Frauen wollen gründen. Dennoch sind sie im deutschen Startup-Ökosystem weiterhin deutlich unterrepräsentiert. Im Jahr 2025 lag der Gründerinnenanteil bei 20 Prozent. Wer mehr Frauen für Gründung gewinnen will, muss strukturelle Hürden abbauen, insbesondere dort, wo Unternehmensaufbau und Familienplanung zusammenkommen.
Viele Gründerinnen starten ihr Unternehmen in einer Lebensphase, in der berufliche Weichenstellungen und Familienplanung zusammenfallen können. Laut KfW Gründungsmonitor 2026 lag das Durchschnittsalter der Gründerinnen und Gründer im Jahr 2025 bei 34,2 Jahren, 40 Prozent waren unter 30 Jahre alt. Neben Finanzierung, Teamaufbau und Markteintritt stellt sich deshalb auch die Frage, wie Gründung und Familie miteinander vereinbar sind. Dabei geht es nicht nur um eine verlässliche Absicherung rund um Schwangerschaft und Geburt, sondern ebenso um tragfähige Betreuungsstrukturen und Rahmenbedingungen, die die dauerhafte Vereinbarkeit von unternehmerischer Tätigkeit und Familienverantwortung gewährleisten.