Im europäischen Straßengüterverkehr fährt noch immer zu viel Papier mit. Zahlreiche Prüf-, Nachweis- und Dokumentationspflichten, unterschiedliche nationale und europäische Vorgaben sowie fehlende digitale Schnittstellen verursachen bei Speditionen und Logistikunternehmen erheblichen administrativen Aufwand. Informationen zu Partnerunternehmen, Fahrpersonal und Fahrzeugen müssen häufig mehrfach geprüft, übermittelt und revisionssicher dokumentiert werden – selbst wenn sie an anderer Stelle bereits vorliegen.
Digitalisierung kann diese Prozesse grundlegend vereinfachen. Dafür braucht es interoperable Standards, digitale Identitäten, vertrauenswürdige Datenräume und zentrale Register, über die Nachweise sicher, aktuell und medienbruchfrei ausgetauscht werden können. Standardisierte digitale Prüfverfahren und das Once-Only-Prinzip schaffen die Voraussetzung dafür, dass Unternehmen Daten nur einmal bereitstellen müssen und diese anschließend mehrfach genutzt werden können.
Das Thesenpapier des Bitkom-Arbeitskreises E-Logistics & Digital Supply Chain beschreibt die größten praktischen und systemischen Hürden und zeigt konkrete Lösungsansätze auf.