Am kommenden Sonntag ist Muttertag, und damit beginnt auch im Internet die wichtigste Zeit für Floristen. Etwa jeder zehnte Strauß wird bereits im Web bestellt. Das hat eine aktuelle Erhebung des BITKOM ergeben. „Der Online-Blumenhandel hat sich etabliert. Das zeigt, dass das Web nicht nur eine Shopping-Meile für Hightech ist“, sagt BITKOM-Vizepräsident Heinz Paul Bonn. Die deutschen Blumenhändler machen laut BITKOM über das Internet rund zehn Prozent ihres Gesamtumsatzes mit Schnittblumen.
Oberstufenschüler eines Hamburger Gymnasiums betreten seit Februar 2007 auch außerhalb der regulären Schulzeiten und ohne Aufsichtpersonal ihre Schulbibliothek – die Identifikation erfolgt per Fingerabdruck. Rund 70.000 Dauerkarten-Inhaber des Hannoveraner Zoos kommen schnell und komfortabel auf das Gelände – an den Kassen wird ihre Identität per automatischer Gesichtserken- nung überprüft, ein Missbrauch der Dauerkarten wird so verhindert.
Die meisten deutschen Computernutzer haben keine Angst um persönliche Daten im Internet: Eine Mehrheit von 57 Pro- zent hält ihre Daten für sicher oder sehr sicher. Das ergab eine repräsentative Umfrage des BITKOM in Zusammen- arbeit mit Forsa. Nur jeder dritte PC-Nutzer (32 Prozent) hält seine Daten im Netz für „eher unsicher“ und lediglich 7 Pro- zent meinen, sie seien „völlig unsicher“. „Das ist ein beacht- licher Vertrauensbeweis für das Web, aber es ist noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten“, sagt BITKOM-Präsidiums- mitglied Prof. Dieter Kempf.
Geplante Unternehmensgründungen scheitern am häufigsten am Geld. Das ist das Ergebnis einer aktuellen BITKOM-Studie. Befragt wurden dabei Teilnehmer des Gründerwettbewerbs Multimedia des Bundeswirtschaftsministeriums. „Fehlendes Startkapital, unsichere Einnahmen und lukrative Jobangebote bei anderen Unternehmen sind die drei wichtigsten Gründe, warum potenzielle Grün- der ihre Ideen nicht weiterverfolgen“, analysiert BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer.
Ein Breitband-Anschluss ans Internet ist für Unternehmen zum Standard geworden. 80 Prozent aller deutschen Firmen verfügten 2007 über einen schnellen Zugang zum Netz. Ein Jahr zuvor betrug die Quote 73 Prozent, 2005 erst 62 Prozent. Derzeit liegt Deutschland knapp über dem EU-Durchschnitt von 78 Prozent. „Ein schneller Internet-Zugang ist für die meisten Unternehmen unverzichtbar geworden, um mit Lie- feranten, Partnern und Kunden schnell und komfortabel zu kommunizieren“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August- Wilhelm Scheer.
Das World Wide Web (WWW) feierte dieser Tage Geburtstag: 15 Jahre zuvor, am 30. April 1993, wurde die Technologie für Internet-Inhalte zur allgemeinen Nutzung freigegeben. Vorher war sie einige Jahre im Test- und Entwicklungsbetrieb. „Das Web hat als Fenster zum Internet unse- re Lebensgewohnheiten revolutioniert“, sagte Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, Präsident des BITKOM, zu dem Jubiläum. Rund 1,3 Milliarden Menschen nutzen weltweit das Internet, die meisten davon via WWW.
Im Mobilfunk wurde eine historische Marke geknackt: Seit Mitte April 2008 gibt es in Deutschland mehr als 100 Millionen Mobilfunkanschlüs- se. „Die Preise fürs mobile Telefonieren fallen weiter, die neuen Geräte haben immer mehr Funktionen, immer mehr Kunden nutzen mehrere Anschlüsse, der mobile Internet-Zugang wird immer attraktiver“, nennt BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer einige Gründe für das ungebrochene Wachstum.
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