Bildung, Forschung, Wissenschaft, Kultur und Medien

Digitaler Wandel in der Wissenschaft

Ein Rat für Informationsinfrastrukturen, der eine Strategie für den digitalen Wandel in der Wissenschaft entwickeln soll, wurde gegründet und hat seine Arbeit aufgenommen. Bisher gab es drei Sitzungen, die vierte findet im November statt.

Open-Access-Strategie

Das Bundesforschungsministerium hat bereits 2012 eine Open-Access-Strategie herausgegeben, die den dauerhaften Zugang zu öffentlich geförderten Forschungspublikationen und -daten vorsieht. Zu einer umfassenden Weiterentwicklung dieser Strategie ist es allerdings bislang, anders als angekündigt, nicht gekommen.

Strategie "Digitales Lernen"

Laut Digitaler Agenda will die Bundesregierung eine Strategie „Digitales Lernen“ ausarbeiten, die die Chancen der digitalen Medien für gute Bildung nutzen, weiterentwickeln und umsetzen soll. Bisher gibt es dazu nur einen Antrag von CDU/CSU und SPD im Bundestag für eine Strategie Digitales Lernen (3. Lesung am 02.07. erfolgt). Die größte Herausforderung für den Bund wird es sein, mit den Ländern eine gemeinsame Strategie zu entwickeln. Das ist bisher nicht absehbar.

Digitale Medien in der beruflichen Bildung

Das Förderprogramm „Digitale Medien in der beruflichen Bildung“(DIMEBB) hat das Ziel, neue Bildungskonzepte durch den sinnvollen Einsatz digitaler Medien zu etablieren. Im Haushaltsjahr 2015 nur zwei Millionen Euro vorgesehen, aber für 2016 ist eine deutliche Aufstockung angekündigt.

Bekanntmachung zur Förderung von Digitalen Medien in der beruflichen Bildung

Digitalisierung in der Arbeitswelt

Die Förderbekanntmachung „Mit 60+ mitten im Arbeitsleben“ soll ältere Arbeitnehmer auf die Herausforderungen der Digitalisierung in der Arbeitswelt vorbereiten. Allerdings ist sie bereits von 2012 und im Zusammenhang mit der Digitalen Agenda unzureichend.

Informationen zu: Mit 60+ mitten im Arbeitsleben – Assistierte Arbeitsplätze im demografischen Wandel

Hochschulforum Digitalisierung

Das Hochschulforum Digitalisierung will die Chancen der Digitalisierung an Hochschulen nutzen. Mittlerweile ist eine Geschäftsstelle beim Stifterverband etabliert, Arbeitsgruppen sind gestartet, erste Zwischenergebnisse werden im September 2015 erwartet.

Zum Hochschulforum

Industrie 4.0

Die Förderbekanntmachung „Forschung auf dem betrieblichen Hallenboden“ wurde noch vor Veröffentlichung der Digitalen Agenda angekündigt und ausgeschrieben. Ihr Ziel ist die Förderung von Innovationen im Bereich Industrie 4.0. Die Einreichungsfrist war September 2014, die Förderung beginnt im 2. Halbjahr 2015.

Bekanntmachung zur Förderung im Themenfeld Industrie 4.0

Selbstbestimmt und sicher in der digitalen Welt

Im Rahmen der Hightech-Strategie fördert das Programm „Selbstbestimmt und sicher in der digitalen Welt“ die drei Kompetenzbereiche IT-Sicherheit, Datenschutz und Cloud Computing. Der Startschuss mit Symposium war im Oktober 2014, die Laufzeit ist von 2015 bis 2018.

Zum Dokument: Selbstbestimmt und sicherer in der digitalen Welt

Zukunft der Arbeit und Dienstleistungsforschung

Die Programme „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“, „Zukunft der Arbeit“ und „Arbeit in der digitalisierten Welt“ widmen sich der Forschung zur Zukunft der Arbeit und Dienstleistungsforschung. Die Ausschreibung und Projektbewilligung ist abgeschlossen, die Förderung beginnt Ende 2015 mit Laufzeit bis 2019.

Mikroelektronik

Ein Förderprogramm zur Stärkung der Mikroelektronik läuft bis 2024.

Zum Förderprogramm

Bundesregierung Big-Data-Kompetenzzentren

Zur Forschungs- und Innovationsförderung von Big Data und Smart Data im Rahmen der Hightech-Strategie hat die Bundesregierung Big-Data-Kompetenzzentren in Berlin und Dresden eingerichtet.

Informationen zu den Big-Data-Kompetenzzentren

Digitalisierung in der Medizin

Das Forschungs- und Förderkonzept Medizininformatik stärkt die Forschung zur Digitalisierung in der Medizin. Drei Förderprogramme wurden bislang dazu ausgelobt, die Einreichungsfrist lief im Juni 2015 ab, die Laufzeit der Programme beträgt jeweils drei bis fünf Jahre.

Smart-Home-Anwendungen

Die Förderung von Smart-Home-Anwendungen und der Digitalisierung des Bauens ist ein Ziel der Digitalen Agenda. Dazu gibt es drei Förderprogramme, zwei sind bereits gestartet mit Laufzeit bis 2017, das dritte beginnt noch in diesem Jahr und läuft bis 2018.

Internet-Institut

Das Bundesforschungsministerium hat ein Konzept für ein öffentlich gefördertes Internet-Institut angekündigt Derzeit gibt es aber weder ein Konzept, noch sind Ort oder Finanzrahmen bekannt. Ministerin Wanka hat einen Wettbewerb der Hochschulen angeregt, um eine geeignete Universität zu finden und mit Bundesmitteln zu fördern.

Chancen und Risiken zukünftiger Entwicklungen der Digitalisierung

Die Bundesregierung will die Chancen und Risiken zukünftiger Entwicklungen der Digitalisierung wissenschaftlich analysieren lassen. Der Start der zweijährigen Förderung von Forschungsvorhaben ist angelaufen, am 19./20. November 2015 findet das ITA-Forum dazu statt.

Kulturgüter

Ein Teil der Digitalen Agenda beschäftigt sich mit der Frage, wie man Kulturgüter sinnvoll digitalisieren und bewahren kann. Dazu hat bislang lediglich ein Austausch mit Kultureinrichtungen zwecks Erlangung von Erkenntnissen für die Erarbeitung der Digitalisierungsstrategie stattgefunden.

Digitalisierung des nationalen Filmerbes

Seit 2012 fördert das Bundeskanzleramt unter Federführung von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) die Digitalisierung des nationalen Filmerbes. Die Digitale Agenda sieht eine Konkretisierung von Zeitplan und Finanzbedarf bis 2016 vor.

Deutschen Digitalen Bibliothek

Das Bundesstaatsministerium für Kultur und Medien treibt den Auf- und Ausbau einer Deutschen Digitalen Bibliothek voran. Seit Beginn des Regelbetriebs Ende März 2014 werden die digitalen Bestände permanent erweitert, jedoch noch ohne messbare Erfolge. Der Ausbau und weitere Finanzierung ab 2017 werden diskutiert.

Zur Deutschen Digitalen Bibliothek

Bund-Länder-Kommission zur Medienkonvergenz

Die Einrichtung der Bund-Länder-Kommission zur Medienkonvergenz wurde im Dezember 2014 von der Kanzlerin und den MPs der Länder beschlossen. Sie hat ihre Arbeit am 25. März 2015 aufgenommen.

Informationen zur Bund-Länder-Kommission

Diesen Beitrag teilen