Arbeitskreis Software Architektur

Art des Gremiums:
Arbeitskreis
Kompetenzbereich:
Software
Informationen für Bitkom-Mitglieder:
Mitgliederportal

„Die Architektur ist die Fortsetzung der Natur in ihrer konstruktiven Tätigkeit“

Karl Friedrich Schinkel (1781-1841), deutscher Architekt.

Die heutigen Software-Systeme sind die großen Bauwerke unserer Zeit. Und es sind die Architekturen, die die Grundstruktur eben genau dieser IT-Systeme konstruktiv festlegen. Denn Software-Architekturen „definieren die grundlegenden Prinzipien und Regeln für die Organisation eines Systems und deren Beziehungen zueinander wie auch zur Umgebung.“ (Definition von Architektur im iSAQB).

Wo Software-Systeme sind, sind damit auch immer implizit Software-Architekturen. Es bleibt lediglich die Frage, ob die angewendeten Prinzipien und Regeln für die Organisation eines Systems die richtigen waren und ob sie korrekt umgesetzt wurden.

In diesem Arbeitskreis sollen Architekturen explizit behandelt werden, um die richtigen Architekturen auszuwählen und sie richtig umzusetzen. Dazu gehören in jedem Fall grundlegende Methoden, Verfahren und Werkzeuge, die die Analyse, Umsetzung und Steuerung von Architekturen umfassen. Auf der nächsten Ebene behandelt der Arbeitskreis etablierte Architekturmuster und Referenzarchitekturen, die als wiederkehrende Pattern Anwendung finden können. Und auf der organisatorisch/prozessoralen Ebene beschäftigt sich der Arbeitskreis mit unterschiedlichen Architektursichten und deren Synchronisation, der Migration/Evolution von Architekturen, der Bewertung von Architekturzielen und der Rolle von Architekten in Projekten und Organisationen.

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Dr. Frank Termer

Bereichsleiter Software E-Mail: f.termer@bitkom.org Bitkom e.V.

Ziele & Aktivitäten

  • Vielschichtige Meinungsbildung über wissenschaftliche, technische und praktische Zugänge zu Themen und Trend der Software Architektur
  • Erfahrungsaufbau und -austausch zu aktuellen Fragestellungen
  • Unterstützung des ständigen Wissens-und Technologietransfers von der angewandten Forschung zur unternehmerischen Praxis
  • Unterstützung des Bitkom Software-Summits und enge Synchronisation mit den anderen Arbeitskreisen des Kompetenzbereiches Software
  • Stärkung der Wahrnehmung von Architektur als Fundament großer Software-Systeme
  • Erarbeitung und Pflege eines Methodenbaukasten für Architekten, der solche grundlegenden Werkzeuge eines Architekten sammelt, die universell Architekturen einfach und zukunftsfähig halten helfen, auf der anderen Seite aber auch spezifisch genug bei Architekturarbeiten im M2M und Smart-Grid-Bereich helfen

Themen

  • M2M, Internet der Dinge (IoT) und Smart-Grid: In die heutigen Systeme müssen immer neue Ziel-Teilsysteme integriert werden, seien es mobile Smartphones, Maschinen oder Sensoren. Wie sehen Architekturmuster alias Referenzarchitekturen aus? Welche Vorteile hat ihre Verwendung, welche offenen Punkte müssen berücksichtigt werden?
  • API-Management für Software-Ecosysteme: Schnittstellen sind in Architekturen die Verbindung zwischen den Komponenten. Sie sind damit heute das A und O moderner IT-Systeme. Dies gilt sowohl auf Provider-Seite als auch auf Consumer Seite. Typische Schnittstellen-Plattformen sind heute als SOA, Cloud und XaaS bekannt. Allen gemeinsam ist aber die Frage: Wie werden Schnittstellen heute verwaltet? Wie werden sie versioniert, dokumentiert und abgesichert? Diese von Gartner als API-Management bezeichnete Disziplin ermöglicht Enterprise-übergreifende Interoperabilität und erzeugt so ganz neue Software-Ecosysteme. Was muss hierbei berücksichtigt werden? Was sind die Chancen, aber evtl. auch die Risiken?
  • Identitäts-Architekturen: Wenn immer mehr Komponenten einer Architektur externe „Dinge“ sind (vgl. IoT oben), in anderen Organisationen liegen (vgl. Ecosysteme oben) dann rückt immer häufiger die Frage in den Vordergrund, ob die entsprechende Kommunikation erlaubt ist. Neben der Autorisierung ist vor allen Dingen die Authentifizierten wichtig und benötigt in Zukunft ganz neue Lösungen: Müssen Identitäten im Consumer und Provider-Teil redundant gepflegt werden? Gibt es externe Komponenten (sog. Identitäts-Broker), die diese Aufgabe übernehmen? Wo können die Vielzahl von Identitäten über Rollen vereinfacht werden?
  • OpenData: Die Daten eines Unternehmens sind ein wesentlicher Business Asset. Die möglichen Mehrwerte können aber erst dann vollständig generiert werden, wenn es auch externen Partnern ermöglicht wird, mit den Daten zu arbeiten. OpenData ist damit nicht nur ein Aspekt des E-Government-Gesetzes, programmatisch gefordert im Programm „Digitale Verwaltung 2020“, sondern eine grundsätzliche Möglichkeit aller Unternehmen. Doch wie sieht diese „Öffnung“ architektonisch aus? Wie kann ein Durchbrechen ins Backbone verhindert werden? Wie müssen Daten aufbereitet werden? Wie können „Communities of Data“ aufgebaut werden, ohne dass der eigene Mehrwert verloren geht?

Weitere Informationen

Vorsitzender: Dr. Frank Simon (BLUECARAT AG)

Stellvertretende Vorsitzende: N.N.

Jahresprogramm 2016

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Dr. Frank Termer

Bereichsleiter Software E-Mail: f.termer@bitkom.org Bitkom e.V.