18.03.2013 Die Energiewende braucht Smart Grids

Die Energiewende eröffnet Deutschland die Chance zu Wachstum, Beschäftigung und einem modernen Energiesystem. Doch der Umbau der Energieversorgung kostet Geld. Smart Grids – intelligente Netze – können den notwendigen Investitionsbedarf begrenzen. Um ihre Potenziale als „Motor einer effizienten Energiewende“ ging es auch auf dem Smart Grid Summit auf der diesjährigen CeBIT.

Nach einer Begrüßung und Eröffnung durch Ulrich Dietz (GFT/Bitkom) und Dr. Peter Terwiesch (ABB/ZVEI) hielt Bundesumweltminister Peter Altmaier die Keynote. In seiner Rede betonte er unter anderem die Bedeutung der IT sowie digitaler Innovationen für das Gelingen der Energiewende.

In der anschließenden Paneldiskussion mit Professor Dr. Hans-Jürgen Appelrath (acatech/OFFIS ), Jürgen Arnold (Vorsitzender der AG E-Energy/HP), Gabriele Riedmann de Trinidad (Deutsche Telekom) und Dr. Harald Schrimpf (PSI), wurden neben technologischen Aspekten auch das Thema Markt- und Regulierungsdesign diskutiert. Gerade weil die meisten Technologien bereits einsatzbereit vorliegen, sei das Fehlen von passenden Anreizen ein starkes Hemmnis.

Smart Grids günstiger als herkömmlicher Netzausbau

Fehlende Anreize sind auch ein Punkt, den der Bitkom identifiziert hat: Verteilnetzbetreiber haben zurzeit keinen Vorteil davon, ihr Netz Smart-Grid-fähig zu machen. Da die Verteilnetze bei der Einbindung der erneuerbaren Energien die Hauptrolle spielen, sollten Innovationen in und die Erforschung von smarten Technologien auch regulatorisch unterstützt werden. Die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Quellen erfordert die Ausstattung der Verteilnetze mit intelligenten Netzkomponenten. ITK-Technologie sorgt dafür, dass der Verbrauch mit der immer stärker schwankenden Erzeugung synchronisiert wird. Diese „Smartifizierung“ der Verteilnetze ist nach einer vom BDI in Auftrag gegebenen Studie auch noch 15 Prozent günstiger als der herkömmliche Netzausbau.

Die Energiewende ist ein Projekt, das mehrere Jahrzehnte in Anspruch nehmen und hohe Investitionen erfordern wird. Deshalb ist es erfolgsentscheidend, dass dieses Projekt professionell und effektiv vorangetrieben wird und alle Beteiligten, Wirtschaft, Politik und besonders die Verbraucher mitgenommen werden. Die Vorteile eines umweltfreundlichen und unerschöpflichen Energiesystems liegen auf der Hand. Um dies so kostengünstig wie möglich zu erreichen, sind ITK- Technologien der Schlüssel.

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Felix Dembski

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