08.01.2015 Bezahlschranken für journalistische Inhalte im Netz: Diese Modelle gibt es

Jeder dritte Internetnutzer (34 Prozent) hat im Jahr 2014 für redaktionelle Inhalte wie Nachrichten, Berichte oder Reportagen im Web Geld ausgegeben. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag von Bitkom ergeben. Ein beachtlicher Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr: 2013 zahlten nur 25 Prozent der Nutzer für journalistische Inhalte. Die Zahlungsbereitschaft steigt, vielleicht auch notwendigerweise, denn immer mehr Zeitungen stellen ihre Inhalte nicht mehr ausschließlich kostenlos zur Verfügung.

100 Zeitungen haben laut Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger mittlerweile eine Bezahlschranke im Netz eingeführt. Wie das Geld fließt, entscheiden die Verlage: Am beliebtesten ist das „Freemium-Modell“, bei dem einige Artikel kostenpflichtig über ein Abo zu erwerben sind, weitere Artikel stehen kostenfrei zur Verfügung. Ein solches Modell verfolgt beispielsweise das Hamburger Abendblatt . Von den 100 Zeitungen mit Bezahlschranke nutzen 60 dieses Modell. 35 Redaktionen, unter anderem Die Welt, haben sich für das „Metered Modell“ entschieden: Eine gewisse Anzahl der Artikel ist pro User im Monat frei zugänglich, alle darüber hinaus gehenden Artikel müssen, beispielsweise durch ein Abo, erworben werden.

Eine harte Paywall haben nur vier Redaktionen eingeführt, darunter die Braunschweiger Zeitung . Bei diesem Modell müssen User entweder durch Einzelkauf oder ein Abo sämtliche Artikel kostenpflichtig erwerben. Nur wenige Zeitungen setzen auf eine freiwillige Zahlungsbereitschaft der User. „Social Payment“ über Dienste wie Flattr wird beispielsweise von der taz angeboten, die ihre Einnahmen durch dieses Modell im Blog darlegt.

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Anna-Lena Krampe

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