsident Bitkom e.V.

Wir haben nur die Wahl, ob wir den Wandel selbst aktiv gestalten oder von ihm gestaltet werden. Die Plattformökonomie des 21. Jahrhunderts wird festgefahrene Strukturen auflösen, alte Hierarchien einebnen, ja, die Wirtschaft in gewisser Hinsicht demokratisieren. Was heute ein kleines Start-up ist, kann morgen schon ein Weltkonzern sein.

Fertigungsbetriebe müssen sich zur Industrie 4.0 wandeln, Automobilhersteller mit autonomen Fahrzeugen zu Mobilitätsdienstleistern werden. Europas Ärzte werden schon bald mit telemedizinischen Gesundheitszentren auf der ganzen Welt konkurrieren. Banken müssen sich mit der Abwicklung des Online-Zahlungsverkehrs durch Web-Dienste auf der einen und Fintech-Start-ups auf der anderen Seite auseinandersetzen. Was beim stationären Handel begann, wird beim Handwerker nicht enden.

Angesichts der großen Unübersichtlichkeit brauchen wir eine Veranstaltung, die die gesamte Bandbreite der Digitalisierung erlebbar macht, die die Vielzahl der Prozesse in einem Brennglas bündelt – mit allen Chancen, aber auch Herausforderungen. Genau dies kann die CeBIT liefern!

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