17.12.2014 Green IT wirkt

Green IT wirkt. Das können wir zum Jahreswechsel festhalten. Zwar wird in allen Altersgruppen mehr gesurft als je zuvor, es werden auch immer mehr digitale Endgeräte abgesetzt. Und trotzdem steigt der Stromverbrauch der Rechenzentren nicht weiter an, wir bleiben sogar weit hinter der Prognose. Der Stromverbrauch der Rechenzentren in Deutschland liegt vier Prozent unter dem Stromverbrauch von 2008, trotz steigender Anzahl der Server. Und nach wie vor könnten in Deutschland circa achtmal mal mehr CO2 eingespart werden durch die Nutzung von ITK als durch die IT-Branche verursacht werden. Zum Beispiel wenn Dienstleistungen oder Produkte durch ITK ersetzt werden, Geschäftsreisen durch Videokonferenzen ersetzt, oder intelligente Verkehrssteuerung oder Transportsysteme bessere Durchdringung fänden. Das Forschungsprogramm IT2Green des Bundeswirtschaftsministeriums hat das Thema aufgegriffen und in den letzten drei Jahren zehn Projekte bei der Entwicklung von energieeffizienter ITK unterstützt. Das Programm wurde in diesem Jahr abgeschlossen, herausgekommen sind spannende Projekte rund um Energieeffizienz.

Auch die Politik ist beim Thema Ökodesign und Energieeffizienz weiter fleißig. Die EU-Kommission will im Frühjahr den Arbeitsplan zur Ökodesignrichtlinie mit neuen Produktgruppen vorstellen. Deren Energieverbrauch soll dann zukünftig stärker reguliert werden. Fürs erste sind aber ab 1. Januar 2015 der Onlinehändler gefragt. Sie müssen für TV-Geräte und einige andere Elektrogeräte auch online das EU-Energielabel sowie ein elektronische Produktdatenblatt darstellen.

Wer selbst etwas für die eigene Stromjahresendbilanz tun will und trotzdem nicht auf die Unterhaltungselektronik unterm Weihnachtsbaum verzichten will, sollte vor dem Kauf bestimmen, was er an Leistung und Größe wirklich braucht. Wenn zwei TV-Geräte die Energieeffizienzklasse A haben, so sollte man sich klar sein, dass der Fernseher mit dem Größeren Display netto dennoch mehr Energie verbraucht. Und wer den PC nur zum Surfen und für Texte nutzt, benötigt weniger Hardware-Leistung als etwa passionierte Gamer. Hinweise zum Energieverbrauch findet man auf den Webseiten vieler Hersteller, ab Januar dann auch komplett bei den Onlinehändlern. Besonders sparsame Computer und Zubehörgeräte sind oft mit dem Umweltzeichen „Energy Star“ gekennzeichnet. Einen Überblick über die zertifizierten Produkte gibt es unter www.eu-energystar.org .

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Julia Hagen

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